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   01.06.2007 - Rubrik: Allgemein  
  Kommentar: HD ohne Mehrwert zur DVD?
 
 

Stiftung Warentest sind Waschmaschinen, Pommes, Hamburger und Handys nicht mehr genug. Jetzt muss HD dran glauben. Und das überraschende Ergebnis: Alles tinnef! HD bietet gar keinen Mehrwert! Wozu also teures Geld ausgeben?

Die langjährige Erfahrung der Digital-Movie.de-Redaktion und unserer Kollegen stellt sich also nun schlussendlich als nichtig dar. Was wir und andere sogenannten Early-Adopters nun schon so oft erleben dürfen, ist nichts weiter als ein Marketingtrick und pure Einbildung. Das darf man annehmen, wenn man dem Test glaubt. Die Stiftung Warentest weiß es anscheinend: wir sind alles Schwindler und Betrüger, geschmiert von Sony und Toshiba, um den Format-Krieg anzukurbeln und ordentlich sinnlose Geräte an den Mann zu bringen. Schließlich hat ja schon fast jeder einen DVD-Player und die Dinger kosten ja auch so gut wie nichts mehr. Bereits für 300,- Euro gibt es den Player, der laut Stiftung Warentest Blu-ray und HD-DVD in den Schatten stellt. Wozu also umsteigen? Die DVD ist den neuen Medien überlegen! Sowieso sähe man einen Unterschied überhaupt erst ab einem Meter und lohnen würde es sich erst bei einem halben Meter mehr.

Wir empfehlen den Kollegen von der Stiftung einen VHS-Player in die Hand zu nehmen und zu schauen, ob sich nicht vielleicht noch ein paar alte Tapes ausgraben lassen. Bei VHS sieht man den Unterschied zu HD frühestens ab 50 cm Bild, warum also in modernen Firlefanz wie DVD investieren? Wer braucht schon mehrere Sprachen? Wir sind hier ja schließlich in Deutschland und da wird bitte schön kostengünstig in Deutsch, auf Briefmarken-TVs und in Stereo geguckt. Alles andere ist Götzenanbetung!

Doch wie kommt man eigentlich zu einer, für uns Heimkino-Experten verqueren, Idee, die beiden neuen Medien seien überflüssig? Vielleicht liegt es daran, dass die Stiftung ihrem Test hauptsächlich die Kosten zugrunde legt. Und wer ein wenig Erfahrung oder Erinnerungsvermögen hat, der erinnert sich an die Einführung von VHS und BetaMax oder der DVD selbst und kann nur über den Test von Deutschlands großem Aufpasser schmunzeln. Auch damals waren die neuen Abspielgeräte verhältnismäßig teuer, wieso wundert es da, dass es heute nicht anders ist? Alles ist am Anfang teuer. Das ist das Los derer, die nicht abwarten können. Oder aber ist es denen, die es sich eben erlauben können, etwa egal? Qualität hat nun einmal ihren Preis und jeder Käufer hat ja durchaus die Wahl, auch zur DVD zu greifen.

Liest man zwischen den Zeilen, drängt sich uns ein Motto auf: Hauptsache billig. Oder gar: Geiz ist geil.

Wie würden wir denn aussehen, wenn wir uns plötzlich hinstellen würden und in einer Rezension Folgendes schrieben: "Die Special Edition bietet zwar ein deutlich besseres Bild- und Tonvergnügen, die Vanilla-Edition (nur eine Disc) aus dem Jahre 1998 mit verrauschtem Bild und Stereo kostet allerdings nur noch einen Bruchteil, ein Umstieg ist daher unnötig". War es nicht der Ansporn beim Thema Heimkino, Filme so zu erleben, wie vom Regisseur gewünscht. Wer nur TV sehen will, geschenkt. Aber muss deswegen alles Neue schlecht sein? Darf HD daher erst gar nicht besser aussehen?

Das Fazit stimmt uns nachdenklich: DVD ist einfach toll und HD ist nur was für Freaks mit zu viel Kohle. Aber Herren Kollegen - das war die DVD damals auch. Ein gescheiter Player kostete 2.000,-, eine DVD um die 60,- Mark. Das entspricht mit gut 30,- Euro ungefähr genau dem, was ein HD-Datenträger heute durchschnittlich kostet, zumindest in Deutschland. Hat da etwa das Milchmädchen nachgerechnet?

Wir lassen uns von diesem Test nicht beirren und präsentieren euch weiterhin unsere Meinung zu DVD, Blu-ray und HD-DVD. Auch laden wir die Damen und Herren von Stiftung Warentest ein, hier ein wenig zu stöbern, vielleicht findet sich ja der ein oder andere Denkanstoß. Wir möchten die Kollegen von "test" darüber hinaus einladen, uns zu besuchen, um sich bei uns ein Bild davon zu machen, wie schön Heimkino sein kann.

   
Quelle: Digital-Movie.de (kp)
    
 

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