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   11.02.2005 - Rubrik: DVD Special  
  Special: "Resident Evil: Apocalypse" - Spiel, Film
 
 

Eigentlich und ursprünglich war "Resident Evil" ja ein Video- bzw. Computerspiel. Und dieses Spiel erfuhr im Laufe der Zeit diverse Fortsetzungen, die grafisch und zum Teil auch spannungstechnisch (das ist und bleibt aber auch Geschmackssache) immer mehr zu bieten hatten. Als im Jahr 2002 zu diesem Thema dann der erste Spielfilm heraugebracht wurde und riesige Erfolge verbuchen konnte, war es eigentlich nur noch eine Frage der Zeit, wann es wohl eine Fortsetzung geben würde. Und so entstand zwei Jahre später "Resident Evil: Apocalypse". Hier erfahrt ihr Näheres über den Weg vom Spiel zum Film.

Vom Spiel zum Film

Im März 2002 verwandelte Paul W.S. Anderson eines der populärsten Videospiele aller Zeiten auf geniale Weise für die Leinwand. Mit unglaublichem Erfolg. Dank einer innovativen neuen Story, gepaart mit der bewährten "Resident Evil" - Prämisse einer wandelnden Armee von lebenden Toten, setzte der Film den Grundstein für eine Schlacht von ungeahntem Grauen.

"Ich wollte schon immer mal einen richtig gruseligen Film machen," erklärt der ausführende Produzent Bernd Eichinger. Als er einige der Angestellten seiner Firma sah, wie sie im Büro "Resident Evil" spielten, erkannte er sofort das Potenzial dieses Games, das mit seiner suggestiven, lebensechten und furchterregenden Machart die Phantasie von Millionen Spielern beflügelte und begeisterte. " Resident Evil" ist eine der erfolgreichsten Videospielserien, die es je gab. Von den Games wurden weltweit über 24 Millionen Exemplare verkauft. Noch in diesem Jahr werden zwei weitere "Resident Evil" - Spiele erscheinen: "Resident Evil Outbreak" für die PlayStation 2 und "Resident Evil 4" für den Nintendo GameCube. "Ich wusste, wenn wir die einzigartige Qualität dieses Spiels auf die Leinwand übertragen können, dann haben wir einen todsicheren Hit", sagt Eichinger.

Constantin sicherte sich die Rechte an dem Spiel beim weltweiten Game - Entwickler und -Vertrieb "Capcom". "Constantin ist eine unabhängige Produktionsfirma", erklärt Eichinger. "Wir können unsere Entscheidungen schnell fällen, ohne Hunderte von Executives konsultieren zu müssen. Ich glaube, diese Unabhängigkeit hat Capcom sehr angesprochen. Außerdem nahmen wir ihr Konzept sehr ernst und bewiesen aufrichtigen Respekt für ihre Arbeit."

"Resident Evil: Apocalypse" vereint erneut das Produktionsteam des ersten Teils, bestehend aus Constantins ausführendem Produzenten Robert Kulzer, Jeremy Bolt von Impact Pictures und Paul W.S. Anderson, der sowohl als Produzent als auch als Drehbuchautor fungierte. Mit im Team ist zudem Produzenten-Veteran Don Carmody ("Chicago", "Gothika"), der zuletzt den Constantin-Thriller "Wrong Turn" produzierte.

Anderson war bereits leidenschaftlicher "Resident Evil" - Spieler, bevor das Filmprojekt existierte. Schnell erkannte er die Chance, den Film mit zahlreichen einmaligen und essentiellen Elementen des Games zu perfektionieren. "Es gibt faszinierende Bilder in diesem Spiel, die wir auf die große Leinwand übertragen haben", erklärt er. "Das war einer der besonderen Reize bei diesem Projekt. Da der ganze Film sich direkt auf die Figuren, die Erzählstruktur und die Ereignisse der Spiele bezog, konnten wir einige Sequenzen aus dem Game originalgetreu umsetzen.

Gleichzeitig haben wir vielen Szenen aber auch einen ganz besonderen, neuen Dreh gegeben, so dass selbst ´Resident Evil´ - Hardcore - Gamer noch ihre Überraschungen erleben werden."

"Wir haben versucht, den Zuschauer genauso in diese apokalyptische Welt hinein zu saugen, wie die Games das tun", fährt Anderson fort. "Und in gewisser Weise war es einfacher, "Resident Evil" in einen Film zu verwandeln als andere Vorlagen, da das Spiel selbst ja schon ungemein vom Hollywood-Kino beeinflusst ist."

Da Anderson zur geplanten Drehzeit von "Resident Evil: Apocalypse" als Regisseur von "Alien vs. Predator" tätig war, übergaben die Produzenten das Regie-Zepter an den verdienten Second Unit - Regisseur Alexander Witt, der bei zahlreichen Filmen sein untrügliches Gespür für visuelle Raffinesse und makellose Action bewies, darunter "Hannibal" und "Black Hawk Down".

"Alexander hat einen großartigen Instinkt für Bilder und inszenierte einige der spektakulärsten Actionszenen der letzten zehn Jahre", erklärt Produzent Bolt. "Er hat solch eine unglaubliche Erfahrung als Filmemacher, dass man ´Resident Evil: Apocalypse´ nicht wirklich als sein Regiedebüt bezeichnen kann."

Anderson und Jovovich vertraten beide die Ansicht, dass der zweite "Resident Evil" neben Schocks und Spannung auch einige monumentale Actionszenen enthalten müsse, von Hubschrauber - Stunts bis zu Stürzen aus nie zuvor gesehenen Höhen. "Wir wussten, dass dieser Film jeden Regisseur bis an seine Grenzen treiben würde", lacht Anderson. "Wir wollten also einen Filmemacher, der ein breitgefächertes Talent besitzt, der sowohl die gigantische Action als auch den Horror und die menschliche Komponente der Story umsetzen kann."

Schauspieler Oded Fehr ergänzt: " Man würde niemals glauben, dass dies Alexanders erster Film ist. Er war so entspannt, so ruhig! Er weiß, was er will, er weiß, was er tut und dennoch ist er sehr offen für Vorschläge. Es fühlte sich an, als würde man mit einem guten Freund einen Film drehen. Alexander hatte eine echte Vision für diesen Film und er hat einen großartigen Job geleistet, sie umzusetzen."

Neben dem Regisseur hatte auch Hauptdarstellerin Milla Jovovich eine große Last zu tragen, denn die physischen und psychischen Herausforderungen dieser Rolle waren noch weitaus größer als im ersten Teil. "Milla stellte sicher, dass Alice nicht bloß eine faszinierende Kampf- und Tötungsmaschine ist. Sie zeigt auch ihre menschliche Seite", schwärmt Anderson. "Alice bekommt ihre übernatürlichen Kräfte nicht auf einen Schlag. Milla wollte, dass die Verwandlung realistisch vor sich geht, dass Alice mit ihrer Mutation leidet und erst mit ihr umzugehen lernen muss. Ich glaube, dieser Input von Milla hat der Glaubwürdigkeit ihrer Rolle sehr gedient."

Jovovich gab sich der Rolle völlig hin - körperlich wie emotional. "Ich glaube, keiner von uns hatte erwartet, wie viele Stunts sie tatsächlich selbst absolvieren würde, weil niemand von uns geahnt hatte, wie viel körperliches Training sie für diesen Film auf sich zu nehmen bereit war", erklärt Anderson. "Sie hat buchstäblich vier komplette Monate vor dem Dreh mit Training verbracht. Und es war ein wirklich hartes Training. Milla hat sich regelrecht in Alice verwandelt."

"Ich bin eine Kämpfernatur und ich liebe Kampfsport", sagt Jovovich und fügt lachend hinzu: "Ich fühle mich gern körperlich stark. Und ich habe definitiv ein Talent im Umgang mit Waffen und anderen gefährlichen Gegenständen. Vielleicht hat das mit meinen jugoslawischen Wurzeln zu tun. Ich bin immer bereit zu kämpfen - vielleicht ist das mein wahres, barbarisches Ich, das irgendwo aus den Abgründen meiner DNA durchkommt."

Milla Jovovichs Training beinhaltete unter anderem Unterricht in der hochakrobatischen brasilianischen Kampfkunst Capoeira, die ihr von Mestre Amen Santo beigebracht wurde. Diese sehr spezielle Form des Kampfsports ist in weiten Teilen von Brasilien verboten, da sie als Nahkampftraining eingestuft wurde. Jovovichs Capoeira-Training umfasste auch "Maracatu", einen Kampftanz mit Stöcken. Ihr Geschick und ihre Grazie beim Maracatu inspirierte die Filmemacher zu der Szene, in der Alice mit Stöcken gegen die Umbrella-Söldner kämpft. Jovovich ließ sich außerdem in dem souveränen Umgang mit Waffen - inklusive des gekonnten Herumwirbelns mit den Knarren - unterrichten. Ihr Lehrer war Phil Spangenberger, der bereits Mel Gibson und Will Smith zu seinen Schülern zählt.

Auch Stunt-Koordinator Steve Lucescu, in dessen Filmographie sich Titel wie "Chicago", "Gothika" und "Wrong Turn" finden, arbeitete mit Jovovich ausgiebig zusammen. "Als ich Milla traf, erkannte ich, dass sie zu den Stunts in der Lage war - sowohl physisch als auch schauspielerisch", erinnert sich Lucescu. "Es war phänomenal. Milla ist unermüdlich, sie hört nie auf."

Eine der entscheidenden Kampfszenen im Film ist das Duell zwischen Alice und Nemesis. "Am Anfang sagte ich: ´Okay, wir versuchen so etwa zwanzig Bewegungsabläufe und schauen mal, wie es läuft.´ Diese zwanzig Moves hatte Milla bereits nach wenigen Stunden drauf. Wir verfeinerten die Bewegungen dann immer mehr und fügten immer neue Moves hinzu. Milla schaffte jede noch so komplizierte Herausforderung!"

Die zweite Hauptdarstellerin neben Milla Jovovich ist Sienna Guillory, die im Film Jill Valentine verkörpert, die Heldin diverser "Resident Evil" - Spiele. Die britische Schauspielerin wurde nach einer langen, aufwändigen Suche ausgewählt. "Die Besetzung erforderte nicht nur, das Kinopublikum zu begeistern, auch die Spieler, die mit Jill Valentine am Monitor bereits viele, viele Stunden verbracht und sie ausgiebig studiert hatten, mussten sie akzeptieren", erklärt Produzent Don Carmody. Jeremy Bolt ergänzt: "Sie ist eine außergewöhnlich talentierte Schauspielerin und obendrein extrem fotogen. Sie war die perfekte Wahl für die Rolle der Jill Valentine."

Guillory war bereits vor den Dreharbeiten eine leidenschaftliche Spielerin und hegte schon lange eine innige Beziehung zu ihrem Gameboy. Ihre erste Probe für "Resident Evil: Apocalypse" brachte sie in Kontakt mit den "Resident Evil" - Games. Sie wurde schnell ein Fan der Survival Horror-Serie und studierte das Game genau nach speziellen Eigenschaften und Manierismen der Videospiel-Figuren, die sie auf die Leinwand übertragen konnte.

Während des Drehs besuchte Hiroyuki Kobayashi, Produzent der "Resident Evil" - Games, die Dreharbeiten und war ebenso verblüfft wie begeistert von Sienna Guillory. "Er konnte es absolut nicht fassen", erinnert sich Carmody. "Sie ist wirklich Jill."

Jovovich und Guillory verstanden sich während des Drehs nicht nur schauspielerisch sondern auch menschlich bestens. "Mit Milla zu arbeiten ist einfach großartig", schwärmt Guillory. "Sie ist unglaublich klug. Sie weiß, wie man mit einem Drehbuch arbeitet - und mit anderen Menschen."

   
Quelle: Highlight Video / Digital-Movie.de (rp)
   
  Links zum Artikel:
  www.highlightvideo.de
  Special: "Resident Evil: Apocalypse" - Daten, Menüs
  Special: "Resident Evil: Apocalypse" - Inhalt, Bilder
  Special: "Resident Evil: Apocalypse" - Produktion
 

    
 

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