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   29.06.2006 - Rubrik: Games  
  Review: "FarCry Instincts: Predator" (Xbox 360)
 
 

Far Cry Instincts Predator

Xbox 360

Getestet von Florian Kriegel

Email: fk@digital-movie.de


Weitere Informationen zum Spiel:



Gesamtwertung:

Spielinfos:

Review Datum: 28.06.2006
Im Handel ab: 07.03.2005
Preis: ca. 60 EUR
Deutscher Titel: Far Cry Instincts Predator
Originaltitel: Far Cry Instincts Predator
Genre: Action-Shooter
Bildformat: HDTV 480p/720p/1080i
Sprachausgabe: Detsch, Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch
Spieler: 1-16 Spieler
Multiplayer: lokal (bis zu 4 Spieler)
Live!: Ja (bis zu 16 Spieler)
Live! Downloads: Nein
TV Norm: PAL
USK-Freigabe: ab 16
Regional Code: EU
Disk Typ: DVD 9 / Dual Layer
Publisher: Ubisoft
Entwickler: Ubisoft
Testequipment:

AV-Receiver: Yamaha RX-V1400 (THX Select, Dolby Digital, dts)
Lautsprecher: Canton Movie XL-Set in 6.1-Konfiguration

Beamer: Sanyo PLV-Z3 (kalibriert, via HD-AV-Kabel (YUV))
Konsole: Xbox 360 Premium (Retail, 02.12.2005)

Inhalt:

Far Cry "Predator" für die neue Xbox 360 beinhaltet "Instincts" und das neue "Instincts Evolution".

Jack Carver muss sich, unter Anwendung jeder erdenklich Überlebenstaktik und Kampffähigkeit in einer brutalen, tropischen Wildnis mit Legionen von Elite-Söldnern auseinandersetzen.

Jack ist nach Hause auf die Insel Pompeji zurückgekehrt. Dort nähert sich ihm eine gefährliche und verführerische Femme Fatale, die ihn anheuert, ihr bei einem kleinen Raub in einer Südostasiatischen Piratenenklave zu helfen. Bei dieser Gaunerei findet sich Jack unversehens inmitten eines Mords an einem korrupten lokalen Beamten wieder und begibt sich auf die Flucht vor panischen Piraten, die eine Razzia der Regierung ahnen. Bei der Flucht vom Schauplatz wird Jack von Doyle kontaktiert, der ihm dabei hilft, bei der Suche nach dem wahren Mörder des Beamten am Leben zu bleiben.


Game-Review:
Allgemeines:

„Far Cry“ gehört zu den besten First-Person-Shootern auf dem Markt, vor allem die PC-Version erfreut sich auch noch heute großer Beliebtheit. „Far Cry: Instincts“ ist sozusagen die Konsolen-Version, die sich aber deutlich vom PC-Pendant unterscheidet. So ist sowohl die Engine etwas anders, aber auch die Story beinhaltet völlig andere Elemente, wie die tierischen Instinkte, die nun auch im neuesten Teil „Predator“ zum Einsatz kommen. „Predator“ für die Xbox 360 ist hingegen nichts anderes als „Instincts“ und der neue Teil „Evolution“, der ebenfalls für die Xbox erschienen ist. Diese ganzen Namen klingen zunächst etwas verwirrend, am bestem merkt man sich einfach, dass „Predator“ eine Art 2-in-1 ist.

Game+play:

Entdecke den Tieger in dir...

Als erstes wollen wir erwähnen, dass zunächst das „alte“ Instincts durchgespielt werden muss, wenn man in den Genuß der neuen Abenteuer des „Evolution“-Teils kommen möchte. Das wird vor allem diejenigen nerven, die „Instincts“ bereits auf der alten Xbox gespielt haben. Einziger Vorteil ist, dass die aufgebohrte Engine für eine etwas andere Optik sorgt und wer wirklich keine Lust aus das Durchspielen des ersten Teils hat, kann schlimmstenfalls immer noch zu entsprechenden Cheats greifen.

Und los geht's...

Spielerisch basieren die Konsolenversionen auf der PC-Version und auch die Steuerung, die natürlich für Gamepads optimiert ist, ist an die Urfassung angelehnt. Bevor man allerdings die Instinkt-Fähigkeiten erlangt, die den entscheidenden Unterschied zur PC-Version darstellen, muss man sich allerdings auf herkömmliche Weise durch den Dschungel schlagen. Um dabei nicht allzu hilflos dazustehen, verfügt Jack über allerlei Waffen, die er entweder im Dschungel findet oder sich von den gegnerischen Einheiten besorgt, nach dem er sie auf mehr oder weniger leise bzw. laute Weise beseitigt hat. Wer nicht zu sehr Rambo-like vorgehen möchte, kann sogar Baumfallen vorbereiten, um so die Gegner auf verschiedene Weisen zu töten.

Auf allzu viel Schleicherei sollte sich der Spieler aber nicht einstellen, da es oft viel mehr Spaß macht, mit zwei identischen Waffen in den Kampf zu ziehen. Allerdings sind Kämpfe gelegentlich etwas unfair, weil gegnerische Einheiten oft das Feuer eröffnen, obwohl sie einen eigentlich gar nicht sehen könnten. So verliert der Reiz des Dschungels und des Schleichens oft an Reiz, weil man einfach nicht die Deckung erhält, die man eigentlich erwarten würde.
Nichtsdestotrotz macht die Ballerei Spaß, obwohl „Predator“ bei weitem nicht der Hit ist, der vorab oft erwartet wurde. Die Gegner-KI ist nämlich – gelinde gesagt – dümmlich, was sich sehr häufig im gleichen Schema äußert. Sehr amüsant finden wir es, wenn wir einen Gegner auf einem Bootsteg von weiter Entfernung erledigen und der drei Meter entfernte Kollege einen dummen Kommentar à la „Da war doch was“ von sich gibt, um dann dennoch völlig unberührt weiter herumzustehen und sich dann schließlich ebenfalls von uns töten zu lassen.

Die recht schwache KI ist auch einer der größten Kritikpunkte des Spiels. Diese ist einfach oft so peinlich, dass man sich schon an den Kopf fassen kann. Und gerade wegen dieser oft enttäuschenden KI ist auch das neueste „Far Cry“-Abenteuer nicht mehr als ein netter Actionshooter, dem allerdings das gewisse Etwas fehlt. Einzig die netten „Instinkte“, die man im Verlauf des Spiels erhält, sorgen für Abwechslung, neben dem ohnehin netten Dschungelszenario, doch dazu bald mehr.

Bevor man diese außergewöhnlichen Fähigkeiten erhält, sollte man sich aber schon auf einige recht knifflige Passagen gefaßt machen, denn gerade weil die Gegner oft Vorteile haben und oft auch im Team unterwegs sind, sind gewisse Frustmomente vorprogrammiert. Leider ist manuelles Speichern nicht möglich, dass auch dieses Ubisoft-Spiel automatische Speicherpunkte bietet. An einer Stelle scheiterten wir immer wieder und diese Stelle befand sich relativ am Ende eines Speicherpunktes, sodass wir immer wieder die vorherigen Kämpfe durchstehen mussten, was auf die Dauer extrem nervig war.

Jack Carver ist aber nicht nur zu Fuß unterwegs. Immer wieder muss man auch Jeeps, Quads oder sogar Boote benutzen, um im Spiel voran zu kommen. Aber leider ist die Steuerung der Fahrzeuge alles andere als gelungen. Lassen sich Boote durchaus präzise steuern, bleibt man beim Sprung mit einem Quad schon gerne einmal hängen und fährt ungewollt irgendwo gegen.

Hauptaugenmerk sollten aber die eigenen Waffen sein, die sehr zahlreich sind und spätestens bei einem Sammelpunkt, wo auch das Team ausgewählt wird, gewechselt werden können. Diverse Pistolen, zahlreiche Gewehre und Granaten stehen zur Auswahl. Sehr imposant sind die Rauchgranaten, die das entsprechende Gebiet mir sehr dichten und optisch ansehnlichen Rauchschwanen umnebelt. Wer das Geschehen dabei dennoch nicht aus den Augen verlieren will, der kann mittels Druck auf die "X"-Taste ein Nachtsichtgerät aktivieren, das ebenfalls sehr schick aussieht.

Während die KI der Teamkameraden immer wieder zu wünschen übrig lässt, sind die Reaktionen der Gegner durchaus gelungen. Wer glaubt, dass diese bei Beschuss oder dergleichen stehen bleiben oder in ihre Verderben rennen, der irrt, denn diese eilen davon, bringen sich in Deckung oder rufen Verstärkung und auch die Treffergenauigkeit ist meist enorm. Etwas "unfair" finden wir die Gegner in manchen Situationen, denn es kommt während des Spiels immer wieder vor, dass man bereits beschossen wird, obwohl die Gegner einen wahrlich nicht sehen oder gar erahnen dürften. Wieso uns ein Soldat aus ca. 50-70 m Entfernung durch einen dichten Busch sehen kann und das auch noch nachts, ist uns ein Mysterium. Solche ärgerlichen Momente halten sich aber stark in Grenzen.

Insgesamt ist der Singleplayer-Modus trotz der relativ kurzen Spielzeit mehr als gelungen und kann die Erwartungen locker erfüllen. Die Atmosphäre, die während des Spielens aufgebaut wird ist spitze und wird durch diverse Geschehnisse in den Missionen noch einmal unterstützt.

Der Umfang des Spiels ist allerdings mehr als ordentlich, denn sogesehen beinhaltet die Xbox 360-Version zwei Spiele, auch wenn „Evolution“ eher eine Erweiterung ist.

Gameplay: (befriedigend - gut)
Umfang: (gut - sehr gut)
Mutiplayer:

Wie es sich für einen Shooter gehört, kommt auch „Far Cry Insticts - Predator“ mit einem Multiplayer-Modus daher. Standardmäßig wird Split-Screen, System-Link sowie spielen über Xbox Live! unterstützt. Was auch in keinem Mehrspielermodus bei Shootern fehlen darf sind die allseits beliebten Modi Deathmatch (bei Far Cry „Chaos“ genannt), Team-Deathmatch (Team-Chaos) und Capture the Flag (Steal the Sample). Als Schlachtfelder stehen alle originalen Multiplayer-Karten zur Verfügung, sowie neue Karten die auf der Predator-Kampagne beruhen.

Wem das noch nicht ausreicht kann sich im Karteneditor austoben, der für Konsolen mehr als untypisch ist und gerade deshalb so lobenswert ist. Die Bedienung ist sehr einfach und simpel und so können im Handumdrehen Unmengen neuer Karten erstellt werden, auf denen sich nach Herzenslust erstochen, erschossen, in die Luft gejagt und über den Haufen gefahren werden darf. Wir hoffen dass dieses Feature noch in weiteren Shootern Einzug halten wird. Wer sich jetzt sorgen um die Mitspieler macht, welche die Karte nicht besitzen, dem sei gesagt dass sie automatisch über Live! an die anderen Mitstreiter versendet wird.

Multiplayer: (gut)
Technik:

Die technische Umsetzung...

Kommen wir nun zur technischen Umsetzung, auf die wir besonders gespannt waren, da vorab Bilder zu sehen waren, die ein optisch deutlich verbessertes Spiel zeigten. Leider ist das Ergebnis bei weitem nicht so gelungen, wir wie uns das gewünscht hätten. Gleich zu Beginn bekommt der Spieler schon die neuen Wassereffekte zu sehen, die auf jeden Fall zu den positiven Eigenschaft der Engine gehören. Während diese optisch wirklich gelungen sind und auch Unterwasser ein netter Unschärfe-Effekt geschaffen wird, kann die Physik des Wassers überhaupt nicht gefallen. So liegen Leichen im Wasser als wäre nichts passiert und Boote denken gar nicht daran, sich natürlich auf den Wellen mitzubewegen.

Dennoch erkennt man, dass das Ubisoft-Team versucht hat, die Engine auf den aktuellen Stand zu bringen. Neben natürlichen Leuchteffekten, die durch die HDR-Technik erzeugt werden, kommen auch Unschärfe-Effekte bei Bewegungen zum Einsatz. Weniger gelungen sind hingegen manche Texturen und die Flora und Fauna. Zwar machen manche Texturen einen durchaus detaillierten Eindruck, wozu auch die Waffenmodelle gehören, doch viele Texturen sehen undetailliert und verwaschen aus.

Die sehr bunte Optik ist nichts Neues und gehört einfach zu „Far Cry“ dazu. Was allerdings nicht präsent sein sollte, sind aufpoppende Objekte und Clipping-Fehler, wie sie immer wieder während des Spiels zu sehen sind.

Optisch sind die neuen „Far Cry“-Abenteuer also durchaus nett, doch im Großen und Ganzen wirkt die aufgefrischte Grafikengine fast schon altbackend, abgesehen vom Wasser und einigen anderen Details.

Lass es krachen!

Soundtechnisch kann das Spiel hingegen besser gefallen. Jack Carver wird wieder vom deutschen Synchronsprecher von Johnny Depp gesprochen, gehört damit aber zu den besseren Stimmen des Spiels, denn gerade manche Gegner klingen etwas „seltsam“. Die Waffensounds sind hingegen gelungen und auch die Umgebungsgeräusche sorgen für das richtige Dschungelflair. Von der 5.1-Kulisse wird oft Gebrauch gemacht, sodass insgesamt ein recht räumliches Gefühl geschaffen wird.

Grafik: (befriedigend - gut)
Sound: (gut)
Fazit:

Das neueste und auch das erste FarCry-Abenteuer für die Xbox360 sollte ein Superhit werden und vermutlich wird das Spiel auch erfolgreich sein, doch der erwartete Actionkracher ist es nicht geworden. Sicherlich handelt es sich bei dem Game immer noch um einen überdurchschnittlichen Shooter, dennoch hat „FC“ gravierende Schwächen, die vor allem die z.T. peinliche KI betreffen. Wenn ich meine Gegner auf einem Bootsteg nach und nach ins Jenseits schicke, die Kollegen das aber nicht wirklich begreifen, dann läuft hier etwas falsch. Abgesehen von diesen Mängeln kann sich das Spiel dennoch sehen lassen. Optisch ist es zwar bei Weitem nicht der erhoffte NextGen-Titel, aber immerhin können einzelne Effekte, wie z.B. das nette Wasser, überzeugen.

Während sich die Technik hin und wieder im guten Durchschnitt verliert, kann der Spielumfang fast ohne Einschränkungen gefallen. Immerhin bekommt man zwei Teile in einem und wem das noch nicht reicht, der kann sich dank des kurzweiligen Multiplayer-Parts, der durch den Editor genug Zündstoff bietet, auch online vergnügen. Insgesamt ein ordentliches Spiel mit einem recht hohen Gegenwert für das Geld, doch leider weit entfernt davon, ein wirklich hochkarätiger und intelligenter Titel zu sein, wobei die Hintergrundgeschichte und die Ideen dies ermöglicht hätten. Für Shooter-Fans aber auf jeden Fall einen Blick wert!


Gameplay:

(befriedigend - gut)
Umfang:
(gut - sehr gut)
Grafik:
(befriedigend - gut)
Sound:
(gut)
Multiplayer:
(gut)
Gesamtwertung:
(gut)

Positives Negatives
+ Actionspaß - schwache KI
+ Zwei Spiele in einem - grafisch nicht up2date
+ Spaßiger Multiplayermodus - Frustmomente
+ guter Sound
+ Leveleditor
   
    
 

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