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   05.12.2006 - Rubrik: Allgemein  
  Inverse Telecine - HD-DVD und Blu-ray ruckelfrei
 
 

Es ist nur wenige Wochen her, dass die Hersteller von HD-DVD und Blu-ray die Reihen der Heimkino-Fans ordentlich damit erschreckten, dass bei den neuen Formaten zunächst trotz progressiver Speicherung in 24p nur eine 60Hz-Ausgabe hochgerechnet wird. Dafür verwenden die Player ein Verfahren, das 3:2 Pulldown genannt wird. Näheres zum 3:2 Pulldown liefert unser FAQ-Artikel, der in den kommenden Tagen veröffentlicht wird.

Auch wenn die Industrie sich immer noch fragt, ob der "dumme Kunde" da draußen überhaupt etwas merkt - wir sind sicher: diejenigen, die bereits jetzt bei den neuen Formaten zuschlagen, sind Early Adopters. Und genau jene, bestens mit Plasma oder Projektor ausgerüstet, sehen in der Regel noch ganz gut. Schließlich macht ein, zugegeben recht teures Hobby, nur dann Spaß, wenn die Technik nun besser und nicht schlechter wird. Somit wirkt es begrenzt sinnvoll, den 2:2 Pulldown (für Kinofilm -> PAL DVD, auch PAL-Speedup genannt) nun gegen den 3:2 Pulldown zu tauschen.

Daher gibt es momentan nur eine Lösung, der Mikro-Ruckler Herr zu werden: einen Scaler. Auch wenn die Hersteller entsprechender Geräte das Wort an sich nicht besonders mögen, da moderne Scaler nicht mehr nur reine Scaler sondern Videoprozessoren sind, so kennen speziell ältere Heimkino-Fans diese noch unter diesem Namen. Wir werden daher auch weiter von Scaler sprechen, wenngleich wir natürlich wissen, das mittlerweile schon viel mehr geht.

Moderne Scaler sind in der Lage, neben ihrer eigentlichen Aufgabe, dem Skalieren und Deinterlacen, auch die Bildwechselfrequenz zu ändern. Was hier so einfach klingt, stellt für das Gerät einen recht hohen technischen Aufwand dar, da der korrekte Start der 3:2-Sequenz gefunden werden muss. In den Geräten nennt sich diese Funktion meist Inverse Telecine. Dabei wird das zusätzliche 3. Halbbild entfernt, und nach einem Deinterlacing des verbleibenden Materials, wieder auf 24p zurückgerechnet. Daraus macht das Gerät dann, nach Wunsch, z.B. 48Hz, verdoppelt also die zur Verfügung stehenden Bilder, was genau der Bildwiedergabe im Kino entspricht. Einige Projektoren kommen damit durchaus klar, möglich sind aber auch z.B. 72Hz, wobei jedes der 24 Vollbilder dreifach ausgegeben wird. Dies ist zwar unnötig und treibt die Datenrate über das HDMI-Kabel hoch (was speziell bei billigen Kabeln zu aussetzern führen kann), jedoch bei einigen Displays die einzige Möglichkeit der Wiedergabe. Hochwertige Pioneer-Plasmas haben eine vergleichbare Technik bereits ab Werk eingebaut.

Wer sich auf einen Test einlässt, wird überrascht sein. Es ist durchaus interessant, dass, wen man das entfernt, was man laut Industrie eigentlich gar nicht sieht, das Bild wesentlich flüssiger und ruhiger fließt. Speziell gleichmäßige horizontale und vertikale Schwenks gewinnen deutlich an Bildruhe. Netter Nebeneffekt: auch bereits gekaufte NTSC-DVDs, die seit jeher unter dem Telecine leiden, laufen wesentlich flüssiger.

Allerdings soll nicht verschwiegen werden, dass die heile Welt durchaus ihren Preis hat. Scaler, die HD bis hin zu 1080p verarbeiten können, haben durchaus ihren Preis. So liegt der DVDO IScan VP50 bei rund 3.300,- Euro. Grund dafür ist die hohe Rechenleistung, die hier erbracht werden muss, die durch hochintegrierte Schaltkreise, sogenannte DSPs (Digital Signal Processor), erreicht wird.

Wir bleiben dran und werden in den kommenden Tagen den IScan VP50 einem detailierten Test unterziehen.

   
Quelle: Digital-Movie.de (cb)
   
  Links zum Artikel:
  www.dvdo.com
  www.kinozuhause.de
    
 

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