Newsletter   RSS-Newsfeed   Wap, I-Mode & PDA   Gewinnspiel  Impressum  Werbung  Online Hilfe  89 Leser online

 
   24.02.2006 - Rubrik: Games  
  Review: "Project Gotham Racing 3" (Xbox 360)
 
 
 

Project Gotham Racing 3

PGR 3

 

Xbox 360

Getestet von Florian Kriegel

Email: fk@digital-movie.de

        


Weitere Informationen zum Spiel:



Gesamtwertung:

Spielinfos:

Review Datum: 25.02.2006
Im Handel ab: 02.12.2005
Preis: ca. 60 EUR
   
Deutscher Titel: Project Gotham Racing 3
Originaltitel: Project Gotham Racing 3
Genre: Autorennen
   
Bildformat: HDTV 480p/720p
Sprachausgabe: Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: -
       
Spieler: 1-8 Spieler
Multiplayer: Ja, max. 8 Spieler(lokal, System-Link)
Live!: Ja
Live! Downloads: Ja
   
TV Norm: PAL
USK-Freigabe: ohne Altersbeschränkung
Regional Code: EU
Disk Typ: DVD 9 / Dual Layer
Publisher: Microsoft
Entwickler: Bizarre Creations
     
Testequipment:

AV-Receiver: Yamaha RX-V1400 (THX Select, Dolby Digital, dts)
Lautsprecher: Canton Movie XL-Set in 6.1-Konfiguration

Beamer: Sanyo PLV-Z3 (kalibriert, via HD-AV-Kabel (YUV))
Konsole: Xbox 360 Premium (Retail, 02.12.2005)

          
Inhalt:

Bereiten Sie sich auf das Rennen Ihres Lebens vor! Denn für adrenalingeladene, packende Action ist mehr als nur Tempo erforderlich. PGR 3 ist ein einzigartiges Rennspiel: Sie entwerfen eigene Strecken, fahren überwältigend schöne und schnelle Autos, werden Star auf Gotham TV und vieles mehr. Ob im Online- oder Offline-Modus - um der nächste Gotham-Weltmeister zu werden, müssen Sie atemberaubendes Tempo mit Dynamik und Können kombinieren.

    
Spiele-Review:
   
Allgemeines:

„PGR 3“ ist der inzwischen dritte Teil der äußerst erfolgreichen Autorennenserie der Xbox und feiert mit dem aktuellen Teil den Einstieg auf der Next-Generation-Konsole von Microsoft. Pünktlich zum Start der Xbox 360 erschienen, dient PGR3 nicht zuletzt auch als Zugpferd und Technikpräsentation der neuen Hardware, doch auch spielerisch wird dem Käufer einiges versprochen und die guten Vorgänger lassen einen hochkarätigen Rennspaß erwarten. Wir verraten Euch, ob der Luxusracer seine Versprechen halten kann und der neuen Konsolengeneration gerecht wird.

   
Game+play:

Was hat PGR 3 zu bieten?

Spielerisch und inhaltlich knüpft der dritte Teil an seine beiden Vorgänger an und bietet gewohnte Abwechslung. Gefahren wird in fünf Locations, nämlich Tokio, New York, Las Vegas, London und dem Nürburgring, wobei alle sehr detailgetreu nachgebildet wurden. Sämtliche Strecken können sowohl bei Tag, als auch bei Nacht gefahren werden. Natürlich gibt es neben einem Singleplayer-Modus auch wieder knallharte Online-Action, zu der wir aber später kommen.

Neben dem sogenannten „Spaß-Spiel“, der aus „Ausschneidung“, „Straßenrennen“ und einem Zeitmodus besteht, gibt es im Singeplayer natürlich auch wieder eine Karriere, die aus folgenden Modi besteht: Straßenrennen, Slalom, Drift-Versuch, Überholen, Fahrerduell und Tempoversuch. Während eines Turniers gibt es also stets eine gute Abwechslung verschiedensterer Aufgaben, wobei im Slalommodus die zum Teil schlecht sichtbaren Markierungen etwas stören. Nach jedem Event, das in fünf Schwierigkeitsstufen bestritten werden kann, erscheint eine Weltrangliste, die sämtliche Live!-Zocker weltweit miteinander vergleicht und einen guten Überblick über das eigene fahrerische Können im Vergleich zur Konkurrenz zeigt.

Und so wird gespielt...

Beim Fahren auf Zeit kann der Spieler mittels Kudos die Zeit stoppen, sodass anzuraten ist so viele Drifts wie möglich zu fahren, um überhaupt eine Chance auf die Gold- oder Platin-Auszeichnung zu erhalten. Die anderen Spielmodi sind eigentlich selbsterklärend und mit jedem gewonnenen Rennen oder anderweitigem Event steigt der Kontostand, mit dem sich der Spieler neue Autos, insgesamt 80 Stück an der Zahl, kaufen kann und diese in seiner eigenen Garage unterbringen kann. Vor dem Kauf dient eine Teststrecke auf dem Nürburgring als ideale Umgebung, um den neuen Edelschlitten auf Herz und Nieren zu prüfen. Der Furhpark ist in insgesamt fünf Klassen unterteilt, die sich simpel in A-E einordnen, wobei für viele Autos der A-Kategorie bereits ein gewisses Händchen erforderlich ist, um diese durch die teils engen Strecken zu manövrieren.

Unterhalb des Gold-Schwierigkeitsgrad ist das Bestehen des Karrieremodus übrigens relativ einfach, sodass auch Gelegenheitsspieler mit Erfolg bestehen werden. Leider kann das binnen weniger Stunden bereits der Fall sein, was diesen Modus insgesamt etwas kurz erscheinen lässt. Wer allerdings sein Können unter Beweis stellen möchte, wird für den Gold- oder Platin-Modus einige Übung einplanen müssen und immer wieder ins Lenkrad beißen.

Diesen Karrieremodus gibt es auch als Online-Variante, allerdings fällt dieser weitaus eintöniger aus, da man fast keinen Einfluß auf den Verlauf nehmen kann. Je nach Autoklasse landet man in einem Event mit anderen Mitstreitern und sammelt die PGR-typischen „Kudos“ und Credits.

Wer gelegentlich mit seinen Freunden ein paar Rennen fahren möchte kann zum „Spaß-Spiel“ greifen und Team-Straßenrennen oder Ausscheidungsrennen fahren. Wem die Streckenauswahl irgendwann nicht mehr ausreicht, kann mit dem Streckeneditor eigene Varianten zusammenstellen, wobei man sich dabei an gewisse Punkte halten muss. Laut Hersteller sollen so bis 100 Millionen unterschiedliche Konstellationen möglich sein.

Sollte man einmal gar keine Lust haben selbst Autos zu lenken, dann bietet sich auch das so genannte Gotham-TV an oder das beitreten bereits gestarteter Spiele. Denn dann werden Rennen nämlich von verschiedenen Kameras begleitet, die sich manuell umschalten lassen und die imposante Technik von „PGR 3“ in Bestform zeigen. Denn gerade aus den im Rennen nicht verfügbaren Kamerapositionen, die sich zum Beispiel am Straßenrand oder direkt auf dem Asphalt befinden, sieht Project Gotham Racing fantastisch aus und bringt richtiges TV-Feeling herüber. In den Rennen selbst stehen übrigens fünf Perspektiven zur Auswahl, wobei vor allem die Cockpitansicht wunderbar gelungen ist und ein geniales Geschwindigkeitsgefühl vermittelt, nicht zuletzt dank eines leicht bewegbaren Kopfes. So kann man zum Beispiel schnell überprüfen, ob die Seitenspiegel noch am Auto sind oder sie sich bereits bei einem Crash verabschiedet haben. Das Schadensmodell von „PGR 3“ ist zwar optisch ganz nett, wirkt sicher aber nicht auf das Fahrverhalten aus. Ein paar Kratzer hier und da, einige fehlende Teile und kleinere Beulen sind dann auch schon die schlimmsten Folgen eines großen Unfalls.

Steuerungstechnisch gibt es ebenfalls nichts zu bemängeln, sodass sich die Autos stets gut kontrollieren lassen, was aber je nach Wagenklasse nicht gerade einfach ist. So fahren sich Autos der E-Klasse logischerweise deutlich träger als schnellere Edelschlitten, wie zum Beispiel dem Enzo Ferrari.

   
 
Gameplay:  (gut - sehr gut)
 
Umfang:  (gut - sehr gut)
   
Mutiplayer:

Wirklich spaßig wird „PGR 3“ aber erst im Multiplayermodus, wobei man dabei die Wahl hat zwischen lokalen Koop-Rennen, dem ebenfalls lokal ausgerichteten System-Link oder dem deutlich tolleren Live!-Modus, der das Spielen mit Menschen auf der ganzen Welt ermöglicht. Hier kann man entweder eigene Rennen erstellen oder bereits offenen Events beitreten, wobei stets zu erkennen ist, aus welchem Land das Spiel gehostet wird und wie viele Spieler bereits in der Lobby warten. Ob dabei Straßenrennen in Tokio oder Ausscheidungsvents in New York gefahren werden bleibt dem Host überlassen. Ab dem Beitreten der Lobby, können sich alle Spieler außerdem mittels Headset unterhalten, was vor allem während des Rennens ganz witzig sein kann.

Allerdings sollte man generell darauf achten, dass möglichst alle Spieler, maximal acht, Autos der gleichen Klassen nutzen, da bei langen Strecken generell große Abstände zwischen den einzelnen Spielern entstehen können und man zum Teil denken könnte, dass man sich alleine im Spiel befindet. Bei homogener Fahrzeugauswahl und möglichst gleichem Fahrkönnen ist der Spielspaß aber enorm und so kann es schnell passieren, dass einige Stunden vergehen, eh man eine Pause braucht.

   
 
Multiplayer:  (gut - sehr gut)
   
Technik:

Die technische Umsetzung...

Dass „PGR 3“ pünktlich zum Start der Xbox 360 in den Regalen stehen musste, war für Microsoft ganz selbstverständlich, sollte der Edelracer doch als Prestigeobjekt für die neue Konsolengeneration daher kommen. Im Großen und Ganzen kann das Spiel die technischen Vorteile gegenüber der Vorgängerversionen auch eindeutig unter Beweis stellen. Vor allem grafisch weiß „PGR 3“ zu beeindrucken, gerade bei Verwendung eines HD-fähigen TVs oder Beamers werden die Vorteile offensichtlich. Fotorealistische und hochauflösende Texturen erfreuen das Auge und lassen sämtliche Locations extrem realistisch wirken. Bizarre Creations hat sich große Mühe gegeben, die Städte so genau wie möglich nachzubilden. Im Internet kursieren schon des längeren Vergleichsbilder von Real- und Spiellocation und diese zeigen beispielhaft, wie akkurat hier gearbeitet wurde.

Neben den tollen Texturen, können aber auch die Autos selbst beeindrucken. Realistische Spiegelungen und Lichteffekte sorgen für eine extrem realitätsnahe Optik und die Original-Motorensounds bringen die passende Akustik.

Wo Licht ist, ist auch Schatten, was leider auch bei diesem Spiel zutrifft. Zwar bietet das Spiel neuartige Unschärfe-Effekte (Blur) und tolle Shadereffekte, die für realistische Lichtspiegelungen verantwortlich sind, doch leider fallen insgesamt, zum Teil deutlich, Treppcheneffekte, so genanntes Aliasing, auf, die bei großen Bilddiagonalen, beispielsweise auf der von uns zum Testen verwendeten Leinwand, zu Unmut führen. Wieso im Spiel kein Anti-Aliasing eingesetzt wird können wir nicht wirklich beantworten. Entweder war die Zeit zu knapp, dieses noch zu Implementieren oder die Entwickler nahmen an, dass die Unschärfe ausreichen würde.

An den Autos selbst und an für Aliasing anfälligen Elementen, wie zum Beispiel den Stromleitungen in Las Vegas, sind deshalb immer wieder starke Treppchenmuster zu erkennen. Das ist zwar kein Beinbruch, trübt den ansonsten aber nahezu perfekten Eindruck.

Soundtechnisch hat „PGR 3“ ebenfalls einiges zu bieten und kommt mit zahlreichen Musikstücken daher, darunter sogar klassische Musik von Mozart. Gute Effekte und die echten Motorengeräusche tun ihr Übriges und hinterlassen einen fast sehr guten Gesamteindruck.

Die Ladezeiten sind zwar nicht gerade kurz, fallen aber insgesamt noch human aus, sodass ca. 15 Sekunden verstreichen, je nach Größe des Rennens.

   
 
Grafik:  (gut - sehr gut)
 
Sound:  (gut - sehr gut)
   
Fazit:

Lange Zeit war nicht klar, ob „Project Gotham Racing 3“ tatsächlich zum Start der Xbox 360 fertig werden würde, wurde der Presse Mitte August auf der Games Convention doch eine noch sehr stark verbesserungswürdige Version gezeigt. Schließlich stand der Edelracer dennoch am 02.12.05 in den Regalen und gehört seitdem zu den Verkaufsschlagern. Sicherlich ist „PGR 3“ nicht perfekt, sodass die relativ kurze Singeplayer-Karriere für einen etwas faden Beigeschmack sorgen, doch dank der zahlreichen Spielmodi, des witzigen Streckeneditors und der gelungenen Live!-Unterstützung sind wir mehr als zufrieden. Konkurrenzfreudige Spieler können um bessere Plätze in den Weltranglisten fahren oder einfach spaßige Einzelrennen mit ihren Freunden veranstalten. Dass es „nur“ 80 Autos gibt ist ebenfalls zu verschmerzen, da der vorhandene Fuhrpark alle wichtigen Klassen abdeckt und die Umsetzung auf jeden Fall super gelungen ist.

Technisch befindet sich „PGR 3“ ebenfalls auf der Höhe der Zeit, auch wenn die unschönen Treppchenmuster wie das Haar in der Suppe sind. Dass das Fehlen des Anti-Aliasings technisch bedingt ist, können wir kaum nachvollziehen, sodass wir hoffen, dass im nächsten Teil auch dieser Mangel beseitigt werden wird. Soundtechnisch ist hingegen alles beim Alten geblieben, sodass man insgesamt zufrieden sein kann.

       
 

 Gameplay:

 (gut - sehr gut)
 Umfang:
 (gut - sehr gut)
 Grafik:
 (gut - sehr gut)
 Sound:
 (gut - sehr gut)
 Multiplayer:
 (gut - sehr gut)
   
 Gesamtwertung:
 (gut - sehr gut)

 Positives  Negatives
   
+ tolle Grafik - Singeplayer zu kurz
+ starker Sound - Aliasingeffekt
+ viele Strecken und Autos - Onlinekarriere unausgereift
+ Multiplayer-Spaß  

 

 
"PGR 3"
 
   
    
 

Jetzt den Newsletter abonnieren !

  






© 2015
Digital-Movie.de