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Der Stellvertreter

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Getestet von Stefan Paulmayer

  

        
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DVD-Daten:

Review Datum: 15.04.2003
Verleihfenster: 05.03.2003
Im Handel ab: 02.04.2003
   
Deutscher Titel: Der Stellvertreter
Originaltitel: Amen.
Land / Jahr: D/F/USA/Rumänien 2002
   
Regie:  Constantin Costa-Gavras
Darsteller:  Ulrich Tukur , Mathieu Kassowitz , Antje Schmidt , Sophie Parea , Friedrich von Thun , Lilly Tukur , Charles Brian , Günther Maria Halmer , Susanne Lothar , Sebastian Koch , Ion Caramitru , Marcel Iures , Hanns Zischler , Erich Hallhuber , Angus MacInnes , Bernd Fischerauer , Pierre Franckh , Richard Durden , Monica Bleibtreu , Justus von Dohnanyi
       
Bildformat: 1,85:1 Widescreen (anamorph)
Tonformat: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Deutsch (Dolby Digital 2.0 Surround), Englisch (Dolby Digital 2.0 Surround)
Untertitel: Deutsch
       
Menü: animiertes Menü
Booklet: Zettel mit Kapitelübersicht
Verpackung: Amaray Box (transparent)
Kapitel: 17
Laufzeit: 126 Minuten
TV Norm: PAL
FSK: freigegeben ab 12 Jahren
Regional Code: Code 2
Layerwechsel bei: 89:23
Disk Typ: DVD 9 / Dual Layer
Anbieter: Concorde Home Entertainment
     
Testequipment: Zusätzliches für den Test benutztes Equipment:

AV-Receiver: Pioneer VSX-D1011 (THX Select, Dolby Digital EX, DTS-ES)
HD-DVD-Player: Toshiba HD-EP10 (HDMI)
Blu-ray-Player: Samsung BD-P1000 (via HDMI) und Panasonic DMP-BD50 (via HDMI, PCM 5.1, 1080p24)
TV: Loewe Aventos 3981 ZW (100Hz, 16:9)
Beamer: Sanyo PLV-Z4 (kalibriert auf 6500K, Gamma 2.2)
Lautsprecher: Canton 4 x CT 220, 1 x CT 20 CM, 2 x Plus XL, AS25


unser Referenzequipment:

AV-Receiver: Marantz SR9300 (THX UltraII, Dolby Digital EX, DTS-ES)
DVD-Player: Pioneer DV-868AVi-S (Dolby Digital, DTS, DVD Video, DVD Audio, SACD) mit Chiptech.de Modifikation
Blu-ray-Player: Sony Playstation 3 (HDMI)
HD-DVD-Player: Toshiba HD-XE1 (HDMI)
TV: Panasonic TX-32PD50D (100 Hz, 16:9, progressiv via YUV)
Beamer: JVC DLA-HD1 und Dreamvision DreamBee (1080p24, D-ILA, HDMI über DVDO IScan VP50)
Lautsprecher: Monitor Audio Gold Reference Series 7.1 (2 x GR60, 1 x GR Center, 4 x GRfx, 1 x FB212)
Remoting: Philips Pronto SBC RU990

          
Inhalt:

Der gläubige Familienvater Kurt Gerstein (Ulrich Tukur) ist als Leiter der Desinfektionsabteilung beim Hygiene-Institut der Waffen SS für die Versorgung der Konzentrationslager mit dem Gas Zyklon B verantwortlich. Als er auf einer seiner Dienstreisen nach Polen in einem Lager Augenzeuge des Genozids wird, wird ihm klar, dass es nicht wie der Großteil der deutschen Bevölkerung wegsehen kann. In der Überzeugung, ein „Aufstand der Aufrechten“ könnte die Judenvernichtung stoppen – schon längst rattern Viehwaggons mit ihrer menschlichen Fracht unerbittlich gen Osten – kontaktiert er hochrangige Personen der evangelischen Kirche und Vertreter anderer Staaten, um die Welt aufmerksam zu machen.

Doch seine couragierten Versuche, die Gräuel der Nazis publik zu machen, stoßen auf eine Mauer der Ignoranz, auf Grund seiner SS-Mitgliedschaft werden seine Berichte nicht ernst genommen. Denn was für alle anderen unbegreiflich und unvereinbar scheint: Für Gerstein ist seine Funktion als Offizier der Waffen-SS eine Möglichkeit, als Teil des Mordapparates die unfassbaren Gräueltaten der Nazis zu bezeugen und darauf aufmerksam zu machen.

Gerstein beschließt, den Papst als höchste moralische Instanz über die Judenvernichtung durch die Deutschen zu informieren. Er findet Unterstützung beim Jesuitenpater Ricardo Fontana (Mathieu Kassovitz), der als Sohn eines hochrangigen und einflussreichen Laien im Vatikan eine Audienz bei Papst Pius XII. (Marcel Iures) zu arrangieren versucht. Zwar lässt Fontana nichts unversucht, doch der Papst weigert sich, den Massenmord vor der Weltöffentlichkeit anzusprechen. Denn der Vatikan verfolgt seine eigenen Ziele, darüber hinaus fühlt er sich trotz des Gebots der Nächstenliebe nicht für die Juden Europas zuständig. Selbst als die jüdische Bevölkerung Roms vor den Augen Pius XII. deportiert werden, greift der Papst nicht ein.

Als letzte Konsequenz heftet sich Fontana den Judenstern an die Soutane und findet im Konzentrationslager den Tod. Gerstein stellt sich zum Ende des Krieges den Franzosen und verfasst einen detaillierten Bericht der Verbrechen in Treblinka und Belzec. Er wird der Verbrechen gegen die Menschlichkeit, des Mordes und der Beihilfe zum Mord angeklagt und erhängt sich schließlich in seiner Gefängniszelle. Einem weiteren hochrangigen Mitglied der Waffen-SS, mit dem Gerstein zusammenarbeitete, gelingt es mit Hilfe eines Kirchenvertreters, nach Südamerika zu fliehen und so dem Prozess durch die Alliierten zu entgehen.

Basierend auf einer wahren Begebenheit - Ein umstrittenes Kapitel Kirchengeschichte.

    
DVD-Review:
       
Besonderheiten:

Quantitativ hat die DVD nicht sehr viel zu bieten. Gerade einmal zwei Dokumentationen und ein wenig "Kleinzeugs" (Trailer, Biografien, Filmografien, Fotogalerie) haben ihren Weg auf die DVD gefunden. Doch inhaltlich können beide Dokus überzeugen. Die mit knapp 60 Minuten sehr ausführlich geratene Dokumentation "Pius der XII, der Papst, die Juden und die Nazis" beschäftigt sich sehr genau mit dem historischen Hintergrund des Filmes und beleuchtet die Machenschaften der heiligen katholischen Kirche zur Zeit des dritten Reiches. Die knapp 17-minütige Featurette "Von Kurt Gerstein zu Ulrich Tukur" hat die Figur des Kurt Gerstein zum Thema. Ulrich Tukur führt uns (auf Englisch mit deutschen Untertiteln) in die Welt des Kurt Gerstein ein und zeigt auch seine Vorbereitungen auf die Rolle.

   
 
Wertung:  
     (befriedigend - gut)
     
Gestaltung:

Bei "Der Stellvertreter" präsentiert Concorde eine sehr ansprechende Menügestaltung. Sogar die Kapitelanwahl wurde animiert und das ganze Menü wurde überdies mit Ton unterlegt. Die Gestaltung wirkt sehr passend und dem eher düsteren Thema angemessen. Nichtsdestotrotz kann das Menü gefallen...

     
 
Wertung:
  (gut)
     
Bildtest:

Einen erstaunlich guten Eindruck hinterlässt die Bildqualität. War man von Cncorde in letzter Zeit eher mäßige Transfers gewohnt, so kann "Der Stellvertreter" mit einer insgesamt guten bis sehr guten Bildqualität punkten. Die Schärfe verdient keine andere Note als "Gut bis Sehr gut" und lässt selbst feine Details nicht aus. Die natürliche und zugleich kräftige Farbwiedergabe sorgt zusammen mit der fast absoluten Rauschfreiheit für ein sehr klares Bild. Auch der Kontrast lässt kaum Raum für Kritik und kann als gut bis sehr gut bezeichnet werden. Analoge Defekte wie Verschmutzungen des Filmmaterials sind natürlich ebenfalls nicht vorhanden.

     
Wertung:
   (gut - sehr gut)
   
Tontest:

Eher ruhige Filme konzentrieren sich tonmäßig auf die räumliche Wiedergabe von Umgebungsgeräuschen und lassen richtige Surroundeffekte naturgemäß vermissen. "Der Stellvertreter" bildet hier keine Ausnahme. Brachialen 5.1-Sound gepaart mit heftiger Ausnutzung der Surroundkanäle hat der Film nicht zu bieten. Dafür aber eine ruhige, ja fast besinnliche Tonkulisse, die es versteht, durch gut platzierte Umgebungsgeräusche - auch und vor allem auf den hinteren Kanälen - räumlichen Ton entstehen zu lassen.

   
 
Wertung:
  (gut)
       
Gesamtwertung:

Mit "Der Stellvertreter" präsentiert "Concorde Home Entertainment" wieder eine bessere DVD. Bild und Ton sind sehr zufriedenstellend gelungen und auch die Extraausstattung ist angemessen und von inhaltlich guter Qualität.
Bleibt zu hoffen, dass Concorde in Zukunft weitere DVDs dieser Qualität veröffentlichen und damit an alte Zeiten anknüpfen wird. Zu lange schon bekam man von diesem Label nur mittelmäßige DVD-Kost serviert...

       
 
Wertung:
  (gut)
  

 
 
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