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   11.02.2005 - Rubrik: DVD Special  
  Special: "Resident Evil: Apocalypse" - Produktion
 
 

Bei Actionfilmen hat man für gewöhnlich immer die besten Gelegenheiten, Näheres über Stunts, Actionsequenzen und Effekte zu erfahren. "Resident Evil: Apocalypse" geht mit seiner spannenden Story noch etwas weiter und hat auch noch gelungene Masken und Kulissen zu bieten. Wenn ihr erfahren möchtet, was sich die an der Durchführung des Filmprojekts Beteiligten, also Cast und Crew, während der Produktion gedacht haben, könnt ihr an dieser Stelle weiterlesen und mehr erfahren.

Produktionsnotizen

Davis Films/Impact (Canada) Inc. und Constantin Film (UK) Limited präsentieren "Resident Evil: Apocalypse", die furiose Horror- und Action-Fortsetzung des 100 Millionen Dollar-Kinohits "Resident Evil", die auch auf der gleichnamigen, legendären Videospielserie basiert. Im zweiten Abenteuer der toughen Heldin Alice verbündet sie sich mit Charakteren, die Gamer in aller Welt bereits aus den Capcom-Spielen kennen. Das Drehbuch zu "Resident Evil: Apocalypse" stammt von Paul W.S. Anderson, der beim ersten Teil sowohl als Autor als auch als Regisseur fungierte.

Die Inszenierung übernahm diesmal Action-Experte Alexander Witt, Regisseur des zweiten Teams bei Kinohits wie "The Italian Job", "Daredevil" und "Fluch der Karibik". Mit "Resident Evil: Apocalypse" gibt er sein Regiedebut.

Neben Hauptdarstellerin Milla Jovovich ("Das fünfte Element", "Zoolander") spielen Sienna Guillory ("Time Machine"), Oded Fehr ("Die Mumie"), Thomas Kretschmann ("Der Pianist", "Blade II") Jared Harris ("I Shot Andy Warhol", " Mr. Deeds"), Mike Epps ("Next Friday", "Fighting Temptations"), Sandrine Holt ("Once A Thief", "Happy Hour") und Sophie Vavasseur ("Evelyn").

Als Produzenten fungieren Jeremy Bolt, Paul W.S. Anderson und Don Carmody. Die ausführenden Produzenten sind Bernd Eichinger, Samuel Hadida, Robert Kulzer und Victor Hadida. Zum kreativen Team hinter der Kamera zählen die Kameramänner Christian Sebaldt und Derek Rogers, C.S.C., der Cutter Eddie Hamilton, Production Designer Paul Denham Austerberry, der Visual Effects-Supervisor Alison O´Brien und die Kostümbildnerin Mary McLeod. Als Music Supervisor zeichnet Liz Gallacher verantwortlich, den Soundtrack komponierte Jeff Danna.

Der Albtraum geht weiter

Der erste "Resident Evil"-Film war als Prequel zur gleichnamigen Videospiel-Serie konzipiert. "Resident Evil: Apocalypse" taucht nun noch tiefer in die einmalige Welt der digitalen Games ein, die das Spiele-Genre des "Survival Horrors" begründeten.

"Ich bin fest davon überzeugt, dass eine Fortsetzung nur funktionieren kann, wenn man nicht einfach das Konzept des Originals kopiert", erklärt Autor Paul W.S. Anderson, der beim Originalfilm auch als Regisseur fungierte. "Der neue "Resident Evil" musste größer, besser und anders werden als sein Vorgänger."

Im ersten Teil gelang es Alice (Milla Jovovich) und Matt (Eric Mabius) den grauenhaften T-Virus, der für die Untoten-Plage verantwortlich war, in einem unterirdischen Forschungslabor namens "The Hive" unter Quarantäne zu bringen. Doch jetzt hat der mysteriöse Umbrella-Konzern nicht nur genetische Experimente mit den beiden Überlebenden dieses Höllenkommandos angestellt, er hat auch die Armee der Untoten aus dem Hive heraus nach Raccoon City gebracht. "Wir sind aus dem Inneren der Erde heraus ans Tageslicht getreten", erklärt Produzent Don Carmody, "und der Terror des Umbrella-Imperiums betrifft jetzt nicht mehr nur eine Handvoll von Leuten, sondern die ganze Welt. Und diese Gefahr ist größer und schrecklicher denn je."

Eine bunt zusammengewürfelte Gruppe von Überlebenden, angeführt von Jill Valentine und Carlos Oliveira, schöpft neue Hoffnung, als sie sich mit der genetisch manipulierten und dadurch übernatürlich starken Alice zusammen tut. "Milla ist Dreh- und Angelpunkt dieses Films", erklärt Anderson. "Ohne sie hätte es diesen zweiten Teil nie gegeben. Der Film wurde eigens für sie geschrieben - jede Szene, jeder Dialog entstand mit ihr im Hinterkopf."

"Alice hat die grauenerregende Ereignisse in "The Hive" überlebt und ist dadurch nun ein viel entschlossenerer Mensch geworden", erklärt Milla Jovovich. "Sie ist außerdem ein Umbrella-Experiment, ein Versuchskaninchen, infiziert mit dem T-Virus. Sie weiß nicht, welche Konsequenzen das für sie haben wird. Alles, was sie weiß, ist, dass Umbrella ihr Fähigkeiten verliehen hat, mit denen sie den Konzern vernichten kann. Und sie ist fest entschlossen, das zu tun."

Die Figur der Jill Valentine, gespielt von Sienna Guillory, steht Alice in Sachen Toughness allerdings in nichts nach. "Man will immer jemanden spielen, mit dem man Spaß hat. Man will jemanden spielen, der man selbst gern wäre", erklärt Guillory lachend. "Jill ist alles, was eine Frau sein möchte: Sie zieht sich scharf an, sagt, was sie denkt und kann jedem Lebewesen aus 50 Meter Entfernung eine Kugel zwischen die Augen jagen. Sie ist knallhart und sie ist cool drauf. Und, sie hat kein Problem damit, gleichzeitig auch noch höllisch sexy zu sein."

"Ich bin ein großer Fan der ´Resident Evil´-Spiele und als ich Sienna zum ersten Mal in ihrem Outfit sah, sprang ich begeistert auf und ab und klatschte in die Hände wie ein kleines Kind", erinnert sich Milla Jovovich. "Im Game ist Jill dieses raue Girl mit dem Minirock und dem knappen Top. So, wie Sienna sie verkörpert, ist sie nun auch noch höllisch hart. Wenn sie eine Knarre in der Hand hält, läuft man besser so schnell man kann davon. Sienna sieht wirklich aus wie die fleischgewordene Jill - nur schöner und cooler. Ich finde es einfach unglaublich."

Guillory betont, wie selten es ist, dass zwei selbstbewusste, durchsetzungsfähige Frauen wie Alice und Jill einen Film anführen dürfen: "Die beiden sind stark, haben etliche Waffen und ein großes Arsenal an kämpferischen Tricks. Wenn man jemanden hat, der so atemberaubend schön wie Alice und so sexy wie Jill ist, und diese zwei dann auch noch kämpfen können - dann hat das eine tolle Dynamik. Es herrscht ein offensichtlicher Respekt zwischen diesen beiden Figuren."

Ein anderer Kämpfer, der den Untoten Paroli bietet, ist Carlos Oliveira, gespielt von Oded Fehr. Carlos besitzt neben seinen Überlebensinstinkten auch ein Mitgefühl, dass sich niemals vom Horror der Ereignisse abtöten lassen würde. "Carlos ist der Chef eines unabhängigen SWAT - Teams des Umbrella-Imperiums" erklärt Fehr. "Dieses Team wurde nach Raccoon City geschickt, um einen Umbrella - Angestellten heraus zu holen. Auf dem Weg dahin sah Carlos eine Zivilistin auf einem Hausdach und sprang kurzentschlossen aus dem Helikopter, um ihr Leben zu retten. Er und sein Team sitzen deshalb allerdings in Raccoon City fest. Umbrella ließ sie einfach zurück und nun müssen sie sich ihren eigenen Weg aus der Stadt bahnen."

Carlos und Alice sind beides Kämpfernaturen und so entsteht eine enge Verbundenheit zwischen den beiden. Sie sind aufeinander angewiesen, wenn sie die Hölle Raccoon City überleben wollen. "Alice und Carlos ziehen sich auf Anhieb an", erklärt Fehr. "Sie sind beide Menschen, für die Krieg Alltag ist, und sie haben einen großen Respekt voreinander, während sie Seite an Seite kämpfen und ihre Bindung immer enger wird. Jill Valentine ist ebenfalls ein sehr toughes und starkes Girl und sie scheint einfach auf alles und jeden wütend zu sein. Sie ist ein harter Brocken."

Als dieses Trio endlich Angie findet, die Tochter des Umbrella - Wissenschaftlers Dr. Charles Ashford (Jared Harris), betrachtet Carlos Angies Schutz unverzüglich als seine private Mission. "Das sind echte Menschen in einer unwirklichen Situation", sagt Fehr. "Sie sind umzingelt von mörderischen, seelenlosen Kreaturen und in gewisser Weise ist es ihre Menschlichkeit, die ihnen das Leben rettet."

Nachdem sie nur knapp den bestialischen Lickers entkommen sind, die weitaus schneller und gerissener sind als die Untoten aus dem Hive-Labor und danach noch anderen biogenetisch manipulierten Monstern und wilden, untoten Dobermännern trotzen mussten, steht ihnen die schwerste Prüfung noch bevor:

Sie müssen Raccoon City mit dem letzten verfügbaren Hubschrauber verlassen, bevor die komplette Stadt von einer offenbar unmittelbar bevorstehenden nuklearen Explosion ausradiert wird.

Es gibt nur ein Problem: Der Umbrella-Boss Major Cain verfolgt jeden ihrer Schritte und ist fest entschlossen, Umbrellas Geheimwaffe Nemesis auf die Gefährten zu hetzen. Gegen diese Kreatur dürfte nicht einmal Alice eine Chance haben.

Thomas Kretschmann beschreibt Cain als "einen modernen Frankenstein. Er hat das alles erschaffen. Das ist alles sein Projekt, sein Baby - diese Mutationen, diese bizarre Evolution, alles. Er glaubt an das, was er tut, und es ist ihm wichtiger als irgendwelche Menschenleben. Nemesis ist sein besonderer Favorit. Cain genießt es mitzuerleben, wie seine Schöpfung zum Leben erwacht."

Raccoon City Live

"Resident Evil: Apocalypse" wurde in Studios und Außenschauplätzen in Toronto und dem nahe gelegenen kanadischen Ort Hamilton gedreht. Der Look der Stadt war essentiell für den Film. "Um diesen Film zu machen, mussten wir eine nordamerikanische Stadt sozusagen okkupieren", sagt Produzent Don Carmody "und unsere Wahl fiel auf Toronto." In der kanadischen Metropole waren in den letzten Jahren zahlreiche große Filmproduktionen entstanden, darunter der Academy Award - Gewinner "Chicago". "Wir nahmen diverse Durchgangsstrassen tagelang unter Beschlag und blockierten zwei Wochen lang das Rathaus, vor dem wir Hubschrauber starteten und landeten, Sprengsätze zündeten und Fenster zerschossen. Wir sperrten außerdem für die Schussgefechte mit den Untoten ganze Straßenzüge ab. Mir fällt keine andere Großstadt ein, die mit uns dermaßen großzügig kooperiert und uns all dies ermöglicht hätte."

Production Designer Paul Denham Austerberry bezog die Architektur von Toronto geschickt in seine apokalyptische Vision des zerstörten Raccoon City ein. Torontos einzigartiges Rathaus, ein modernistischer Klassiker des finnischen Architekten Vijo Revell, wurde zu einem der Hauptschauplätze des Films. Das Filmteam nutzte den kompletten oberen Bereich des Gebäudes, filmte rund um den kugelförmigen Bau, der große Teile der Stadtverwaltung beherbergt. Um dem ungewöhnlichen Gebäude eine noch interessantere Anmutung zu verleihen, schuf Austerberry eine gläserne Umrandung des Gebäudekerns. Das Tagesgeschäft der Stadtverwaltung kam durch den riesigen Aufwand der Dreharbeiten trotzdem nicht zum Erliegen: Tagsüber ging im Rathaus alles seinen gewohnten Gang. Die Dreharbeiten fanden ausschließlich nachts statt.

Für jene Szene, in der Alice sich auf das Rathaus von Raccoon City hinunterwagt, hatte Regisseur Witt eine ganz besondere Vision: Mit Hilfe einer komplizierten Seilkonstruktion, an der Milla Jovovich befestigt wurde, erschuf er eine optisch hochgradig verwirrende Sequenz. "Ich wollte die sehr spezielle Form des Gebäudes nutzen", erklärt er. "Ich wollte die Szene so fotografieren, dass der Zuschauer ursprünglich das Gefühl hat, dass Alice eine horizontale Ebene entlang rennt. Doch wenn die Kamera dann zurück fährt und sich dabei langsam um 90 Grad dreht, erkennt das Publikum, dass sie senkrecht an der Fassade des Hauses entlang läuft. Ich wollte ein wirklich einmaliges Bild erschaffen, dass die Übernatürlichkeit von Alice unterstreicht. Der einzige Haken an der Sache war, dass jemand für diese Szene tatsächlich senkrecht ein 85 Meter hohes Gebäude herunterrennen musste, gehalten von nur einem einzigen Seil."

Jeremy Bolt ergänzt: "Es mag vielleicht aussehen, wie ein sehr teurer und aufwändiger Computertrick, doch wir haben diese Szene wirklich ohne Computerunterstützung in Echtzeit gedreht. Das ist erheblich beeindruckender."

Obwohl Milla Jovovich auch diesen Stunt unbedingt selbst absolvieren wollte, erhob die Versicherungsgesellschaft starken Protest gegen diese Szene - ganz egal, wie sicher das Seil auch sein mochte. So wurde dies eine der wenigen Sequenzen, in denen Jovovichs Double Joanne Leach zum Einsatz kam. Sie musste die halsbrecherische Szene insgesamt zwölfmal durchmachen.

Jovovich, die das tollkühne Manöver vom Boden aus verfolgte, war fassungslos: "Das ist Wahnsinn. Diese Frau rannte wirklich kopfüber ein Hochhaus hinunter. Über 80 Meter! Mit voller Geschwindigkeit! Ich selbst musste für die Nahaufnahmen nur die letzten zwanzig Meter herunterlaufen, und das war schon angsterregend genug. Ich habe nicht geschrieen vor Angst, ich wirkte ganz cool, schließlich steckte ich voll in der Rolle von Alice. Doch innerlich fragte ich mich panisch: ´Oh Gott, wie soll ich das bloß schaffen?!´"

Der Wahnsinn setzte sich fort: Eine unerwartete Kältewelle machte der Stadt zu schaffen und drückte die Temperaturen bis in die Nähe des Gefrierpunkts. Der letzte Monat der Dreharbeiten bestand nahezu ausschließlich aus Nachtaufnahmen. Milla Jovovich erinnert sich an ein Gespräch, das sie einen Monat zuvor mit der Kostümbildnerin hatte: "Ich hatte diese irre Idee, dass ich sehr sexy sein wollte in diesem Film. Also schlug ich vor, dass Raccoon City gerade eine Hitzewelle erlebt. Nicht nur, damit ich mit möglichst wenig Textilien auskommen würde, sondern auch wegen Jill Valentine mit ihrem Minirock und ihrem kurzen Top. Hitzewelle, klare Sache. Doch dann war es Oktober und wir drehten nachts und wir froren wie wahnsinnig. Doch natürlich konnten wir jetzt nichts mehr ändern, wir konnten nicht plötzlich in Parkas herumrennen."

Ein anderer tollkühner Stunt wurde auf dem Dach eines schwarzen, vierzig Stockwerke hohen Bürogebäudes gedreht. Produzent Bolt erklärt: "Wir haben tatsächlich einen leibhaftigen Stuntman aus einem fliegenden Helikopter springen lassen. Aus über zwanzig Metern Höhe. Eine Erkenntnis, die Paul und ich gewonnen haben, ist, dass man, wenn irgend möglich, die Szenen real und nicht mit dem Computer drehen sollte. Es wirkt auf der Leinwand einfach besser. Das war unser erklärtes Ziel bei diesem Film: Alles sollte so real wie möglich wirken."

Die größte Innenkulisse von "Resident Evil: Apocalypse" war die Ravens´ Gate Church, die im Studio aufgebaut wurde. Produzent Carmody erklärt: "Die Sequenz in diesem Gotteshaus beginnt als eine sehr gruselige Szene, die sich langsam zu echtem Horror steigert und schließlich in einem furiosen Action-Feuerwerk gipfelt. Nachdem wir die Sequenz auf dem Papier durchkonzipiert hatten, war uns klar, dass wir die ganze Kirche auseinander nehmen würden. Wir schauten uns an und sagten: ´Es gibt nicht eine einzige Gemeinde auf der ganzen Welt, die uns erlauben würde, solche Szenen in ihrer Kirche zu drehen.´ Also bauten wir die Kathedrale komplett im Studio nach."

Das Monster Nemesis

Die Kreatur Nemesis wurde von Make - Up - Effect - Künstler Paul Jones erschaffen, der zuvor unter anderem bei "Ginger Snaps" und "Chucky und seine Braut" mitarbeitete.

Bewaffnet mit einer neuartigen, tödlichen Waffe und natürlich auch seinem Markenzeichen, dem Raketenwerfer, war das Monster in extrem dichter Anlehnung an den populärsten aller Killer aus dem Game gestaltet worden.

Das Kostüm von Nemesis wurde für den Schauspieler Matthew G. Taylor maßgeschneidert, einem knapp zwei Meter großen früheren Polizisten und Bodybuilder.

Jones und sein Team konstruierten ein aus mehreren Teilen bestehendes Kostüm aus Silikon, Polyurethane, Leder und Metall, um Taylor in die bedrohlichste und schrecklichste Kreatur des ganzen Films zu verwandeln.

"Ich benutzte Silikon für Nemesis´ Haut, da dieses Material eine ganz eigene Art von Schimmer auf der Oberfläche besitzt", erklärt Jones. "Es lässt sich wirklich wie menschliche Haut fotografieren. Um Nemesis´ Präsenz auf der Leinwand zu verstärken und die Details seines Äußeren zu betonen, haben wir seine Haut und sein Fleisch permanent mit einer dünnen Schleimschicht überzogen. Diesen Schleim haben wir mit Methocellulose angerührt - gemeinhin besser bekannt als Lebensmittelzusatz."

Die ledernen und metallenen Schutzplatten an Nemesis´ Kleidung wurden in verschiedenen Schichten angefertigt und mit zahlreichen künstlichen Einschusslöchern versehen. Anders als die Kreatur selbst, regeneriert sich die Schutzschicht nach einer Wunde nicht von selbst. Um die ohnehin schon imposante Erscheinung von Nemesis noch weiter zu erhöhen, wurden ihm hohe Stahl-Sohlen in seine Schuhe eingebaut, die ihn um weitere 15 Zentimeter wachsen ließen.

Die größte Herausforderung bei der Erschaffung von Nemesis lag in dem grotesk entstellten Gesicht des Monsters. Eine nasenlose Masse von schleimigen Hautfetzen und freiliegenden Knochen, zusammengehalten von nachlässig getackerten Metallkrampen. Nemesis lässt nur sehr vage erahnen, dass er einmal ein Mensch war. Um diesen schaurigen Effekt zu erreichen, schuf Jones einen künstlichen Schädel aus Fiberglas, den Nemesis-Darsteller Taylor sich überstülpen musste. Von dessen Inneren aus konnte er den Mund und die Augen von Nemesis bewegen. Der Großteil von Nemesis´ Mimik wurde jedoch durch fünf Mini-Motoren erzeugt, die sich unter der Silikonhaut befanden und via Fernbedienung kontrolliert wurden.

Wie im Spiel benutzt Nemesis auch im Film einen Raketenwerfer, um Tod und Zerstörung über die Stadt zu bringen. Ferner benutzt er im Film noch eine einzigartige, tödliche "Rail Gun". "Diese Rail Gun ist eine völlig neuartige und unermesslich zerstörerische Erfindung", erklärt Anderson. "Ich hatte diese Vorstellung von einem Typen, der in jeder Hand eine gigantische Waffe trägt und sich kaum entscheiden kann, welche dieser tödlichen Geräte er zuerst einsetzen soll. Natürlich benutzt er in meiner Lieblingsszene beide gleichzeitig."

Die "Rail Gun" - Spezialanfertigung stammt vom Filmwaffen - Experten Charles Taylor, der sie als Modifikation der General Electric M134 Mini Gun konzipierte. Ursprünglich war sie erfunden worden, um von Hubschraubern aus abgefeuert zu werden (zu sehen unter anderem in "Black Hawk Down") und kann 6000 Schüsse pro Minute abfeuern.

Taylor zerlegte diese Waffe, kürzte die sechs rotierenden Kammern und fügte stattdessen Mündungsbremsen hinzu, welche die abgefeuerten Kugeln aus der Bahn lenkten und so einen einzigartigen Plasma - Effekt erzeugten. Eine Countdown-Anzeige und das Umbrella - Logo wurden am Griff und der Armstütze angebracht. Die fertige Waffe wog stolze 25 Kilo. "Resident Evil: Apocalypse" ist der erste Film, in dem solch eine Waffe tatsächlich einhändig abgefeuert wurde. Am Set wurde die Waffe erstmals in einem engen Gang in der Polizeiwache von Raccoon City abgefeuert. In nur drei Sekunden krachten 150 Schüsse in ohrenbetäubender Lautstärke durch die Kulisse, rissen jeden noch so kleinen Fetzen Tapete von den Wänden und besaßen einen Druck, dass selbst zwei Kamerawagen am äußersten Ende des Flures noch nach hinten gedrückt wurden. Niemand am Set hatte so etwas je zuvor erlebt.

   
Quelle: Highlight Video / Digital-Movie.de (rp)
   
  Links zum Artikel:
  www.highlightvideo.de
  Special: "Resident Evil: Apocalypse" - Daten, Menüs
  Special: "Resident Evil: Apocalypse" - Inhalt, Bilder
  Special: "Resident Evil: Apocalypse" - Spiel, Film
 

    
 

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