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Tron - Deluxe Edition

  

Getestet von Christian Bartsch

  

        
Weitere Informationen zur Disc:
 

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DVD-Daten:

Review Datum: 30.08.2002
Verleihfenster: nein
Im Handel ab: 28.08.2002
   
Deutscher Titel: Tron
Originaltitel: Tron
Land / Jahr: USA 1982
   
Regie:  Steven Lisberger
Darsteller:  Jeff Bridges , Bruce Boxleitner , David Warner , Cindy Morgan , Barnard Hughes
       
Bildformat: 2,20:1 Widescreen (anamorph)
Tonformat: Deutsch, Englisch und Spanisch Dolby Digital 5.1, Kommentar Dolby Digital 2.0 stereo
Untertitel: Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch
       
Menü: animiertes Menü
Booklet: Einleger mit Kapitelindex
Verpackung: Amaray Box (mit doppeltem DVD Einleger)
Kapitel: 19
Laufzeit: 92 Minuten
TV Norm: PAL
FSK: freigegeben ab 12 Jahren
Regional Code: Code 2
Disk Typ: DVD 9 / Dual Layer (2x)
Anbieter: Buena Vista Home Entertainment
     
Testequipment: Für den Test genutztes Equipment:

AV-Receiver: Marantz SR9300 (THX UltraII, Dolby Digital EX, DTS-ES)
DVD-Player: Pioneer DV-868AVi-S (Dolby Digital, DTS, DVD Video, DVD Audio, SACD) mit Chiptech.de Modifikation
Blu-ray-Player: Sony Playstation 3 (HDMI)
HD-DVD-Player: Toshiba HD-XE1 (HDMI)
TV: Panasonic TX-32PD50D (100 Hz, 16:9, progressiv via YUV)
Beamer: JVC DLA-HD1 und Dreamvision DreamBee (1080p24, D-ILA, HDMI über DVDO IScan VP50)
Lautsprecher: Monitor Audio Gold Reference Series 7.1 (2 x GR60, 1 x GR Center, 4 x GRfx, 1 x FB212)
Remoting: Philips Pronto SBC RU990

          
Inhalt:

Der Programmierer Flynn bricht bei seinem ehemaligen Arbeitgeber ein um eine gestohlene Software zurückzubekommen. Leider hat Flynn die Rechnung ohne das Master-Kontroll-Programm gemacht. Durch eine Art Strahlenkanone wird Flynn in der realen Welt aufgelöst und muss jetzt im Computer gegen seine eigenen Spiele bestehen...

    
DVD-Review:
       
Besonderheiten:

Nachdem "Tron" so sehnsüchtig erwartet wurde und zunächst nur als nackte Film-only Version erscheinen sollte, hat sich Buena Vista doch weichklopfen lassen und spendiert uns eine 1:1 Umsetzung der US-Scheibe.

Auf der ersten Disc befindet sich eine Überraschung. Nicht auf dem Cover angekündigt hat er sich doch klammheimlich eingeschlichen, der Audio-Kommentar mit Regisseur und Crew!

Die restlichen Extras sind dementsprechend auf der zweiten Scheibe untergebracht. Dabei dreht sich alles um den Film und die Crew. So erfährt man einige persönliche Infos über Regisseur Steven Lisberger und sein Studio. Dazu kommen verschiedene Stadien aus der Entwicklung von Tron, inklusive eines 30-sekündigen Testfilmchens für Disney und Einblicke in die komplizierte Maskentechnik, die für die Hintergrundbelichtung eingesetzt wurde.

Insgesamt wird viel geredet, aber es gibt auch rares Bildmaterial aus den 70ern zu sehen, das wirklich sehr beeindruckend ist. Dazu gesellen sich ebenfalls noch deleted Scenes, die jeweils von Bruce Boxleitner angekündigt werden. "Tron" ist somit nicht nur ein Meilenstein in der Geschichte der Computergrafik sondern auch ein Archiv von interessanten Sachen rund um das Thema 3D & Film mit Fokus auf den frühen 80ern. Die Qualität der Szene ist durchweg gut, obwohl es sich großteils um Videoaufnahmen aus den 80ern handelt.

Leider fehlt bei der deutschen Ausgabe das "THX" Siegel für geprüfte Qualität - mehr als das Logo sollte man aber nicht vermissen.

Damit hat es Buena Vista geschafft, eine wirkliche 100%ige Umsetzung der amerikanischen Scheibe zu produzieren.

   
 
Wertung:  
     (gut - sehr gut)
     
Gestaltung:

Alle Menüs der DVD sind an die grafische Gestaltung von Tron angelehnt. Als besonders schwierig dürfte sich hierbei die Tatsache herausgestellt haben, dass es gar nicht so einfach ist, mit heutiger 3D Technik solch "einfache" Objekte zu erstellen und den gleichen Look zu erreichen. Schön ist auch, dass beim Auswählen der Extras meistens jeweils ein kurzer Info-Screen eingeblendet wird, der noch einmal erklärt, was man gleich zu sehen bekommt.

     
 
Wertung:
  (sehr gut)
     
Bildtest:

Das Bild liegt anamorph vor. Dabei wurde das Originalformat von 2,20:1 beibehalten, selbst Besitzer von 16:9 Bildschirmen müssen also mit kleinen schwarzen Balken leben. Was Buena Vista hier aus dem 20 Jahre alten und effektbeladenen Material herausgeholt hat, ist erstaunlich. Man fragt sich fast, wie um alles in der Welt denn die erste Scheibe erscheinen konnte, die eben all das nicht zu bieten hatte. Gänzlich außen vor ist die Farbwertung, bei der man nicht so recht weiß, mit welchem Maß denn gemessen werden soll. Sind die Szenen in der realen Welt noch recht "normal" geht es innerhalb des Computers doch recht "schräg" zu. Leuchtende Neonfarben überstrahlen und geben Tron den Charme, den dieser Film auch über 20 Jahre später noch ausübt.

Die eigentliche Körnung des Materials hält sich in Grenzen, obgleich man immer das Gefühl hat, dass das Bild irgendwie "bröckelig" ist. Ganz so, als hätte jemand Sand auf die Leinwand gepackt, der langsam hin und her wabert. In einigen Szenen wird das Rauschen stärker und man muss sich schon anstrengen, dies dann ebenfalls noch gut zu finden.

Davon abgesehen macht die Kompression einen guten Eindruck. Leider gibt es bisweilen Helligkeitsschwankungen, die wohl auf der komplizierten Belichtungstechnik beruhen. Es stellt sich die Frage, ob man diese "Entgleisung" nicht hätte korrigieren können. Dennoch: besser werden wir "Tron" wohl in naher Zukunft nicht zu Gesicht bekommen. Nett: Buena Vista hat anscheinend nachgebessert, und sogar das defekte Frame repariert, das bei der amerikanischen Ausgabe in der I/O Tower Sequenz zu finden war.

     
Wertung:
   (befriedigend - gut)
   
Tontest:

Ja, was haben wir uns schon diebisch gefreut... endlich auch eine deutsche 5.1 Tonspur. Doch den Zahn sollte sich jeder Fan möglichst schnell ziehen lassen. Fast könnte man wieder versucht sein zu sagen: natürlich kann das nix werden... und es ist auch wieder nix geworden.

Dabei darf man jetzt aber nicht Buena Vista allein die Schuld geben. Niemand konnte anno 1982 wissen, dass es mal Dolby Digital und mehr als zwei getrennte Kanäle für das heimische Wohnzimmer geben würde. So wurden viele Mischungen fertig gemischt und die einzelnen Stems (Tonbandstreifen, aus denen so ein Filmton gemischt wird) anscheinend hinterher vernichtet.

Anders kann man es sich nämlich nicht erklären, dass der englische Ton in bestimmten altersbedingten Grenzen schon recht eindrucksvoll klingt und die deutsche Fassung nur eine müde Kopie davon ist.

Anscheinend wurden Teile der englischen Mischung benutzt und mit dem deutschen Mix zusammengeführt, was vor allem daran hörbar ist, dass die deutsche Fassung einen hörbaren Hallanteil auf dem Center Lautsprecher besitzt, der ja nun eindeutig auf die anderen Boxen verteilt gehört.

Verglichen mit der englischen Variante klingt die deutsche Fassung harmlos und seiner Kräfte beraubt, aber hier muss man wohl einfach Abstriche machen und akzeptieren, dass ein Tontechniker eben nicht mehr tun kann, als das was da ist möglichst fein zu verteilen.

   
 
Wertung:
  (ausreichend - befriedigend)
       
Gesamtwertung:

"Tron" hat es verdient, in dieser Form wieder veröffentlicht zu werden. Vergleicht man den Titel mit aktuellen Produktionen, so kann man sich das ein oder andere Lächeln nicht verkneifen. Es ist schön zu sehen, dass es eben Zeiten gab, in denen die Computergrafik nur ein Instrument, ein Effekt an sich war, der eingesetzt wurde, um eine Geschichte zu erzählen. Während man heute bisweilen das Gefühl bekommt, dass eben manche Filme nur ersonnen wurden, um kiloweise Effekte unterzubringen, geht Tron in die komplett andere Richtung. Leben im Computer - fast ohne Computer. Böse Zungen werfen natürlich auch "Tron" vor, er wäre nur der Effekte wegen entstanden. Vielleicht gibt es einfach die Möglichkeit, sich hier in der Mitte zu treffen und anzuerkennen, dass "Tron" sowohl eine nette Story, wie bahnbrechende Effekte besitzt.

Dabei wurde der Film allein durch teilweise sorgsam berechnete Grafiken erzeugt, die aber immer mit konventioneller Tricktechnik mit realen Schauspielern verbunden wurden. "Tron" wirkt heute fast niedlich, harmlos und unbedarft. Dafür bekommt man aber einen echten Klassiker, der wirklich sehenswert ist. Buena Vista hat alles mögliche getan, die deutsche Veröffentlichung an der amerikanischen Vorlage zu orentieren und dieses Vorhaben auch so gut es ging in die Praxis umgesetzt. Der deutsche Ton dürfte das technisch Beste sein, was ohne aufwändige Restauration aus dem Material herauszuholen ist.

       
 
Wertung:
  (gut)
  

 
 
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