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Collateral

Two-Disc Special Edition

  

Getestet von Florian Kriegel

  

        
Weitere Informationen zur Disc:
 

 
 


 

DVD-Daten:

Anmerkung: Englische DVD. Identisch mit deutscher DVD (erscheint am 31.03.2005)
Review Datum: 24.01.2005
Verleihfenster: nein
Im Handel ab: 17.01.2005
   
Deutscher Titel: Collateral
Originaltitel: Collateral
Land / Jahr: USA 2004
Genre: Thriller
   
Regie:  Michael Mann
Darsteller:  Tom Cruise , Jamie Foxx , Jada Pinkett Smith , Mark Ruffalo , Peter Berg , Bruce McGill
       
Bildformat: 2,40:1 Widescreen (anamorph)
Tonformat: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1), Französisch (Dolby Digital 5.1), Kommentar (Dolby Digital 2.0 stereo)
Untertitel: Deutsch, Englisch für Hörgeschädigte, Englisch, Arabisch, Bulgarisch, Dänisch, Finnisch, Französisch, Holländisch, Isländisch, Norwegisch, Polnisch, Rumänisch, Schwedisch, Tschechisch, Türkisch, Ungarisch
       
Menü: animiertes Menü
Booklet: keins
Verpackung: Amaray Box (mit doppeltem DVD Einleger)
Kapitel: 20
Laufzeit: 115 Minuten
TV Norm: PAL
FSK: keine FSK Freigabe, sondern BBFC 15
Regional Code: Code 2
Disk Typ: DVD 9 / Dual Layer und DVD 5 / Single Layer
Anbieter: Paramount Pictures Home Entertainment
     
Testequipment: Zusätzliches für den Test benutztes Equipment:

AV-Receiver: Yamaha RX-V2700 (Dolby Digital EX, DTS-ES, HDMI)
HD-DVD-Player: Toshiba HD-XE1 (HDMI, PCM 5.1)
Blu-ray-Player: Sony Playstation 3 (via HDMI, PCM 7.1, 1080p24)
TV: Pioneer PDP-427XA (Plasma, via HDMI, 1080p24)
Beamer: Sanyo PLV-Z3 (kalibriert auf 6500K, Gamma 2.2)
Lautsprecher: Monitor Audio Bronze Reference Series 7.1 (2 x BR5, 1 x BRLCR, 4 x BRFX, 1 x BRW10)


unser Referenzequipment:

AV-Receiver: Marantz SR9300 (THX UltraII, Dolby Digital EX, DTS-ES)
DVD-Player: Pioneer DV-868AVi-S (Dolby Digital, DTS, DVD Video, DVD Audio, SACD) mit Chiptech.de Modifikation
Blu-ray-Player: Sony Playstation 3 (HDMI)
HD-DVD-Player: Toshiba HD-XE1 (HDMI)
TV: Panasonic TX-32PD50D (100 Hz, 16:9, progressiv via YUV)
Beamer: JVC DLA-HD1 und Dreamvision DreamBee (1080p24, D-ILA, HDMI über DVDO IScan VP50)
Lautsprecher: Monitor Audio Gold Reference Series 7.1 (2 x GR60, 1 x GR Center, 4 x GRfx, 1 x FB212)
Remoting: Philips Pronto SBC RU990

          
Inhalt:

Vincent ist ein cooler, berechnender Auftragskiller und sehr gefragt im Business. Max ist ein Taxifahrer mit großen Träumen und ohne Erfolg. In dieser schicksalhaften Nacht fährt Max Vincent zu seinem nächsten Job - eine Nacht, fünf Stopps, fünf Treffer, eine Flucht. In dieser zufälligen Begegnung prallen zwei Leben aufeinander - und keiner der Männer wird jemals wieder derselbe sein. Heute Nacht wird sich alles ändern...

    
DVD-Review:
       
Besonderheiten:

Für einen Film dieser Klasse und dieses Erfolgs fällt die Extraausstattung leider etwas mager aus, trotz der Tatsache, dass es sich bei der getesteten Version um die "Two-Disc Special Edition" handelt. Abgesehen vom Audiokommentar mit Regisseur Michael Mann, beträgt die Gesamtlaufzeit der restlichen Extras gerade einmal eine knappe Stunde.

Das längste und gleichzeitig auch das interessanteste Feature ist eindeutig das Making Of mit dem Titel "Stadt der Nacht", das eine Laufzeit von knapp 41 Minuten vorweisen kann und im 16:9-Format vorliegt. Neben der Handlung wird unter anderem auch die Geschichte der Charaktere etwas näher erläutert und wie sich die Schauspieler, vor allem Tom Cruise, auf ihre Rollen vorbereitet haben, um eine möglichst realistische Performance abzugeben. Das Making Of ist durchaus gelungen, da es sich mit den wichtigsten Themen auseinandersetzt. Der Zuschauer bekommt zwar auch viele Filmausschnitte zu sehen, diese werden aber fast immer passend zum jeweiligen Thema kommentiert und erläutert. Sowohl in diesem Feature als auch in einem anderen Beitrag erfährt man außerdem, dass sich Michael Mann überwiegend für High-Definition Kameras entschieden hat, um die vielen dunklen Szenen so gut und detailliert wie möglich einzufangen.

Das nächste Extra nennt sich "Sonderlieferung" und zeigt Tom Cruise als FedEx-Kurier, der ein Paket im Central Market abgeben soll. Diese Aktion diente wohl dazu, sich noch intensiver auf seinen Filmcharakter Vincent einzustellen. Bei den geschnittenen Szenen handelt es sich eigentlich nur um eine einzige Szene, die von Michael Mann erörtert wird. Sie dauert zwei Minuten und erscheint nicht besonders interessant zu sein.

"Am Drehort: Annies Büro" ist eine zweieinhalb Minuten kurze Featurette, die sich mit dem Bürokomplex und der Dunkelheit dieser Szene beschäftigt. Der Titel "Tom Cruise und Jamie Foxx proben" sagt eigentlich schon alles. In rund vier Minuten sieht der Zuschauer, wie die beiden Schauspieler für ihre Szenen proben und wie diese Szenen dann im Film tatsächlich herüberkommen. In der letzten Featurette "Visuelle Effekte: Die U-Bahn" erklärt der Regisseur, wieso er in der letzten Szene Green Screens eingesetzt hat.

Insgesamt sind die Extras befriedigend, auch wenn man das Gefühl nicht loswird, dass noch viel mehr Material hätte zusammengestellt werden können. Sämtliche Extras sind in 16:9 codiert und haben deutsche Untertitel.

   
 
Wertung:  
     (befriedigend)
     
Gestaltung:

Das Menüdesign passt optisch sehr gut zum Film und zeigt im Hintergrund stilistisch veränderte Filmausschnitte. Sämtliche Menüs sind mit dieser Art bewegter Bilder ausgestattet. Zwar gibt es nur eine einheitliche Übergangsanimation, doch die Tatsache, dass im gesamten Menü die Filmmusik zu hören ist und man auch an ein Intro, das sich auf Wunsch überspringen lässt, gedacht hat, gleicht kleinere Mängel wieder aus.

Bis auf das Cover gleicht dieses 2-DVD-Set der deutschen DVD bis aufs Haar. Das Doppel-Amaray steckt in einem Pappschuber, der matt-glänzend ist.

     
 
Wertung:
  (gut)
     
Bildtest:

"Collateral" gehört zu den ersten großen Kinofilmen, die fast ausschließlich mit digitaler Kameratechnik gedreht wurden. Zusammen mit diversen Stilmitteln erhält der Thriller einen außergewöhnlichen Look, der bereits im Kino für Abwechslung sorgte. In den Extrafeatures wird erwähnt, dass Michael Mann die Stadt Los Angeles besonders eindrucksvoll einfangen wollte und deshalb auf High-Def gesetzt hat, da man mit normalem Filmmaterial seine Probleme gehabt hätte. Da "Collateral" ausschließlich im Dunkeln spielt, erscheint dieser Schritt auch nachvollziehbar.

Im Heimkino kommt diese Optik etwas besser herüber, sodass der Zuschauer generell ein sehr detailliertes und kontrastreiches Bild geboten bekommt. Um dem Material dennoch etwas mehr Natürlichkeit zu verleihen, lassen sich einige Stilmittel, wie zum Beispiel leichtes Rauschen und eine gewisse Weichzeichnung, ausmachen.

Dass immer wieder mit der Farbgebung gespielt wird lässt sich daran erkennen, dass sich im Bild zum Teil ein gewisser Blaustich, meist aber ein Grünstich erkennen lässt, der vor allem in den sehr dunklen Szenen, wie zum Beispiel im Hochhaus oder bei gewissen Aufnahmen im Taxi, ins Auge fällt. Heute gibt es ja kaum noch einen Film, wo nicht mit solchen Mitteln gearbeitet wird, um einen besonderen Look zu kreieren. In "Collateral" hat dies zur Folge, dass zwar gewisse Faktoren, wie unter anderem der Schwarzwert, an der typischen Intensität verlieren, dafür aber eine einzigartige Optik geschaffen wird, die dem Film eine außergewöhnliche Note verleiht.

Gelegentlich können wir dezente Nachzieheffekte erkennen, die aber nicht weiter stören. Die Bitrate beträgt rund 6,3 Mbps und somit bleibt die Kompression unauffällig. Insgesamt scheint der Einsatz digitaler HD-Technik bei Manns neuestem Thriller gelungen zu sein. Zum Teil wirkt das Bild wirklich sehr detailreich und scharf, was man sonst bei solchen Lichtverhältnissen eher nicht gewohnt ist. Dennoch nimmt dieser Look, vor allem die Stilmittel und die leichte Weichzeichnung, dem DVD-Bild als solches einiges an Brillanz, sodass es nicht zu einem glatten "gut" reicht.

     
Wertung:
   (befriedigend - gut)
   
Tontest:

Zwar handelt es sich bei "Collateral" um einen Thriller, doch soundtechnisch geht es verhaltener zu, als es die meisten auf den ersten Blick wahrscheinlich vermuten würden. Immerhin spielt Tom Cruise einen Auftragskiller, also muss es doch auch ordentlich zur Sache gehen?

Der Schwerpunkt der Dolby Digital 5.1-Tracks liegt eindeutig in der Front, die zum Großteil für die Musik und, natürlich im Centerbereich, für die Stimmen genutzt wird. Die Rear-Lautsprecher werden viel zu spärlich eingesetzt und es gibt eigentlich keine nennenswerte Szene, wo man einen gut hörbaren Einsatz der hinteren Speaker bemerken würde. Zwar werden hin und wieder Umgebungsgeräusche dezent wiedergegeben, doch ins aktive Geschehen greifen die Effektlautsprecher eigentlich nicht ein.

Sowohl Dialoge und Musikstücke als auch der Score vom James Newton Howard stellen den Schwerpunkt beim Ton dar. Schießereien sind rar und gut verteilt, dauern aber meistens nur wenige Augenblicke. Die längste Actionszene erwartet den Zuschauer um Minute 80, wenn Vincent einen seiner letzten Aufträge ausführen soll und in einer Disco einen gut bewachten Zeugen eliminieren soll. Vor allem die Schussgeräusche hören sich in "Collateral" sehr realistisch und kraftvoll an, so wie man es bereits von früheren Michael Mann-Filmen, wie zum Beispiel "Heat", gewohnt ist.

Dennoch hätten wir uns einen effektvolleren 5.1-Ton gewünscht, der vor allem von den Rears einen deutlich intensiveren Gebrauch gemacht hätte. Zwar klingt die Front ausgezeichnet, doch das ist uns bei einem Film dieser Art nicht genug. Und um es noch einmal deutlich auszudrücken: Auf der englischen DVD, sowohl der SE als auch auf der Single-Edition, ist deutscher Ton enthalten, auch wenn viele UK-Shops widersprüchliche Angaben darüber machen. Ein Blick aus das Rückcover wird erste Zweifel begraben.

   
 
Wertung:
  (befriedigend - gut)
       
Gesamtwertung:

"Collateral" war in den Kinos ein großer Erfolg und wird auch auf DVD mit Sicherheit guten Absatz finden. Dass die Qualität insgesamt nur leicht überdurchschnittlich ausfällt, liegt vor allem an den etwas enttäuschenden Extras, die zu wenig über die Entstehung und den Hintergrund der Geschichte verraten. Dass die technische Qualität, zumindest notentechnisch, eher durchwachsen ausfällt liegt vor allem daran, dass Michael Mann diverse Stilmittel eingesetzt hat, die zwar hervorragend zum Film passen, der DVD aber die Möglichkeit nehmen, ein wirklich brillantes Bild zu offerieren. Es wird Leute geben, dem der "Collateral"-Look nicht gefallen wird, doch schaffte es der Film bereits im Kino, sich durch die verwendete Technik von der Masse abzuheben. Beim Ton sind wir aber offiziell etwas enttäuscht, denn hier haben wir ein etwas dynamischeres und räumlicheres Ergebnis erwartet.

Für den deutschen Kunden ist es in diesem Fall unbefriedigend, dass er länger auf die Veröffentlichung eines Titels warten muss, der in einem EU-Nachbarland bereits auf dem Markt erschienen ist und zwar mit deutschem Ton. Sicherlich ist es nachvollziehbar, dass einige Firmen nur eine DVD-Version für einen Absatzmarkt produzieren, doch dann wäre es nur fair, diese auch europaweit gleichzeitig zu veröffentlichen. So geht Paramount Deutschland aber die Gefahr ein, dass ein kleiner, aber vorhandener Prozentsatz im EU-Ausland kauft und nicht einmal mehr dafür bezahlen muss, dafür aber Michael Manns neuestes Werk über zwei Monate vor der deutschen Veröffentlichung genießen kann. Bis auf das Cover sind die DVDs nämlich identisch, was unter anderem auch das FSK16-Logo auf den DVDs verrät.

       
 
Wertung:
  (befriedigend - gut)
  

 
 
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