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   02.01.2006 - Rubrik: Kino & Film  
  Film in der Kritik: "Jarhead"
 
 

Inhalt:
Irak 1991. Die US-Marines wühlen sich durch den heißen Wüstensand - immer dem Feind entgegen. Mittendrin Sergeant Sykes, Anführer eines Marine-Platoons und dessen Scharfschütze Swoff, soeben aus dem Ausbildungscamp entlassen. Bewaffnet mit einem Präzisionsgewehr, behangen mit einem fünfzig Kilo Rucksack, ziehen sie ins Ungewisse. Schutzlos der erbarmungslosen Hitze und den irakischen Soldaten ausgeliefert, können sie ihre Tage nur mit schwarzen Humor und einer deftigen Prise Sarkasmus ertragen. Sie kämpfen in einem Land, das sie nicht kennen, gegen einen Feind, den sie nicht sehen, in einem Krieg, den sie nicht verstehen. Was wird der nächste Tag bringen?

Kritik:
Es gibt Regisseure, die bei den Kritikern immer ein paar Vorschusslorbeeren erhalten. Dazu zählt nach "American Beauty" und "Road to Perdition" auch Sam Mendes. Somit verwundert es nicht, dass auch "Jarhead" bei den Kritikern mit Lob überschüttet wurde. Zweifellos ist "Jarhead" kein schlechter Film. Die Superlative, mit denen in der Presse nur so um sich geworfen wird, rechtfertigt der Film jedoch nicht - aber schön der Reihe nach.

Wie wir es von Sam Mendes erwarten durften, befasst sich der Film mehr mit den Charakteren vor einem geschichtlichen Hintergrund, als mit irgendwelchen Schlachten. Da es eben erwähntes nicht gibt, sollte der Film auch nicht als Kriegsfilm oder dergleichen bezeichnet werden, wie dies die Tage leider immer wieder passiert. Vielmehr ist "Jarhead" ein Drama, welches zu Kriegszeiten spielt. Sam Mendes beschäftigt sich mit zwei Dingen: Dem seelischen Zustand der Soldaten und der Sinnlosigkeit des Irak Krieges. Das Hauptaugenmerk legt er hierbei aber ganz klar auf die Soldaten, die in einem sinnlosen Unterfangen an die Grenze ihres Verstandes getrieben werden. Dieser Aspekt wurde auch sehr gut herausgearbeitet. Allerdings hat Mendes dies schon nach den ersten vierzig Minuten mehr als deutlich gezeigt. Spätestens wenn die Amerikaner mit einer Szene aus "Apokalypse Now" auf den Krieg eingeschworen werden und dies frenetisch feiern zeigt Mendes klar den Irrglauben, dem alle verfallen sind, auf. Dann lässt er sie auf die Wirklichkeit treffen. Darauffolgend untermauert er nur noch, was er schon längst gezeigt hat. Dies ist für einen zwei Stunden langen Film einfach zu wenig, obwohl auch noch die zweite Hälfte des Films visuell beeindruckende Bilder liefert. Inhaltlich allerdings passiert nur noch sehr wenig. Auf ganzer Linie zu loben gilt es hingegen die Leistungen der Darsteller. Jamie Foxx und Jake Gyllenhaal liefern beeindruckende Vorstellungen ab. Vor allem letzterer dürfte sich damit in Hollywood für größere Aufgaben empfohlen haben.

Sam Mendes hat einen guten Film geschaffen, der viele tolle Momente hat. Inhaltlich weist er, untypisch für Mendes, leider zu viele thematischen Wiederholungen auf, weshalb "Jarhead - Willkommen im Dreck" der schlechteste Film des Ausnahmeregisseurs ist. Der Film von Buena Vista International wird am 4. Januar 2006 bei uns in den Kinos zu sehen sein.

   
Quelle: Buena Vista International / Digital-Movie.de (lh)
   
  Links zum Artikel:
  www.movie.de
    
 

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