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   26.01.2006 - Rubrik: Kino & Film  
  Film in der Kritik: Steven Spielbergs "München"
 
 

Inhalt:
Der junge israelische Patriot und Geheimdienstoffizier Avner ist nach dem Massaker von München tieftraurig und geschockt, aber auch sehr zornig. Da wird Avner von einem Mossad-Offizier namens Ephraim angesprochen und mit einer - bis dahin in der Geschichte Israels noch niemals da gewesenen – Mission betraut: Avner soll seine schwangere Frau verlassen, seine Identität aufgeben und vollständig in den Untergrund abtauchen, um auf dieser Mission die elf Männer, die vom israelischen Geheimdienst für die Morde in München verantwortlich gemacht werden, aufzuspüren und zu töten.

Von Genf über Frankfurt, Rom, Paris, Zypern, London und Beirut reisen Avner und sein Team unter absoluter Geheimhaltung; nach und nach spüren sie jeden einzelnen dieser Männer auf der geheimen Liste der Zielpersonen auf und führen hochkomplizierte Mordanschläge aus. Sie arbeiten außerhalb der Legalität, haben keinerlei Verbindung zu ihrer Heimat oder ihren Familien – die einzigen Bande, die sie knüpfen, sind die Beziehungen untereinander. Doch auch diese beginnen langsam zu bröckeln, als die Männer die brennenden Fragen zu diskutieren beginnen, über die man einfach nicht schweigen kann: "Wen genau bringen wir da um? Ist das gerechtfertigt? Wird das den Terror beenden?"

Kritik:
Steven Spielberg hat sich nach seinem eher dümmlichen "Krieg der Welten" nun wieder einem anspruchsvollem Stoff gewidmet. In Amerika erntete der Regiegigant für sein neuestes Werk sehr unterschiedliche Kritiken. Von "blass" bis "fantastisch" war alles dabei. Nachdem wir mit Metaldetektoren abgetastet wurden und die Securities mit den Nachtsichtgeräten hinter uns gelassen hatten, konnten wir uns unser eigenes Bild machen.

Dieses fällt überwiegend positiv aus. Spielberg hat einen hoch spannenden Politik Thriller inszeniert, der stellenweise weit über den Tellerrand hinausblickt. Die Actionszenen sehen nicht übermäßig toll aus. Das sollten sie wohl auch nicht, denn auch der Regisseur wollte den Fokus klar auf seine Geschichte legen. Das Attentat und die Entführung der Geiseln bilden lediglich den Rahmen des Films. Das Hauptaugenmerk liegt auf der Geschichte um den Geheimdienstoffizier Avner, der mit seiner Truppe eine heikle Mission zu erledigen hat. Die menschlichen Konflikte sind sehr gut ausgearbeitet und die Charaktere wurden sorgfältig entwickelt. Zusammen mit den sehr guten schauspielerischen Leistungen (allen voran Daniel Craig und Eric Bana) ergibt das einen hoch spannenden Thriller, der zum Schluss leider etwas an Fahrt verliert. Der Film muss seiner Laufzeit von 163 Minuten am Ende leider Tribut zollen.

Die größte Stärke des Films ist jedoch, dass sich die Problematik nahezu 1:1 auf alle Konflikte zwischen der westlichen Welt und der "Achse des Bösen" übertragen lässt. Spielberg hat viel Fingerspitzengefühl bewiesen und die wesentlichen Probleme herausgearbeitet. Diese kommen in teilweise wahnsinnig guten Dialogen zum Vorschein. Das Ganze ist allerdings in einen spannenden Thriller verpackt. Dies stieß vielen auf, da sie Spielberg vorwarfen die Grenzen zwischen bloßem Blockbusterkino und realer Dokumentation verschwimmen zu lassen. Wir suchen allerdings immer noch nach dem Buch, in dem dies als verboten deklariert wurde. Der Film von United International Pictures ist ab heute in den Kinos zu sehen.

   
Quelle: United International Pictures/ Digital-Movie.de (lh)
   
  Links zum Artikel:
  www.uip.de
    
 

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