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   10.03.2000 - Rubrik: Games  
  Gedanken zur Microsoft X-Box
 
 

Die Katze ist aus dem Sack. Auf der Game Developers Conference im kalifornischen San Jose gab Bill Gates heute höchstpersönlich und offiziell Microsofts Einstieg in den Markt der Spielekonsolen bekannt.

Damit ist bestätigt, was die Zockerszene schon seit geraumer Zeit bewegt, Dreamcast, PSX-2 und Konsorten bekommen ernsthafte Konkurrenz aus Redmond. Die unter dem Codenamne "X-Box" geplante Konsole basiert auf der x86-Architektur herkömmlicher Standard-PCs und wird dank DirectX auch weitgehend kompatibel zu deren Spielewelt sein.

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Prototyp der X-Box © Reuters

Nun fragt man sich natürlich, was Bill Gates mit der heutigen "Vorstellung" der X-Box wirklich erreichen wollte. Die genannten Details ( 600MHz x86-kompatibler Prozessor, 64MB RAM, Markteinführung erst zum Weihnachtsgeschäft 2001 ) sind in dieser Konstellation kaum realistisch, ein gut kalkuliertes taktisches Manöver zur Verunsicherung der Konkurrenz scheint wesentlich wahrscheinlicher.

Hochinteressant sind in diesem Zusammenhang auch die wilden Spekulationen um das Innenleben der Wundermaschine. Obwohl Christian Anderka, Pressesprecher von Intel Deutschland, im Heise News-Ticker den Einsatz von Intel Pentium III Prozessoren bestätigt, halten sich hartnäckige Gerüchte, nach denen die X-Box bereits Ende des Jahres mit einer Athlon-CPU von AMD ausgeliefert werden soll. Klar scheint bisher nur, dass die Grafikhardware der Konsole von Nvidia stammen wird. Wenn man bedenkt, dass Konsolen primär in PAL-Auflösung am heimischen TV-Gerät betrieben werden, scheint ein Polygonmonster wie die GeForce DDR genau die richtige Wahl zu sein ...

Wie auch immer, ich wage eine mutige Prognose: Microsoft wird die Markteinführung der Box nicht ausschliesslich an die Verfügbarkeit spezieller Grafikchips oder an einen speziellen CPU-Typ binden. Viel wichtiger dürfte den Strategen aus Redmond eine ausreichende Bandbreite für den Anschluss an das Internet sein, der 100MBit-Ethernet-Anschluss und der Verzicht auf ein herkömmliches Modem sprechen eine deutliche Sprache.

Eines dürfte jedem klar sein, der Markt der multifunktionalen Konsolen ist lukrativ, aber keinesfalls auf reine "Spielekisten" beschränkt. Leistungsfähige Hardware und neue Features wie DVD-Video und Internetanschluss machen die neuen Geräte auch für Nutzer ohne PC-Kenntnisse immer interessanter. Mit einer schnellen Netzanbindung wären die Türen offen für den multimedial aufbereiteten E-Commerce. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Bisher ist Microsoft im Konsolenmarkt nicht vertreten, erste Versuche (Windows CE auf Segas Dreamcast) scheiterten schon in der Frühphase. Was also liegt näher als eine eigene Konsole mit eigenem Betriebssystem ?

   
Quelle: Digital-Movie (js)
    
 

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