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   02.12.2005 - Rubrik: Games  
  Xbox 360-Test: neue Spiele, Live! und heiße Luft
 
 

- Let’s play – Das Spielgefühl der 360:

Alte Spiele spielen ist schön, doch neue Games spielen zu können ist schöner. Um einen Eindruck der neuen Spiele, aber auch der technischen Qualität zu erhalten, haben wir uns zunächst kostenlos einige Demos über den „Live!“-Service heruntergeladen, was ebenfalls eine sehr gelungene Neuerung ist. Das Spiele Line-Up ist zwar nicht besonders umfangreich oder gar innovativ, doch immerhin befinden sich bereits einige Perlen unter den Titeln, die zumindest bekannte Spielprinzipe überzeugend aufgreifen. Dazu gehört sicher der Edel-Racer Project Gotham Racing 3, der im nun schon dritten Teil erscheint und einer der Titel sein soll, mit denen Microsoft die Käufer locken will. Während es auf der Games Convention 2005 in Leipzig nicht so schien, als würde es der Titel rechtzeitig zum Start schaffen, vor allem was die technische Qualität angeht, können wir nun sagen, dass alle Befürchtungen unbegründet waren. Optisch macht PGR3 nämlich einen fantastischen Eindruck und dürfte zu den Spielen gehören, die einen „Aha“-Effekt auslösen. Wir testen die Konsole auf einem Sanyo Z3, auf dem wir auch kommende Spieletests durchführen werden, und sind von der HD-Auflösung mehr als angetan. Der Unterschied zu älteren Spielen ist schon jetzt sichtbar, auch wenn alte Spiele in 720er Auflösung zum Teil auch besser aussehen als früher. Wer auf einem normalen Fernseher spielen möchte, sollte unbedingt zusätzlich ein RGB-Kabel kaufen, so wie man es immer bei Konsolen tun sollte. Denn mit dem Standard-Video-Kabel ist das Ergebnis deutlich schlechter (unschärfer und farbärmer).

Doch wenn es um Details und neue Effekte geht, setzt die 360 momentan einen neuen Standard. Wenn man mit 300 Sachen durch Las Vegas rast, sich die Umgebung auf den extrem realistisch aussenden Vehikeln spiegelt und die Casinos um einen herum an einem vorbei ziehen, dann werden die Unterschiede deutlich. Während sich die Spielprinzipe momentan kaum weiterentwickeln, so arbeiten die Programmierer immerhin an einer realistischen Optik und verbesserter Technik. Dabei sorgen zum Beispiel eine höhere Texturauflösung und neue Grafikeffekte für sichtbar bessere Ergebnisse, die aber erst beim Einsatz eines HD-fähigen Gerätes ihre Wirkung so richtig entfalten können.

Dann schauten wir uns noch die Demo von EAs Football-Hit „Madden NFL 2006“ an und waren von der realistischen Darstellung mehr als erstaunt. Die Spieler, das Publikum und die ganze Umgebung sehen extrem gut aus und Dank der neuen Tiefenunschärfe wird ein sehr natürliches Szenario geschaffen. Die Demo hat übrigens eine Größe von fast genau 700MB, sodass man sich hier einige Minuten gedulden muss, selbst wenn man DSL6000 sein Eigen nennt. Leider fielen während der Demos von EA - und das sind fast die einzigen Demos momentan - immer wieder kleinere Ruckler auf. Diese scheinen aber nicht von einer zu schwachen Hardware her zu rühren, da sie nur vereinzelt und kurz hintereinander auftreten. Ob auch die Vollversionen dieses Problem haben, können wir leider nicht beurteilen.

- “Live!“-Reloaded – Der aufpolierte Online-Service der Xbox:

Microsofts Online-Service „Live!“ ist mit über zwei Millionen Kunden der erfolgreichste Service dieser Art und auch der ausgeklügelste. Dennoch hat Microsoft das Konzept weiter verfeinert und so kommen mit der Xbox 360 auch neue Features ins Spiel, die den Service noch interessanter machen als bisher.
Zunächst ist es so, dass generell jeder Xbox 360-User kostenlos einen Silver-Account erhält. Mit ihm ist es möglich, sich ein Spielerprofil zu erstellen und die Angebote des neuen Marketplace zu nutzen. Dank dieser Profile ist es auch einfacher verschiedene Spieler auf einer Xbox zu managen. Dazu gehören kostenlose Spiele-Demos und –Videos, aber auch kostenverbundene Inhalte wie Themes und Arcade-Spiele für die Xbox 360. Diese werden mittels eines neuen Punktesystems mit dem Namen „Microsoft Points“ bezahlt, die man zuvor gegen Bares einkaufen kann. So kosten 2100 dieser Punkte im Handel zwischen 25 und 30 Euro. Diese werden dann mittels Code dem eigenen Live!-Konto gutgeschrieben und man kann einkaufen gehen. Wer im Besitz einer Kreditkarte ist, kann diese Punkte natürlich auch direkt über die Xbox 360 kaufen. Hier hat Microsoft eine neue Grundlage geschaffen, künftig über den Live!-Service weitergehende Inhalte an den Mann zu bringen. Hoffen wir aber, dass Spielefirmen das nicht ausnutzen, um sonst kostenlose Erweiterungen oder Gimmicks teuer zu verkaufen.

Wer allerdings auch Online Spielen will, der kommt um einen Gold-Account kaum herum, der mit rund 60 Euro pro Jahr zu Buche schlägt. Neben der Spielfunktion, kommen aber noch weitere Features hinzu, die dieses Abo attraktiver machen sollen. So wird man Zugriff auf den Videochat haben, der 2006 an den Start gehen soll. Außerdem werden die Chat-Funktionen erweitert und man erhält Zugriff auf exklusive Marketplace-Inhalte und –Belohnungen. Wer sich von dem Angebot überzeugen möchte, kann den Dienst einen Monat lang kostenlos testen. Dazu muss man zunächst einen Silver-Account anlegen und sollte dann gefragt werden, ob man an einem kostenlosen Probeabo interessiert ist. Das ist leider nicht sehr genau auf dem mitgelieferten Faltblatt beschrieben , sodass wir es hier erwähnen.

Wer bereits einen Live!-Account besitzt und diesen von der Xbox 1 auf das neue System übertragen will, der sollte folgende Anleitung lesen.

Wir sind uns sicher, dass der Live!-Service weiterhin viele Spieler begeistern wird, denn es macht einfach viel mehr Spaß Online gegeneinander und vor allem auch miteinander zu spielen. Der Line-Up-Titel „Perfect Dark Zero“ erlaubt es sogar, das komplette Spiel im Kooperationsmodus (auch über Live!) zusammen zu lösen. Und da Breitband-Zugänge immer stärker verbreitet sind, dürfte auch der nötige DSL-Anschluss kein Problem mehr darstellen. Wir sind gespannt, ob Sonys Onlinemodus da mithalten können wird, denn in Sachen Onlinegaming bei Konsolen, hat hier Microsoft klar die Nase vorn.

- War da nicht etwas mit der Lautstärke?

Fast hätten wir es vergessen – die Lautstärke. Sie war bei der ersten Xbox-Generation ein Kritikpunkt, auch wenn neuere Revisionen einen Tick leiser waren als die erste Version. Bei der neuen 360 befinden sich ausschließlich passive Kühlkörper auf der CPU und dem Grafikchip. Um die enorme Wärme ableiten zu können, hat Microsoft eine Art Windkanal aus Plastik eingebaut, an dessen Ende (Gehäuserückwand) zwei Lüfter die Luft nach außen absaugen. Im direkten Vergleich mit unserer ersten Xbox (eine der ersten), fällt die Geräuschentwicklung ein nahezu identisch aus. Wir testen die Xbox an einem Beamer, der ca. 28db erzeugt und letztlich waren beide Geräte ungefähr gleich laut. Die Xbox 360 ist wahrlich kein Leisetreter, doch der Begriff „laut“ dürfte auch von vielen Menschen unterschiedlich interpretiert werden. Keine Frage, die Konsole ist immer hörbar, was vor allem in ruhigeren Momentan etwas stören dürfte, doch im eigentlichen Spielgetümmel, dürfte das nicht weiter tragisch sein. Das ist allerdings ein Punkt, der in Zukunft verbessert werden sollte, denn als „Multimediagerät“ sollte die 360 eigentlich leiser sein. Wer also in Sachen Lautstärke sehr empfindlich ist, dürfte etwas unzufrieden sein. Wer allerdings eine gewisse Geräuschkulisse, wie zum Beispiel einen laufenden Beamer gewöhnt ist, der dürfte auch mit dem Pegel der 360 leben können.

Merkwürdigerweise können wir nicht bestätigen, dass das DVD-Laufwerk das Eigengeräusch der Lüfter sogar übertönen soll. Bei unserem DVD-Test und bei ersten Spieletests war das Laufwerk eigentlich sehr laufruhig und normal im Lautstärkepegel.

*Update 05.12.05*

Inzwischen haben wir ein erstes Rezensionsexemplar eines Spiels geliefert bekommen, sodass wir nun leider bestätigen können, dass die Xbox 360 im Spielbetrieb sehr laut ist. Während sich das Laufwerk in der DVD-Wiedergabe unauffällig verhält, dreht das verbaute DVD-Laufwerk während des Spielens so richtig auf und übertönt dabei deutlich die Lüfter der Xbox. Leider ist das laute Betriebsgeräusch auch konstant, was den Gesamteindruck leider etwas trübt. Wir konnten uns nicht vorstellen, dass das Laufwerk nur im Spielbetrieb plötzlich so viel lauter sein soll.

- ...und mit der Wärmeentwicklung?

Nun ja, da Microsoft inzwischen bestätigt hat, dass rund 3% (laut MS sind 5% der Durchschnitt bei Neueinführungen) der ausgelieferten Konsolen anfällig für Probleme sind, wollen wir auch kurz die Wärmeentwicklung ansprechen. Nach Berichten zufolge, stürzen einige der in Nordamerika ausgelieferten Konsolen nach wenigen Minuten ab und verabschieden sich dabei mit unschönen Grafikfehlern. Der Witz an der Sache ist, dass vermutlich nicht die Konsole selbst, sondern ein zu heißes Netzteil der Grund allen Übels ist. Nach Tests diverser User, die ihre Netzteile dann etwas „luftiger“ aufstellten, konnte dieses Problem behoben werden. Dabei sei gesagt, dass es sich hier um Berichte aus Nordamerika handelt und wir abwarten müssen, ob auch die europäischen Netzteile dieses Problem haben werden. In unserem Test hatten wir jedenfalls keinerlei Probleme und wir haben unser Netzteil auch nicht von einem Ventilator belüften lassen und es durfte sich regulär zum restlichen Kabelsalat gesellen.

Generell sollte aber jedem klar sein, dass die geballte Hardware-Power in der Xbox 360 natürlich auch eine extreme Wärme entwickelt. Das ist bei vergleichbaren Geräten nicht unbedingt anders und wir sind gespannt, wie die PS3 sich in dieser Hinsicht schlagen wird. Derart schnelle Hardware will allerdings auch entsprechend gekühlt werden und bei einem Grundpreis von 299 Euro für die Konsole, erscheint es unmöglich, ein besseres Kühlkonzept zu erwarten. Mehr als die Abwärme abzuleiten wäre vermutlich mit herkömmlicher und vor allem bezahlbarer Technik nicht ohne weiteres möglich gewesen. So muss man bedauerlicherweise auch mit einem gewissen Geräuschpegel leben.


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Quelle: Digital-Movie.de (fk)
   
  Links zum Artikel:
  Xbox 360-Test: Eindruck, Verarbeitung, Technik
  Xbox 360-Test: Menüs, Multimedia und alte Spiele
  Xbox 360-Test: Unser Fazit
 

    
 

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