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Schindlers Liste

  

Getestet von Christian Bartsch, Stefan Paulmayer

  

        
Weitere Informationen zur Disc:
 

 
 


 

DVD-Daten:

Review Datum: 06.04.2004
Verleihfenster: nein
Im Handel ab: 02.04.2004
   
Deutscher Titel: Schindlers Liste
Originaltitel: Schindler´s List
Land / Jahr: USA 1993
Genre: Drama
   
Regie:  Steven Spielberg
Darsteller:  Liam Neeson , Ben Kingsley , Ralph Fiennes , Caroline Goodall , Jonathan Sagall , Embeth Davidtz , Malgoscha Gebel , Shmulik Levy , Mark Ivanir , Béatrice Macola , Andrzej Seweryn , Friedrich von Thun , Krzysztof Luft , Harry Nehring , Norbert Weisser
       
Bildformat: 1,85:1 Widescreen (anamorph)
Tonformat: Deutsch (DTS 5.1), Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch, Englisch
       
Menü: animiertes Menü
Booklet: 4-seitig
Verpackung: DigiPak
Kapitel: 40
Laufzeit: 187 Minuten
TV Norm: PAL
FSK: freigegeben ab 12 Jahren
Regional Code: Code 2
Disk Typ: DVD 9 / Dual Layer (2x)
Anbieter: Universal Pictures Home Entertainment
     
Testequipment: unser Referenzequipment:

AV-Receiver: Marantz SR9300 (THX UltraII, Dolby Digital EX, DTS-ES)
DVD-Player: Pioneer DV-868AVi-S (Dolby Digital, DTS, DVD Video, DVD Audio, SACD) mit Chiptech.de Modifikation
Blu-ray-Player: Sony Playstation 3 (HDMI)
HD-DVD-Player: Toshiba HD-XE1 (HDMI)
TV: Panasonic TX-32PD50D (100 Hz, 16:9, progressiv via YUV)
Beamer: JVC DLA-HD1 und Dreamvision DreamBee (1080p24, D-ILA, HDMI über DVDO IScan VP50)
Lautsprecher: Monitor Audio Gold Reference Series 7.1 (2 x GR60, 1 x GR Center, 4 x GRfx, 1 x FB212)
Remoting: Philips Pronto SBC RU990

          
Inhalt:

Der deutsche Industrielle Oskar Schindler zieht in den Wirren des Zweiten Weltkriegs nach Krakau, um dort das große Geschäft zu machen. Ins Ghetto deportierte Juden dienen ihm und seiner immer größer werdenden Emailfabrik als billige Arbeitssklaven, die seinen Gewinn erhöhen und ihm ein Leben in höchstem Luxus bescheren.

Anfangs bedeuten Schindler seine Arbeiter wenig, und er kümmert sich um deren persönliches Schicksal wenig. Doch spätestens mit der brutalen Räumung des Warschauer Ghettos muss Schindler erkennen, mit welchen Methoden die Nazis arbeiten. Gefangen zwischen Ekel und Abscheu vor den Nazis auf der einen und Gewinnstreben auf der anderen Seite, wandelt sich Oskar Schindler und beschließt, mit seinem Vermögen tausende Juden aus der Herrschaft der Nazis freizukaufen - unter dem Vorwand, sie als Arbeitssklaven in neuen Fabriken einzusetzen...

    
DVD-Review:
       
Besonderheiten:

Das vorhandene Bonusmaterial ist zwar inhaltlich gut, für einen Film von der Größe eines "Schindlers Liste" ist der Umfang jedoch enttäuschend. Vor allem auch deshalb, weil es zum Film selbst überhaupt keine Extras gibt, sieht man einmal von den Texttafel-Biografien von Cast & Crew ab. Damit wird die DVD den an sie gestellten Erwartungen in keinster Weise gerecht.

- Die Stimmen der Liste: Nach einer kurzen Einleitung durch Steven Spielberg bekommt man auf knapp 77 Minuten Lauflänge Interviews mit Menschen zu sehen, die allesamt mit Oskar Schindler in Verbindung stehen, also durch ihn den Holocaust überleben konnten. Neben Erinnerungen an den Menschen Oskar Schindler geben die "Schindler Juden" auch einen guten, einprägsamen und schockierenden Blick auf bzw. Einblick in die Zustände, in denen die Juden im Polen des Zweiten Weltkriegs leben mussten.
- Die Geschichte der Shoah Foundation mit Steven Spielberg: Diese knapp zwölfminütige Featurette hat die von Steven Spielberg ins Leben gerufene Shoah Foundation zum Thema, die die Erinnerungen von Holocaust-Überlebenden der Nachwelt erhalten will. In dieser Kurz-Doku gibt es neben Interview-Clips mit Steven Spielberg auch Berichte über die Arbeit der Shoah Foundation und Interviews mit Shoah-Mitgliedern.

Das Bonusmaterial liegt in englischer Sprache mit deutschen Untertiteln vor.

   
 
Wertung:  
     (ausreichend - befriedigend)
     
Gestaltung:

Bei jedem anderen Film wäre das an sich spartanische Menü Grund zur Beanstandung - bei "Schindlers Liste" ist es jedoch einfach nur passend und dem Film angemessen. Lediglich das Hauptmenü wurde animiert. Im Hintergrund sind zwei brennende Kerzen zu sehen, die auch das einzige animierte Element des Menüs darstellen. Daneben wurden in eleganter Schrift die Auswahlbuttons für Sprachwahl, das Kapitelmenü sowie das Bonus-Menü gelegt. Unterlegt wurde das Menü mit der bereits im Film vorkommenden traurigen Violin-Melodie.

Auch die Verpackung übt sich in schlichter Eleganz. Die feste, aufklappbare Kartonhülle in Buchform wirkt sehr edel, wenngleich auch hier - wie im Menü - keine aufwändigen Verzierungen oder Ähnliches zu finden sind. Leider lässt sich das innere DigiPak ohne das Aufklappen der Front nur unter großer Mühe entfernen. Hier muss also jedes Mal der Klettverschluss bemüht werden.

     
 
Wertung:
  (gut - sehr gut)
     
Bildtest:

Aufgrund der Lauflänge von 187 Minuten und der großen Auswahl an Tonspuren (Dolby Digital in doppelter Ausführung plus DTS) ist es natürlich interessant zu erfahren, wie das Bild abzuschneiden vermag. Universal hat den Film auf beide DVDs aufgeteilt. Die Datenraten für Bild und Ton betragen zusammen rund 8 MBit pro Sekunde. Damit bleibt auch nach Abzug der drei 5.1-Tonspuren noch genügend Platz für das Bild. Dass der Transfer insgesamt nicht einwandfrei ist, liegt nicht an der Datenrate.

Es gibt mehrere Kritikpunkte am Transfer, die insgesamt zur nicht ganz zufriedenstellenden Note "Befriedigend" führen. Wobei jedoch zu beachten ist, dass der Transfer so wie er vorliegt wahrscheinlich oder sogar mit Sicherheit den Vorstellungen von Steven Spielberg entspricht. Die im Folgenden aufgezählten Punkte sind daher mit größter Wahrscheinlichkeit als Stilmittel anzusehen, die dem Film einen bestimmten Look geben sollen. Dass Janusz Kaminski Chefkameramann und damit auch verantwortlich für das Aussehen des Filmes war, untermauert diese These. Schaut man sich seine und Spielbergs andere gemeinsame Werke an, so stößt man immer wieder auf die gleichen Stilmittel, ob nun bei "Minority Report", "A.I.", "Der Soldat James Ryan" oder "Catch Me If You Can".

So "leidet" auch "Schindlers Liste" an teils stark ausgeprägtem Hintergrundrauschen. Stellenweise tritt es nur als etwas feinere Grobkörnigkeit in Erscheinung, andere Szenen sind wiederum verrauscht wie ein altes VHS-Tape.

Auch den harten Kontrast mit überstrahlenden hellen Flächen findet man hier wieder. Dieser führt dazu, dass das Bild insgesamt einen recht dunklen Look erhält. Gemeinsam mit dem schon erwähnten Rauschen wirkt das Bild teilweise auch "schmutzig", "dreckig" oder wie man es sonst nennen will. Über die Farbwiedergabe gibt es nur wenig zu sagen, da der Film die meiste Zeit über in Schwarzweiß läuft. Die wenigen farbigen Stellen werden jedoch gut und mit warmen Farbtönen wiedergegeben. Der Schwarzwert wirkt nicht immer perfekt und wandert schon einmal ins Gräuliche statt Schwarze. Auch wirkt das Bild szenenweise (leicht) milchig.

Das Schärfeverhalten der DVD liegt auf gutem Niveau. Besonders in Nahaufnahmen hat das Bild eine ausgeprägte Detailzeichnung zu bieten, wenngleich es stellenweise wiederum auch des Öfteren weich und etwas detailarm wirkt.

Aufgrund der durchaus hohen Bilddatenrate gibt es von Seiten der Kompression wenig Probleme. Auch Defekte wie Drop Outs oder Ähnliches sind nicht festzustellen. Aufgefallen ist uns jedoch an einigen wenigen Stellen ein vertikaler Streifen im Bild, der jedoch jeweils nach wenigen Sekunden wieder verschwindet. Hier handelt es sich um Beschädigungen auf dem Ausgangsmaterial, die man digital sicherlich hätte beseitigen können.

     
Wertung:
   (befriedigend - gut)
   
Tontest:

Für die Art von Film, die "Schindlers Liste" ist, hat die DVD einen sehr ansprechenden und gut abgemischten Soundtrack zu bieten. Die Rückkanäle werden gut ins Geschehen eingebunden, was vor allem über die Wiedergabe von Umgebungsgeräuschen geschieht. Leider gilt dies nur für die englische Tonspur, die eine dem Genre angemessene Mischung repräsentiert. Der deutsche Ton wirkt zu flach, stellenweise auch einfach ein wenig schwachbrüstig im Vergleich zur Originalspur. Vereinzelt hat der Ton auch "Surroundeffekte" zu bieten, die hier freilich auf von hinten einfahrende Fahrzeuge ins Bild oder Ähnliches beschränkt sind. Hierbei darf man allerdings nicht die Qualität von aktuellen EX-Fassungen erwarten, vielmehr klingt "Schindlers Liste" nur nach Surround. Nur die Musik schafft eine dezente Atmosphäre, ohne jedoch richtig im Raum aufzugehen.

Die Wahlmöglichkeit besteht wieder einmal zwischen Dolby Digital 5.1 und DTS. Welchen Track man auch wählt - das oben Geschriebene trifft auf beide Spuren geichermaßen zu. Zwar ist der direkte Vergleich nicht möglich (siehe den nächsten Absatz), aber nach aufeinander folgendem Probehören einiger Szenen kommen wir zum Schluss, dass so gut wie kein Unterschied hörbar ist. Dazu bietet das Ausgangsmaterial allerdings auch nicht genug Qualität, denn die deutsche Abmischung ist der englischen Spur ja schon von Haus aus unterlegen. Man hätte sich also die DTS-Spur ohne klangliche Qualitätseinbußen sparen können.

Absolut ärgerlich sind die jedoch die von Universal verwendeten User Prohibtions, die das Wechseln der Tonspuren während der Filmwiedergabe unterbinden. Damit aber nicht genug, muss man jedesmal, wenn man DTS wählt, diese Wahl nochmals bestätigen, worauf dann jedesmal von neuem der DTS-Trailer abgespielt wird. Der Film startet dann jeweils natürlich von neuem, wodurch ein Wechsel von Dolby auf DTS praktisch nicht möglich ist - außer man macht es bei einem Kapitelanfang. Offenbar war man zu faul, ein wenig mehr zu scripten. Denn der einzige Grund für die Prohibitions sind in unseren Augen die Untertitel, die in bestimmten Szenen das Geschehen kommentieren und somit parallel zum Ton umgeschaltet werden müssen. Wieso man dazu allerdings den Film komplett neu starten muss, ist uns ein Rätsel.

   
 
Wertung:
  (befriedigend - gut)
       
Gesamtwertung:

Lange Jahre hatte Steven Spielberg gezögert - zum zehnährigen Jubiläum hat er sich nun doch zu einer DVD-Veröffentlichung hinreißen lassen. Ganz scheint Steven Spielberg jedoch nicht hinter dem DVD-Projekt gestanden zu haben, denn einen Einblick in die Dreharbeiten und die Entstehungsgeschichte gewährt er nicht. Die einzigen Extras dienen der Vorstellung der Arbeit der Shoah Foundation bzw. dem geschichtlichem Hintergrund. Wobei jedoch durchaus möglich ist, dass Spielberg gerade zu diesem Film keine Extras produzieren ließ, um den Film als solchen in den Vordergrund zu stellen und den Fokus nicht von seiner einzigartigen Geschichte abzulenken.

Wie auch immer, wir müssen die DVD so wie sie ist hinnehmen. Technisch gibt es wenig Probleme, wenngleich das Bild durch den Einsatz verschiedener Stilmittel nicht gerade den besten Eindruck hinterlässt.

Die deutsche Fassung bietet die gelungene Qualität der amerikanischen Vorlage und eine, für das Alter, annehmbare Tonspur. Leider werden die deutschen Käufer richtig böse zur Kasse gebeten. Für das normale Doppelset muss man mit 25 Euro Straßenpreis rechnen, die Deluxe-Ausgabe im Karton mit Soundtrack, Filmausschnitt und Booklet kostet satte 69 Euro. Damit müssen die deutschen Käufer wesentlich tiefer in die Tasche greifen, als ihre amerikanischen Kollegen. Dort gibt es das Boxset mit edler Plexiglashülle bei diversen Händlern mittlerweile für unter 30 Euro.

       
 
Wertung:
  (befriedigend - gut)
  
 
 
Filmkritiken der Leser:
 
Durchschnittliche Leserwertung:
Zahl der Filmkritiken: 2
 
 

 
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