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   16.05.2007 - Rubrik: Hardware  
  Im Test: iTeufel Clock für den iPod
 
 

Der Berliner Lautsprecherhersteller Teufel hat seit einiger Zeit Produkte im Programm, die für die erfolgreichste MP3-Player-Produktpalette, den Apple iPod, entwickelt wurde und seitdem unter dem Namen iTeufel vermarktet wird. Dazu gehören kompakte Lautsprechersysteme, wie das bekannteste und erste Produkt iTeufel, aber auch die iTeufel Box oder der iTeufel Bone.

Für den wahren Soundenthusiasten mögen diese kleinen Systeme unterdimensioniert sein, doch für gewisse Räumlichkeiten, wie zum Beispiel das Schlafzimmer, das Esszimmer oder auch den Arbeitsplatz, sind Teufels angebotene „Mini-Systeme“ durchaus zufrieden stellend. Viele iPod-User nutzen ihren MP3-Player aber auch auf dem Nachttisch, sei es als Wecker oder einfach als „Gute Nacht“-Musik zum Einschlafen. Für diesen Einsatz bietet Teufel nun die iTeufel Clock an, einen modernen Radiowecker mit passendem iPod Dock für alle aktuellen iPod-Systeme (außer Shuffle).

Für 99 Euro bekommt der Käufer einen von der Form her dem Apple Mini ähnlichen Radiowecker, der sich optisch ideal an Apples MP3-Player anschmiedet und vielseitige Einsatzmöglichkeiten verspricht. Das Gerät bietet verschiedene Wiedergabefunktionen. Neben der iPod-Wiedergabe bietet die iTeufel Clock auch einen integrierten UKW-Empfänger, der mittels mitgelieferter Antenne sofort einsatzbereit ist. Außerdem wird die Möglichkeit geboten, auch anderweitige MP3-Player und Audiogeräte wiederzugeben. Dazu liegt dem Paket ein 3,5“ Klinkenkabel bei, wobei hier nicht die Funktionen verfügbar sind, die mit dem iPod ermöglicht werden. Die „Clock“ lässt sich auch mit dem PC verbinden, dann wird der iPod als externes Gerät erkannt.

Der Lieferumfang kann sich sehen lassen, es sind praktisch alle Kabel für jede Eventualität dabei: 1 x iTeufel Clock 1 x iTeufel Clock-Fernbedienung, inkl. Batterien 1 x iTeufel Clock-Netzteil 1 x USB-Kabel 1 x Kabel 3,5 mm Miniklinke Stereo 1 x UKW-Behelfsantennenkabel 5 x iPod®-Einsätze unterschiedlicher Formen

Die iTeufel Clock basiert auf dem Bassreflex-System und bietet acht Watt Sinus. Das klingt zunächst nicht viel, ist aber für das Einsatzgebiet völlig ausreichend, wie wir später noch sehen werden. Laut Datenblatt soll eine Frequenz von 85Hz - 20kHz erreicht werden, was angesichts der kleinen Bauweise beachtlich ist. Mit gerade einmal 750 Gramm ist das Gerät sehr leicht und mit (BxHxT) 18.00 x 7.00 x 17.70 cm außerdem recht kompakt und somit ideal für die meisten Nachttische geeignet.

Installation und Bedienung:

Bevor das Gerät voll einsatzbereit ist, muss es, bzw. sollte es zunächst eingestellt werden. Dies geschieht über einen Schieberegler an der Rückseite des Gerätes (siehe Foto). Die Einstellungen sind denkbar einfach, wobei wir hier bereits den ersten Mangel in der Bedienung feststellen. Die Uhr, als auch die beiden Alarmzeiten lassen sich nur einstellen, wenn das Gerät auf Stand-By steht. Ist es eingeschaltet und bewegt man den Regler auf der Rückseite, passiert einfach gar nichts. Das ist an sich kein großes Problem, hätte technisch doch aber bewältigt werden können?

Für den Alarm lassen sich drei verschiedene Weckmodi einstellen. Zur Auswahl stehen ein Alarmsignal, das auf jeden Fall dominant ist, die iPod-Wiedergabe, die auf der letzten Wiedergabe basiert, oder eine Radiofunktion, die den zuletzt gespielten Sender wiedergibt. Sobald man von diesem Signal geweckt wird, kann man den Alarm entweder ausschalten oder durch die „Snooze“-Funktion verzögern. Dadurch wird der Alarm deaktiviert und nach acht Minuten erneut gestartet. Die Lautstärke des Alarms sollte auf jeden Fall manuell geändert werden, denn ansonsten wird man mit dem vordefinierten, extrem lauten Signal geweckt, das zudem immer lauter wird. Die Lautstärke des Alarm-Signaltons lässt sich leider nicht ändern. Umständlich ist, dass die Lautstärke des Alarms nicht gespeichert wird, sobald man die Zeit verändert. Dann steht der Regler wieder auf 22, sodass bei jeder Veränderung erneut nachgeregelt werden muss.

Ansonsten ist die Bedienung sehr intuitiv und denkbar einfach. Mit dem Knopf „Source“ wird die Wiedergabequelle ausgewählt, also entweder der angedockte iPod, das Radio oder die AUX-Quelle über die 3,5“-Klinke. Mit dem Button „Sleep“ lässt sich eine automatische Ausschalt-Funktion aktivieren, die maximal 90 Minuten, minimal 15 Minuten anbietet – ideal also um einzuschlafen. Mit langem Druck auf Alarm 1 und/oder 2 können die zwei Alarmzeiten aktiviert werden, ein kurzer Druck sorgt dafür, dass die eingestellten Zeiten kurz angezeigt werden.

Die „Sleep“-Funktion lässt sich übrigens nicht aktivieren, wenn einer der beiden Alarmfunktionen gerade aktiv ist. Wird man also z.B. morgen um 9 von einem Alarm geweckt und würde die Musik gerne nach 30 Minuten automatisch ausschalten lassen, so ist dies nicht möglich. Dazu muss der Alarm erst ausgeschaltet werden, indem man den entsprechenden Alarmknopf drückt, wodurch die Clock erstmal ausgeht. Dann muss das Gerät wieder eingeschaltet werden und man kann die Sleep-Funktion nutzen – nicht sehr komfortabel.

Der „Dimmer“ minimiert die Helligkeit des Displays, wobei hier drei Stufen ausgewählt werden können. Auch hier offenbart sich ein kleiner Mangel, denn sobald das Radio aus- und wieder angeschaltet wird, geht diese Einstellung wieder verloren. Es wäre sinnvoll, wenn diese Einstellung gespeichert werden würde, hier steckt der Teufel erneut im Detail.

Die größte Enttäuschung in Sachen Bedienung ist für uns jedoch, dass sich der iPod mit der Fernbedienung (und auch nicht am Gerät) nicht direkt steuern lässt. Zwar können Lieder pausiert, übersprungen oder die Shuffle-Funktion genutzt werden, doch lässt sich nicht Menü nutzen. D.h., dass die Musik mittels des iPods selbst ausgewählt werden muss, hier hätten einfache Befehler wie „Menü/zurück“, „hoch“, „runter“ und „bestätigen/ok“ einen deutlichen Mehrgewinn gebracht. Nicht unbedingt, weil es zu aufwendig wäre, zur Clock zu gehen und direkt am iPod die Musik auszuwählen, immerhin ist es ein komfortabler Wecker, aber deshalb, weil die Bedienung nicht besonders komfortabel ist, wenn der iPod im Dock steckt und dann per Hand bedient werden muss.

Irgendwo müssen aber auch die Grenzen des mit 99 Euro noch recht günstigen Gerätes liegen und hier offenbaren sie sich.

Insgesamt ist die Bedienung also recht ordentlich, wobei nur zahlreiche Details unausgereift und nicht vollständig durchdacht erscheinen.

Verarbeitung:

Die Verarbeitung fällt Teufel-typisch aus. Für 99 Euro darf man natürlich nicht allzu hohe Ansprüche haben und auch bei der „Clock“ zeigen sich Grenzen auf. Das Gerät selbst kommt in einem vernünftigen Kunststoff im schicken Weiß daher, was natürlich hervorragend zum weißen iPod passt. Der Karton offenbart einen Aufdruck zweier Versionen „Black/white“, sodass hier vielleicht auch eine schwarze Variante geplant ist?! Die Knöpfe des Gerätes haben einen angenehmen Druckpunkt und die Lautsprecherabdeckung wirkt edel. Das Display ist ebenfalls gut, wobei die Lesbarkeit nicht aus allen Blickwinkeln gewährleistet ist, was aber bei diesem Displaytyp bekannt ist.

Die Fernbedienung ist ungefähr so groß wie eine Scheckkarte und hat typische kleine Knöpfe zu bieten, die man von vergleichbaren Fernbedienungen kennt. Für die „blinde“ Nutzung wäre es hilfreich gewesen, wenn man den Play/Pause-Button mit einem kleinen Noppen versehen hätte, nach ein wenig Übung lässt sich dies aber auch ohne Hilfe bewerkstelligen. Eine kleine Öse ist auch vorhanden, sodass man die FB an einem Band oder ähnlichem befestigen kann.

Weniger gefällt uns hingegen die Batterieabdeckung, die bei eingelegter Batterie spürbar nach außen gewölbt ist und auf Dauer sicherlich Verschleissspuren zeigen könnte.

Klangqualität:

Der Klang des kompakten Radioweckers ist wie erwartet ordentlich. Natürlich lässt sich das System nicht mit richtigen Kompaktboxen vergleichen, doch angesichts der kleinen verbauten Lautsprecher und des Mini-Subwoofers am Boden des Gerätes, ist das Gebotene mehr als zufrieden stellend. Der Klang ist sehr warm und durchaus vulominös und eher baßstark und weniger höhenbetont. Wir haben verschiedene Songs aus unterschiedlichsten Genres vom iPod wiedergegeben und qualitativ haben wir nichts zu bemängeln. Selbst die meisten Radiosender klingen wiedererwartend gut, auch mit der kleinen mitgelieferten „Behilfsantenne“. Auffällig ist, dass die Lautsprecher ein Rauschen von sich geben. Dies ist bereits ab einen kurzen Abstand und auch bei leiser Lautstärker aber nicht störend wahrzunehmen.

Es wäre schön, wenn man die Bässe und die Höhen manuell nachjustieren könnte, hier kann ggf. der Equalizer des iPods weiterhelfen. Auch bei höheren Lautstärken (die Skala geht bis 33), wird Musik verzerrungsfrei wiedergegeben. Abends, wenn das Gehört empfindlicher geworden ist, reichen aber bereits sehr geringe Lautstärken von 2-4 aus, um eine angenehme Wiedergabe zu gewährleisten. Wir finden jedoch, das vor allem die Lautheitunterschiede bei den Stufen 2-5 zu stark variieren, hier hätten wir uns eine feine Lautstärke-Abstufung gewünscht.

Fazit:

Auf der Suche nach einem gut ausgestatteten Radiowecker mit iPod-Dock, fiel unsere Wahl zwangsläufig auf die neue iTeufel Clock, denn uns ist kein Gerät bekannt, das zu einem vergleichbaren Preis von 100 Euro diese Funktionsvielfalt zu bieten hat. Vergleichbar wäre noch das OnTime von JBL, das zwar deutlich moderner daher kommt, mit einem Straßenpreis von ca. 190 Euro aber auch fast das Doppelte kostet. ).

Technisch kann sich das kleine Gerät sehen lassen, wenngleich wir zahlreiche kleine Mängel bzw. Bedienungsdefizite festgestellt haben, die den Wecker abwerten. Es würde uns freuen, wenn Teufel unsere Verbesserungsvorschläge für zukünftige Revisionen oder Modelle aufgreifen würde, denn dann hätte die „Clock“ ein deutlich runderes Auftreten und würde deutlich durchdachter und komfortabler daherkommen. Qualitativ gibt es hingegen kaum etwas zu bemängeln. Die Klangqualität ist für ein Gerät dieser Größe wunderbar und dürfte die iTeufel Clock zu einem der bestklingendsten Radiowecker überhaupt machen. Für 99 Euro macht man hier kaum etwas falsch, vor allem dank der prallen Ausstattung und der praktischen Fernbedienung. Auch dieses Produkt kommt mit dem typischen Teufel-Service daher, wie einem achtwöchigen (!) Rückgaberecht und zwei Jahren Garantie.

Hinweis:

Während unseres Tests verweigerte das Display eines Abends plötzlich seine Arbeit. Zwar funktionierte das Gerät an sich noch, doch das Display zeigte keinerlei Ziffern oder Zeichen mehr. Teufel schickte uns sofort Ersatz, doch auch das defekte Gerät funktionierte wieder, nachdem wir es mehrere Stunden vom Netz genommen hatten.

   
Quelle: Digital-Movie.de (fk)
    
 

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