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Minority Report

Special Edition

  

Getestet von Christian Bartsch

  

        
Weitere Informationen zur Disc:
 

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DVD-Daten:

Review Datum: 21.01.2003
Verleihfenster: nein
Im Handel ab: 22.03.2003
   
Deutscher Titel: Minority Report
Originaltitel: Minority Report
Land / Jahr: USA 2002
Genre: Science Fiction
   
Regie:  Steven Spielberg
Darsteller:  Tom Cruise , Max von Sydow , Patrick Kilpatrick
       
Bildformat: 2,35:1 Widescreen (anamorph)
Tonformat: Deutsch (DTS 5.1), Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte, Englisch
       
Menü: animiertes Menü
Booklet: Einleger mit Kapitelindex
Verpackung: Amaray Box (mit doppeltem DVD Einleger)
Kapitel: 24
Laufzeit: 139 Minuten
TV Norm: PAL
FSK: freigegeben ab 16 Jahren
Regional Code: Code 2
Disk Typ: DVD 9 / Dual Layer (2x)
Anbieter: Twentieth Century Fox Home Entertainment
     
Testequipment: Für den Test genutztes Equipment:

AV-Receiver: Marantz SR9300 (THX UltraII, Dolby Digital EX, DTS-ES)
DVD-Player: Pioneer DV-868AVi-S (Dolby Digital, DTS, DVD Video, DVD Audio, SACD) mit Chiptech.de Modifikation
Blu-ray-Player: Sony Playstation 3 (HDMI)
HD-DVD-Player: Toshiba HD-XE1 (HDMI)
TV: Panasonic TX-32PD50D (100 Hz, 16:9, progressiv via YUV)
Beamer: JVC DLA-HD1 und Dreamvision DreamBee (1080p24, D-ILA, HDMI über DVDO IScan VP50)
Lautsprecher: Monitor Audio Gold Reference Series 7.1 (2 x GR60, 1 x GR Center, 4 x GRfx, 1 x FB212)
Remoting: Philips Pronto SBC RU990

          
Inhalt:

Im Washington, D.C., des Jahres 2054 gibt es keine Morde mehr. Die Zukunft ist bekannt und Mörder werden gefasst, bevor sie ihr Verbrechen begehen können. Dafür sorgt Pre-Crime, eine Elite-Einheit der Polizei, die die Visionen der Pre-Cogs, drei Wesen mit hellseherischen Fähigkeiten, auswertet und zur Tat schreitet.

Das System ist perfekt. Und John Anderton ist sein perfekter Chef: Seit einem tragischen Verlust sechs Jahre zuvor widmet er sein Leben mit vollkommener Leidenschaft der Verbrecherjagd. Es gibt keinen Grund für ihn, am System zu zweifeln – bis er in einer Vision selbst als Mörder zu sehen ist. 36 Stunden bleiben ihm bis zu dem Verbrechen. 36 Stunden, um zu beweisen, dass er unschuldig ist und das perfekte System fehlbar. Die Flucht kann beginnen...

    
DVD-Review:
       
Besonderheiten:

Die Extras hat Fox konsequenterweise auf eine zweite Disc ausgelagert. Auf der ersten silbernen Scheibe gibt es ausschließlich den Hauptfilm und somit leider keinen Kommentar mit Herrn Spielberg.

Die Bonus-Disc beginnt mit einem Beitrag "Von der Story zum Film". Dieser ist, wie die folgenden Extras auch, noch einmal unterteilt. Hier darf man also noch einmal wählen - zwischen "Die Story, die Debatte" und "Die Darsteller". Der erste Teil ist ein Zusammenschnitt aus diversen Interviews, u.a. Steven Spielberg und Tom Cruise, die erzählen, wie sich die Geschichte zu einem Film entwickelte und wie beide dazu kamen, an diesem Film mitzuwirken. Der zweite Teil geht mehr auf die Darsteller ein und beleuchtet ein wenig die von ihnen gespielten Charaktere.

Die "Analyse von Minority Report" erklärt in mehreren kleinen Unterfilmchen die einzelnen Bestandteile der Welt, z.B. die Idee hinter Precrime und den Precogs, die Spyders und die Fahrzeuge.

"Die Stunts von Minority Report" sind ebenfalls wieder in kleine Einzelteile zerlegt, hier gibt es Einblicke in die Stunts an sich. Dabei erfährt man u.a. welcher Aufwand für bestimmte Szenen getrieben wurde und dass bei "Minority Report" nicht alle Effekte aus dem Computer stammen. Bemerkenswert ist, dass Tom Cruise so einige seiner Stunts tatsächlich selbst durchgeführt hat.

"ILM und Minority Report" zeigt die Arbeit von Industrial Light and Magic am Film. Hier werden einige der wirklich spektakulären Effekte im Detail erläutert. Gezeigt werden u.a. die Holografieeffekte und die Hoverpacks.

Der "Final Report: Steven Spielberg & Tom Cruise" ist dann noch einmal eine Zusammenfassung, bei der man wieder Szenen vom Dreh sieht, die parallel von Interviews mit Steven Spielberg und Tom Cruise begleitet werden.

Das Archiv letztlich bietet eine Reihe von zusätzlichen Materialien. Hier gibt es Produktionsskizzen, Storyboarsequenzen, Trailer und etliche Texttafeln über Besetzung, Crew und Produktionsnotizen. Dieser Bereich ist sehr umfangreich und informativ geraten. Besonders die einfache Navigation macht es hier angenehm, sich durch die vielen Grafiken zu wühlen.

Bei allen Extras stellt sich leider wieder ein gewisser Grad von Selbstbeweihräucherung ein, so dass der reine Nutzwert leider nicht so hoch ist, wie man annehmen könnte. Insgesamt wirken alle Einzelteile wie ein großes Making Of, das für die DVD einfach in viele kleine Teile zerschnitten wurde. Die einzige Ausnahme bilden dabei die Objekte im Archiv, die tatsächlich separate Beigaben sind.

   
 
Wertung:  
     (befriedigend - gut)
     
Gestaltung:

Das Menü von "Minority Report" ist recht ausschweifend geraten. Dabei muss man zur Verteidigung sagen, dass sich die Designer bei Fox schon jede Menge Mühe gegeben haben, sich grafisch an den tollen Vorlagen des Films zu orientieren.

Dabei sind die Übergänge zwischen den verschiedenen Menüs leider recht umfangreich und lang geraten, so dass man zeitweilig recht gefrustet vor dem Fernseher sitzt und warten muss, bis man wieder mit der Fernbedienung agieren kann.

Rein grafisch ist die Umsetzung sehr ansprechend geworden, auch die Kapitelauswahl macht einen schmucken Eindruck. Sieht man von den Wartezeiten ab, so handelt es sich um ein gelungenes Vorzeigemenü.

     
 
Wertung:
  (gut - sehr gut)
     
Bildtest:

"Minority Report" hat eine sehr eigene Farbgebung. Spielberg spielt in diesem Film förmlich mit den Bildern und vermittelt dem Zuschauer so unterschwellig einen Teil seiner Botschaft. Die eingesetzten Prozesse zur Verfremdung des Bildes äußern sich meist in einer bläulichen Farbgebung und einer sehr starken Kontrastüberzeichnung. Das Bild wirkt bisweilen regelrecht grell, helle Flächen neigen zu regelrechtem Überstrahlen. Gemessen am Kinovorbild und Steven Spielbergs Aussagen in den Extras darf man diese jedoch als Stilmittel einordnen.

Das Authoring an sich scheint Fox sehr gut gelungen zu sein, Artefakte bekommt man trotz stolzer Überlänge (die Gesamtlaufzeit beträgt immerhin zwei Stunden und 19 Minuten) so gut wie nie geboten. Die Schärfe ist gut und auch die Detailzeichnung ist ebenfalls gut gelungen. Lediglich in einer der letzten Szenen ist ein dunkelblauer Nachthimmel zu sehen, hier wird das Bild durch eine etwas stärkere Kompression etwas unruhig. Verschmutzungen hat der Film keine aufzuweisen, was bei dem recht jungen Master aber auch erwartet werden darf.

Ein gelungenes Bild, das nur durch den teilweise recht hohen Rauschfaktor und die damit verbundene stärkere Kompression etwas aus dem Rahmen fällt.

     
Wertung:
   (gut)
   
Tontest:

Obwohl es sich bei "Minority Report" definitiv um einen Titel der Oberliga handelt, ist der Film mit dem Einsatz von entsprechenden Surround-Effekten eher sparsam. Die Umsetzung darf man jedoch als vollen Erfolg bezeichnen. Denn geht es einmal richtig zur Sache, dann ist im heimischen Wohnzimmer dezent der Teufel los. Besonders die DTS Spur bringt hier systembedingt ein Quentchen mehr Druck. Nicht nur, dass die Atmo gut wiedergegeben wird, es findet sich auch zum Teil bemerkenswerte bidirektionale Effekte in der Mischung. Ein solider Tiefbass, der vom Subwoofer ordentlich umgesetzt wird, läßt bei der Schießerei in der Autofabrik keine Wünsche offen.

Besonders die Dynamik weiß zu gefallen. Denn trotz einer moderaten Durchschnittslautstärke bleiben immer noch genug Reserven, um mit gezielten Effekten den Zuschauer auf dem Sofa wachzurütteln. Tja, und einmal ist es Steven Spielberg tatsächlich gelungen, uns auch noch so richtig zu erschrecken...

   
 
Wertung:
  (gut - sehr gut)
       
Gesamtwertung:

"Minority Report" ist anstrengendes Science-Fiction Kino mit dem Hang zum Übernatürlichen. Janusz Kaminskis Kameratechnik entführt den Zuschauer in eine kalte und bizarre Welt, die irgendwie viel weniger lebenswert erscheint als unsere, obwohl es in der Zukunft dank "Precrime" keine Kriminalität mehr geben soll. Der philosophische Ansatz, den "Minority Report" mitbringt, dürfte sicherlich auch nach dem Anschauen der DVD für so manches Streitgespräch sorgen.

Die DVD hat Fox souverän umgesetzt, technisch gibt es wenig zu meckern und auch der Umfang des Doppel-DVD Sets ist ansprechend ausgefallen.

       
 
Wertung:
  (gut)
  

 
 
Der Standpunkt - das denken unsere Redakteure über diesen Film:

Christian Bartsch
 

 

Nach "A.I." legt Steven Spielberg seine nächste, ebenfalls düstere, Zukunftsvision vor.

Die kalte Farbgebung und der fast schon mörderische Kontrast sind eine Strapaze für die Augen und machen den Ausflug in die Welt ohne Verbrechen zu einem Erlebnis.

Inhaltlich hat der Film einen sehr interessanten philosophischen Ansatz zu bieten, der jedoch in der manchmal ein wenig überladenen Handlung etwas untergeht. Zeitweise entwickelt der Film auch so einige Längen, hier wünscht man sich, es würde etwas rasanter voran gehen.

Die Krönung des Films für mich war diesmal Peter Stormare, der noch eine Ecke fieser als in "8mm" und eine Spur verrückter als in "Armageddon" gespielt hat.

 

Wertung:

(gut)

 

David Hain
 

 

Minority Report bietet in vielerlei Hinsicht gute Ansätze. Visuell beeindruckend, eine beklemmende Story und mit klasse Ideen.
Jedoch rutscht der Film zu oft in Spielbergs zuckrige Kitschregionen ab, ist die extrem vorhersehbare Story zum Schluss ein echtes Ärgernis und auch die Spannung bleibt allzu oft auf der Strecke. Vor allem die extreme Überlänge macht einem schwer zu schaffen.
Für mich war Minority Report eher enttäuschend, da Spielberg seinem Anspruch einfach nicht gerecht wird.
Unterhalten wird man dennoch ganz gut.

 

Wertung:

(befriedigend)

 
 
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