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Fight Club - Special Edition

  

Getestet von Christian Bartsch

  

        
Weitere Informationen zur Disc:
 

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DVD-Daten:

Review Datum: 12.08.2003
Verleihfenster: nein
Im Handel ab: 06.09.2003
   
Deutscher Titel: Fight Club
Originaltitel: Fight Club
Land / Jahr: USA 1999
Genre: Thriller
   
Regie:  David Fincher
Darsteller:  Edward Norton , Brad Pitt , Helena Bonham Carter , Meat Loaf Aday
       
Bildformat: 2,40:1 Widescreen (anamorph)
Tonformat: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte, Englisch
       
Menü: animiertes Menü
Booklet: keins
Verpackung: Amaray Box (mit doppeltem DVD Einleger)
Kapitel: 36
Laufzeit: 134 Minuten
TV Norm: PAL
FSK: freigegeben ab 18 Jahren
Regional Code: Code 2
Disk Typ: DVD 9 / Dual Layer (2x)
Anbieter: Twentieth Century Fox Home Entertainment
     
Testequipment: Für den Test genutztes Equipment:

AV-Receiver: Marantz SR9300 (THX UltraII, Dolby Digital EX, DTS-ES)
DVD-Player: Pioneer DV-868AVi-S (Dolby Digital, DTS, DVD Video, DVD Audio, SACD) mit Chiptech.de Modifikation
Blu-ray-Player: Sony Playstation 3 (HDMI)
HD-DVD-Player: Toshiba HD-XE1 (HDMI)
TV: Panasonic TX-32PD50D (100 Hz, 16:9, progressiv via YUV)
Beamer: JVC DLA-HD1 und Dreamvision DreamBee (1080p24, D-ILA, HDMI über DVDO IScan VP50)
Lautsprecher: Monitor Audio Gold Reference Series 7.1 (2 x GR60, 1 x GR Center, 4 x GRfx, 1 x FB212)
Remoting: Philips Pronto SBC RU990

          
Inhalt:

Der namenlose Erzähler lebt als Single in einer durchschnittlichen US-Großstadt, hat einen guten Job, sieht ganz passabel aus und bewohnt ein gestyltes Apartment. So perfekt sein Leben zu sein schein, so sinnlos und deprimierend ist es für ihn selbst. Nach zahllosen schlaflosen Nächten und freiwilligen Therapiesitzungen mit Sterbenskranken, hat er nichts mehr zu verlieren. Er gründet zusammen mit dem charismatischen Zufallsbekannten Tyler Durden den Titel gebenden Fight Club, dessen Mitglieder ihre Alltagsagressionen in Mann-gegen-Mann-Kämpfen loswerden können. Der Club bekommt ungeahnten Zulauf und eine Armee aus schmerzunempfindlichen Lone-Rangern wächst aus dem Boden. Der Einzige, der diese unter Kontrolle hat, ist Tyler Durden - doch wer hat ihn unter Kontrolle?

    
DVD-Review:
       
Besonderheiten:

Die erste Auflage hatte leider gar nichts zu bieten, bzw. einen langweiligen Trailer, mit dem man heute natürlich noch nicht mal mehr einen Hund hinter dem Ofen hervorlocken könnte. In Amerika schob Fox dann recht schnell die Special Edition im DigiPak nach, die natürlich auch in deutschen Gefilden sehnsüchtig erwartet wurde. Zwei lange Jahre sollte es letztlich dauern, bis die verzweifelten Rufe der Fans erhört und das 2-Disc-Set endlich auch in deutschen Regalen liegen durfte.

Die schlechte Nachricht vorneweg: es gibt kein DigiPak, wie bei der RC1-Variante. Das ist schade, angesichts der stark eingeschränkten Vertriebsmöglichkeiten aufgrund der Auflagen für FSK18-Titel jedoch zumindest verständlich. Welcher Hersteller möchte schon auf den Kosten einer aufwendigen Sammelverpackung sitzen bleiben oder aber die Fans mit total überzogenen Preisen vergraulen.

Etwas mehr schmerzt es da allerdings schon, dass nicht alle Extras der Vorlage auf den nun erscheinenden Discs vorhanden sind. Der Kahlschlag beginnt bereits auf Disc 1. Obwohl nur Deutsch und Englisch als Sprache vorliegen, hat Fox die Ausbeute bei den optionalen Kommentaren von vier auf eins reduziert. Somit fehlen leider der geniale Kommentar von David Fincher allein und der mit Buchautor Chuck Palahniuk und Drehbuchautor Jim Uhls. Die deutsche DVD bietet nur den "Sammelkommentar" mit David Fincher, Brad Pitt, Edward Norton, Helena Bonham Carter.

Auf Disc 2 ist dann allerdings, bis auf eine Kleinigkeit, alles mit an Bord. Dazu jedoch gleich mehr. Anstelle eines langen und ausschweifenden Making Ofs bietet die DVD hingegen viele kleine Häppchen, die es in sich haben. Der Menüpunkt "Hinter den Kulissen" gliedert sich in "Produktion", "Optische Effekte" und "On Location". Das Besondere an den ersten beiden Punkten sind die detailierten Infos, die sich hier verbergen. Insgesamt 17 kleine Making Ofs bekommt man zu sehen, wobei man in den meisten Fällen aus mindestens zwei Kamerawinkeln (die allerdings auch teilweise verschiedenes Material enthalten) und zwei Tonspuren, z.B. zwei verschiedenen Kommentaren, wählen darf. Für alle, die in der englischen Sprache nicht so zuhause sind, hat Fox alternative deutsche Untertitel beigepackt.

Der Punkt "On Location" hingegen ist ein eigenständiges, kleines Making Of, das allerdings mit gut fünf Minuten Laufzeit auch recht kurz geraten ist.

Die alternativen und entfernten Szenen enthalten insgesamt sechs Szenen, die entweder im Film anders, oder gar nicht vorkommen. Aus verständlichen Gründen fehlt hier die erweiterte Prügelszene, in der Angels Gesicht von Jack zu einem Klumpen Fleischmasse gedroschen wird. Die Szene wurde im Film (bereits für die amerikanische Kino-Veröffentlichung) entschärft und ist auch so sicher noch immer brutal genug. Auch die amerikanische DVD enthält im Hauptfilm die "gemilderte" Fassung, die allerdings ob der entsetzten Zuschauer noch eine Ecke härter wirkt. Wir gehen davon aus, dass diese Szene aufgrund einer möglichen Indizierungs- oder Beschlagnahmungsgefahr von allen DVDs außerhalb der USA entfernt wurde. Für alle die, die sich bereits im Vorfeld über die Entfernung dieser Szene ereifert haben, sei gesagt, dass man hier wirklich nichts verpasst.

Der Punkt "Werbematerial" enthält mehrere Trailer (einer davon exklusiv nur für die DVD Ausgabe), die fast schon legendären Ansprachen von Jack und Tyler ans Publikum (ähnlich der in Amerika üblichen und in Deutschland auch mal dringend nötigen Hinweise mit der Bitte um Ruhe und der Bitte um das Ausschalten des Handys), ein Musikvideo der Dust Brothers, mehrere Internet Spots (Ansprachen von Jack) und ein Textinterview (Englisch) mit Edward Norton.

Die Kunstgalerie schließlich enthält viele kleine aber geniale Schnipsel. So gibt es z.B. das komplette Storyboard des Films mit über 230 Seiten zu bestaunen. Dazu kommen viele Fotos, auch zu den Effekten und dem Set und dem Setdesign des Hauses in der Paperstreet.

Fox hat es geschafft, eine nette Materialsammlung zu "Fight Club" zusammen zu tragen. Leider vermissen wir schmerzlich die drei Kommentare auf der ersten Disc, die fehlende Szene auf Disc 2 darf man hingegen vernachlässigen.

   
 
Wertung:  
     (befriedigend - gut)
     
Gestaltung:

Das Menü entspricht 1:1 der bereits seit langer Zeit erhältlichen amerikanischen Special Edition. Mittlerweile sind allerdings auch schon wieder locker zwei Jahre ins Land gezogen, so dass der Geschmack heute verwöhnter ist und das Menü eben nicht mehr so oppulent wirkt.

Die Aufmachung ist solide, muss allerdings mit sehr wenig animierten Elementen auskommen. Dafür gibt es aber immer wieder kurze Tyler-typische Unterbrecher, die dem Charme des Titels schmeicheln. Leider ist die Kapitelauswahl (im Gegesatz zum RC1-Pendant) nicht animiert.

     
 
Wertung:
  (ausreichend - befriedigend)
     
Bildtest:

Als Fight Club seinerzeit auf DVD erschien durfte man mit dem Bild eigentlich schon recht zufrieden sein. So hat Fox auch anscheinend gleich das identische Master benutzt, es zeigen sich nämlich die gleichen Kritikpunkte und Vorzüge, wie bei der alten Scheibe.

Das Bild wirkt meist ungastlich und kühl, was allerdings an der Fabrkomposition von Regisseur David Fincher liegen dürfte. Nur selten bekommt man einen Hauch von Wonhzimmeratmosphäre geboten. Die Schärfe ist leider nur gut, an knackscharfe Transfers aus dem Hause Fox kommt diese DVD leider nicht heran. Selten zeigen sich vereinzelt kleine Staubkörner, die im Bild allerdings weiß erscheinen. Somit war wohl das Master für die Abtastung schon nicht ganz lupenrein. Größere Verschmutzungen lassen sich aber nicht ausmachen.

Zu den Pluspunkten des Transfers gehören der recht saubere Bildstand und der gute Kontrast, der auch in dunklen Szenen überzeugen kann.

     
Wertung:
   (gut)
   
Tontest:

Obwohl man es vermuten könnte, kommt "Fight Club" die meiste Zeit ohne besondere Effekte aus. Wenn die Effekte dann allerdings einsetzen, scheppert es nebenan gehörig unter der Edelanrichte der Nachbarin. Besonders zu vorgerückter Stunde sollte man vorgewarnt sein und die Sprachlautstärke des Films eher ans untere Limit stellen.

Im direkten Vergleich klingt die englische Fassung noch eine Spur durchsetzungsfähiger. Besonders die etwas eingeschränkte Dynamik nimmt der deutschen Mischung etwas den Wind aus den Segeln, offenbar wollte man hier im Vorfeld den Zuschauer bereits im Kino schonen, was natürlich auf der DVD unnötig ist. Die Räumlichkeit ist ebenfalls ein wenig schmaler, als dies beim Originalmix der Fall ist.

So wirkt die deutsche Spur im Vergleich also schon etwas betagt. "Fight Club" deswegen aber einen schlechten Klang zu unterstellen, wäre vermessen. Im Gegenteil. Sogar inhaltlich wurde sauber gearbeitet. Besonders die Synchronstimmen von Norton und Pitt sind hervorragend besetzt und lassen viele der kleinen Pointen auch in der deutschen Fassung aufleben.

   
 
Wertung:
  (befriedigend - gut)
       
Gesamtwertung:

Mit "Fight Club" veröffentlicht Twentieth Century Fox einen der wohl kontroversesten eigenen Filme nun noch einmal als Special Edition. Lange haben die Fans gewartet, doch für einige wird sich das Warten nicht ganz gelohnt haben. Besonders die drei fehlenden Kommentare überraschen. Am Platz kann es nicht gelegen haben, denn die DVD ist mit gut 7 GB noch nicht ganz voll.

Technisch gesehen gibt es nichts zu bemängeln, hier liegen die alten und die neue Auflage gleichauf.

Wer die alte Auflage noch nicht hat, macht sicher keinen Fehler, wenn er zur neuen "Special Edition" greift. Wer die alte Auflage schon hat, der muss selbst entscheiden, ob er die zusätzlichen Extras haben möchte. Filmfans und solche die es werden wollen, werden von den vielen Featuretten zu den Effekten und zur Produktion sicherlich begeistert sein. Und natürlich ist "Fight Club" immer noch einer der herausragendsten Filme aller Zeiten...

       
 
Wertung:
  (befriedigend - gut)
  

 
 
Der Standpunkt - das denken unsere Redakteure über diesen Film:

Christian Bartsch
 

 

"Fight Club" ist sicherlich neben "Sieben" das zweite Meisterwerk von Regieass David Fincher. Finchers Stil und Erzählweise sind grandios und lassen den Betrachter förmlich in den vielen kleinen Details versinken.

Wer den Film öfter schaut, kann immer wieder Dinge entdecken, die vorher verborgen schienen. Wie oft taucht Tyler auf, bevor Jack ihn im Flugzeug wirklich kennen lernt? Gibt es in jeder Einstellung einen Starbucks-Becher? Und was sollte einem auffallen, wenn man sich vor Augen hält, dass es im Film drei Detektive gibt... Detective Andrew, Detective Kevin und Detective Walker.

Ich wünsche viel Spaß beim immer wieder anschauen... und: Augen auf!

 

Wertung:

(sehr gut)

 
 
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