Newsletter   RSS-Newsfeed   Wap, I-Mode & PDA   Gewinnspiel  Impressum  Werbung  Online Hilfe  113 Leser online

 
     

15 Minutes

  

Getestet von Stefan Paulmayer

  

        
Weitere Informationen zur Disc:
 

Review drucken
OFDb
IMDB
Link zur Review
 
 

 

DVD-Daten:

Review Datum: 24.08.2001
Verleihfenster: nein
Im Handel ab: August 2001
   
Deutscher Titel: 15 Minuten
Originaltitel: 15 Minutes
Land / Jahr: USA 2001
   
Regie:  John Herzfeld
Darsteller:  Robert De Niro , Edward Burns , Klesey Grammer , Avery Brooks
       
Bildformat: 2,35:1 Widescreen (anamorph)
Tonformat: Englisch DD 5.1
Englisch DD 2.0
Kommentar DD 2.0
Untertitel: Infinifilm-UT
       
Menü: animiertes Menü
Booklet: keins
Verpackung: Amaray Box
Kapitel: 21
Laufzeit: 120 Minuten
TV Norm: PAL
FSK: keine FSK Freigabe, sondern R
Regional Code: Code 1
Disk Typ: DVD 9 / Dual Layer
Anbieter: New Line Home Entertainment
     
Testequipment: Zusätzliches für den Test benutztes Equipment:

AV-Receiver: Pioneer VSX-D1011 (THX Select, Dolby Digital EX, DTS-ES)
HD-DVD-Player: Toshiba HD-EP10 (HDMI)
Blu-ray-Player: Samsung BD-P1000 (via HDMI) und Panasonic DMP-BD50 (via HDMI, PCM 5.1, 1080p24)
TV: Loewe Aventos 3981 ZW (100Hz, 16:9)
Beamer: Sanyo PLV-Z4 (kalibriert auf 6500K, Gamma 2.2)
Lautsprecher: Canton 4 x CT 220, 1 x CT 20 CM, 2 x Plus XL, AS25


unser Referenzequipment:

AV-Receiver: Marantz SR9300 (THX UltraII, Dolby Digital EX, DTS-ES)
DVD-Player: Pioneer DV-868AVi-S (Dolby Digital, DTS, DVD Video, DVD Audio, SACD) mit Chiptech.de Modifikation
Blu-ray-Player: Sony Playstation 3 (HDMI)
HD-DVD-Player: Toshiba HD-XE1 (HDMI)
TV: Panasonic TX-32PD50D (100 Hz, 16:9, progressiv via YUV)
Beamer: JVC DLA-HD1 und Dreamvision DreamBee (1080p24, D-ILA, HDMI über DVDO IScan VP50)
Lautsprecher: Monitor Audio Gold Reference Series 7.1 (2 x GR60, 1 x GR Center, 4 x GRfx, 1 x FB212)
Remoting: Philips Pronto SBC RU990

          
Inhalt:

„Jeder Mensch kann für 15 Minuten ein Star sein“ – nirgends passt dieses Zitat von Andy Warhol besser als in der heutigen Mediengesellschaft. Besonders in den USA, neuerdings aber auch in Deutschland, kann man durch einen Auftritt in einer der so genannten „Talkshows“ zum Star werden. Je peinlicher der Auftritt, desto größer der – kurzweilige – Starstatus.
Auch im Nachrichtenbereich wird das Geschäft immer härter. Leute laufen Amok und werden dabei von einem TV-Hubschruber gefilmt. Sogar Exekutionen würden übertragen werden, wäre das Gesetz nicht so restriktiv.

Je härter die „News“, desto besser die Quoten. Nach diesem Prinzip arbeitet auch Robert Hawkings (Kelsey Grammer), Star-Anchor Man der Magazin-Sendung „Top Story“. Unterstützt bei der Suche nach neuesten und aufregendsten Nachrichten wird er vom Star-Cop Eddie Flemming (Robert De Niro). Dieser weiß sich die Medien für seine Zwecke zum Nutzen zu machen und ganz nebenbei auch den einen oder anderen Dollar nebenbei einzustecken.
Doch aus diesem lockeren Spiel wird bitterer Ernst als zwei osteuropäische Kleinkriminelle merken, dass sie ohne Arbeit in Amerika nicht überleben werden und dass man als „medienbewusster“ Krimineller berühmt werden kann. Ausgestattet mit einer gestohlenen Kamera machen sie sich auf, Leute zu ermorden – den Höhepunkt liefert schließlich die Ermordung Eddie Flemmings, die den beiden 1 Mio.$ von Robert Hawkings für die exklusiven Ausstrahlungsrechte einbringt...

    
DVD-Review:
       
Besonderheiten:

Das Bonusmaterial ist nicht reichhaltig, dafür aber exquisit. Den Anfang macht die 15-minütige Dokumentation „15 Minutes Of TrueTabloid Stars“, in der bekannte amerikanische Fernsehgrößen wie Jerry Springer analysieren, inwieweit das Geschehene in „15 Minutes“ der Realität entspricht und ob es wirklich passieren könnte.
„Does Crime Pay“ – in dieser 21-minütigen Diskussionsrunde beschäftigen sich hochkarätige Diskutanten (Anwälte, Journalisten, usw) mit der Frage, ob sich in einem Justiz- und Mediensystem wie dem amerikanischen Verbrechen vielleicht sogar lohnen. Dabei wird auch näher auf bekannte Fälle eingegangen, die Aufsehen erregt haben, weil „Anti-Helden“ letztendlich finanziell profitiert haben (wie zum Beispiel jener Mann, der mit der Kinderprostituierten Amy Fisher geschlafen hat – und damit im Grunde ein Verbrecher ist – und sie auch noch für 500.000 $ an die Medien verkauft hat).
Genannte Features figurieren bei „Infinfilm“-DVDs unter dem Punkt „Beyond the Movie features“. Auf deren Funktion in Zusammenhang mit der „Infinifilm“-Funktion wird später noch genauer eingegangen werden.
Unter „All-Access Pass features“ findet man dann Deleted Scenes mit optionalem Kommentar des Regisseurs, den Kinotrailer und das Musikvideo “Fame”. Die Deletes Scenes liegen anamorph abgetastet und in DD 2.0 vor. Weiters gibt es 2 „Snuffsequenzen“, „Oleg’s Videos“ genannt, die 2 Tötungsszenen in voller Länge aus der Sicht von Olegs Kamera zeigen.
Nicht zu vergessen natürlich den Audiokommentar mit Regisseur John Herzfeld.
Für Besitzer eines DVD-Rom Laufwerkes hat man schleißlich auch noch einen ordentlichen DVD-Rom Bereich auf die DVD gepresst, der einem zum Beispiel das simultane Schauen von Film und dazugehöriger Drehbuchstelle ermöglicht.
Summa summarum ist das Bonusmaterial von der Länge her nicht ungewöhnlich, die Auswahl und die Aufbereitung können diesen Mangel aber ausgleichen.
Zum Abschluss noch ein paar Worte zur bereits erwähnten „Infinifilm“-Funktion: diese Funktion ermöglicht es, bereits während der Filmwiedergabe auf das Bonusmaterial zuzugreifen. Hierfür wurden die beiden oben genannten Dokumentationen in viele Kapitel aufgeteilt, die von der „Infinifilm“-Funktion angesteuert werden können. In der Praxis sieht das so aus: etwa zu Beginn eines jeden Kapitel taucht bei eingeschalteter „Infinifilm“-Funktion ein Untertitel auf, der einem die Auswahl zwischen 1 oder 2 ansteuerbaren Punkten offenbart – so kann man sich zum Beispiel die jeweilige gelöschte Szene an der Stelle einfügen lassen, an der sie ursprünglich geplant war. Oder man kann sich jeweils kleine Schnipsel der beiden Dokumentationen an geeigneten Stellen einblenden lassen. Technisch stellt diese Funktion eine Weiterentwicklung der bereits aus „Matrix“ bekannten Technik dar, UT-Spuren für interaktive Features zu verwenden.

   
 
Wertung:  
     (gut)
     
Gestaltung:

Entgegen der ersten „Infinifilm“-DVD bietet „15 Minutes“ ein ausgezeichnetes Menü (dass von „Thirteen Days“ wirkt recht langweilig). Eine kurze animierte Einleitung führt einen in das herrlich animierte Hauptmenü. Das Menü ist im Stil eines Nachrichtenkanals aufgebaut, was hervorragend zum Sujet dieses Filmes passt. Weiter geht es von dort in die Untermenüs, die ebenfalls animiert sind – so etwas findet man nicht oft.

     
 
Wertung:
  (sehr gut)
     
Bildtest:

Das Bild ist fast makellos. Die Farben sind leuchtend und äußerst kräftig, die Bildschärfe ist einfach exzellent und auch der Kontrast kann vollends überzeugen. Zu den dunklen Szenen: es gibt in diesem Film einige Szene, die zu Nachtzeiten spielen und auch diese Szenen sind ausgezeichnet gelungen. Keine Details verschwimmen, das Bild bleibt weiterhin genauso scharf, wie man es von den Tagesaufnahmen gewohnt ist.
Nur an 1-2 Stellen macht sich Flächenrauschen bemerkbar, ansonsten ist das Bild so gut wie rauschfrei.
Die Kompression ist im Großen und Ganzen ebenfalls in Ordnung, nur an einigen Stellen sind wenig ausgeprägte Treppchenmuster erkennbar. Das liegt daran, dass für Bild und Ton nur 4,8 Mbit/ sek zur Verfügung stehen, was den Spielraum für eine wirklich fehlerfreie Kompression deutlich einengt. Auch sind bei schnellen Bewegungen Nachzieheffekte vorhanden, sodass als Gesamtnote nur ein „Gut bis Sehr Gut“ drin ist.

     
Wertung:
   (gut - sehr gut)
   
Tontest:

„15 Minutes“ ist gewiss kein Actionreißer vom Format eines „True Lies“. Trotzdem steht der Soundtrack dem vieler Action-DVDs in Nichts nach. Die Surroundkulisse weiß eine unheimlich packende Atmosphäre aufzubauen, die dem mitreißenden Thema des Filmes mehr als gerecht wird. Die Sprachverständlich ist ausgezeichnet, was auch wichtig ist, wenn einem keine englischen Untertitel zur Verfügung stehen.

   
 
Wertung:
  (sehr gut)
       
Gesamtwertung:

Diese DVD steht ganz klar auf der Gewinnerseite. Ein hervorragender Ton, ein gutes Bild und in der Qualität gut ausgesuchte Extras. Ob man die „Infinifilm“-Funktion nun nützt oder nicht, bleibt jedem selbst überlassen. Mir gefällt sie insofern als dass man sich damit die „Deleted Scenes“ in den Film einblenden kann und sich somit quasi seinen eigenen Rohschnitt machen kann.

       
 
Wertung:
  (gut - sehr gut)
  

 
 
Verwandte oder ähnliche Titel:  (Wie funktioniert das?)
 

15 Minutes - Der Tod kommt live...

(RC 2 )
 
 
Filmkritiken der Leser:
 

 
Filmkritik schreiben

 


© 2015
Digital-Movie.de