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   19.10.2006 - Rubrik: Games  
  Review: "Test Drive Unlimited" (Xbox 360)
 
 
 

Test Drive Unlimited

TDU

 

Xbox 360

Getestet von Florian Kriegel

Email: fk@digital-movie.de

        


Weitere Informationen zum Spiel:



Gesamtwertung:

Spielinfos:

Review Datum: 28.03.2006
Im Handel ab: 06.06.2006
Preis: ca. 55 EUR
   
Deutscher Titel: Test Drive Unlimited
Originaltitel: Test Drive Unlimited
Genre: Autorennen
   
Bildformat: HDTV 480p/720p/1080i
Sprachausgabe: Detsch, Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch
       
Spieler: 1-8 Spieler
Multiplayer: lokal (bis zu 1 Spieler)
Live!: Ja (bis zu 8 Spieler)
Live! Downloads: Ja
   
TV Norm: PAL
USK-Freigabe: ohne Altersbeschränkung
Regional Code: EU
Disk Typ: DVD 9 / Dual Layer
Publisher: Atari
Entwickler: Atari / Havok / Eden Games
     
Testequipment:

AV-Receiver: Yamaha RX-V1400 (THX Select, Dolby Digital, dts)
Lautsprecher: Canton Movie XL-Set in 6.1-Konfiguration

Beamer: Sanyo PLV-Z3 (kalibriert, via HD-AV-Kabel (YUV))
Konsole: Xbox 360 Premium (Retail, 02.12.2005)

          
Inhalt:

Mit Test Drive® Unlimited tauchen Sie in einen neuen Lifestyle ein. Test Drive® Unlimited bietet Ihnen die totale Freiheit, in einer riesigen Online-Welt ganz nach belieben Rennen zu fahren. Besuchen Sie die unterschiedlichen Fahrzeughändler und kaufen oder testen Sie neue Autos und Bikes. Sammeln und handeln Sie mit seltenen Fahrzeugteilen und personalisieren Sie Ihr Fahrzeug auf höchstem Niveau. Test Drive® Unlimited fordert Sie Online und dies auf über 1500km exotischen und schnellen hawaiianischen Strassen. Kaufen Sie sich neue Autos, Bikes, seltene Fahrzeugteile, Kleidung, Häuser und Garagen und fordern Sie Spieler aus aller Welt zu Rennen, Challenges, Missionen und Turnieren heraus.

    
Game-Review:
   
Allgemeines:

„Test Drive Unlimited“ ist der neueste Teil der erfolgreichen Rennserie des Spielepublishers Atari und gleichzeitig auch dessen Debüt auf der Xbox 360. Während normale Autorennen aber eben meist nur diverse Herausforderungen und Rennen zur Aufgabe stellen, geht „TDU“ ganz anders an das Genre heran. Man könnte fast sagen, dass das Autorenn-Genre neu definiert wird. Atari selbst nennt dieses Spiel ein „M.O.O.R.“, ein „Massively Open Online Racing“, also einfacher gesagt, ein Rollenspiel für Autorennen. Doch funktioniert dieser Mix aus sonst anderen Genres vorbehaltenen Spielelementen und knochenharter Rennaction?

   
Game+play:

Welcome to Honolulu - O'ahu...

„TDU“ bietet im Vergleich zu anderen Rennspielen eine faszinierende Location. Dabei handelt es sich nicht etwa um eine Stadt oder mehrere Städte mit abgegrenzten Strecken, sondern um eine weitestgehend detailgetreu nachgebildete Insel, die komplett (!) befahrbar ist. Bei der Insel handelt es sich um eine der 137 Inseln Hawaiis und zwar um „O’ahu“, die drittgrößte Insel des US-Bundesstaates. Sie ist 64 Kilometer lang und ganze 42 Kilometer breit. Man kann sich also vorstellen, wie lange es dauert, um die gesamte Insel einmal zu umrunden. Atari gibt auf dem Cover eine Gesamtstraßenlänge von ca. 1600 Kilometern an, wobei frei befahrbares Gelände, wie z.b. ein Stadion, ein Flughafen und andere Ortschaften dort nicht eingerechnet sind. Überhaupt ist es schon beeindruckend, dass die Entwickler eine komplette Insel haben nachbilden können und dabei ein nahezu identisches Abbild der Wirklichkeit geschaffen haben. Schaut man sich die Karte im Spiel an und vergleicht diese mit Satellitenaufnahmen der echten Insel, so wird klar, was für eine Arbeit in der Umsetzung gesteckt haben muss.

Und ab die Post ...

Das Spiel beginnt eigentlich wie ein schöner Urlaub. Der Spieler landet mit dem Flugzeug auf dem Flughafen in Honolulu und muss sich zunächst zwischen diversen Grundcharakteren entscheiden, sein Avatar für die virtuelle Spielwelt. Danach muss man sich ein Auto mieten und innerhalb der angemieteten Zeit ein eigenes Auto kaufen. Direkt nachdem dies geschehen ist, sollte man schleunigst nach einer eigenen Bleibe Ausschau halten, die man zu Beginn im Immobilienbüro kaufen sollte. Um diese enormen Ausgaben auch finanzieren zu können, steht dem Spieler am Anfang eine Summe X zur Verfügung. Das eigene Haus hat mehrere Funktionen, hauptsächlich  dient die angeschlossene Garage dazu, den eigenen Fuhrpark zu beherbergen. Außerdem kann man „zuhause“ seinen Charakter mit etlichen Einstellungen seinen Vorstellungen anpassen, gebrauchte Autos kaufen und verkaufen, neue Autos vom Marketplace herunterladen, Nachrichten lesen und seinen Fortschritt begutachten.

Zu Beginn sollte der Spieler noch nicht allzu viel in ein Auto investieren, denn es stehen insgesamt weit über 90 lizensierte Fahrzeuge zur Verfügung, die sowohl fahrtechnisch als auch preislich weit auseinander liegen und um erst einmal an etwas Geld zu kommen, reicht auch ein Fahrzeug der kleineren Kategorie. Insgesamt gibt es sechs Kameraeinstellungen, mit denen ihr die Boliden sehr gut im Überblick habt. Ob direkt auf dem Asphalt, in toll gestalteten Cockpits oder mittels dynamischer Kamerapositionen - für Jeden ist etwas dabei. Überhaupt hat man zahlreiche Möglichkeiten an Geld zu kommen, um weitere Häuser und Fahrzeuge oder Motorräder kaufen zu können. Das tolle an dem Spiel ist sowieso die Tatsache, dass Single- und Multiplayerwelt miteinander verschmelzen und man den Einzelspielermodus genau so gut vorantreiben kann ohne den Mehrspielerpart zu vernachlässigen. Die Singleplayerrennen und Aufgaben erkennt man durch ihre türkise Farbgebung und die Mehrspieler-Herausforderungen durch orange. Der Singeplayer besteht aus normalen Gegnerrennen, Zeitrennen, Blitzer-Missionen (fahre mit Geschwindigkeit X durch Blitzer), aber auch Nebenaufgaben wie Anhalter-Missionen, Model-nach-hause-fahren- oder Überführungsmissionen. Während es bei erster Sorte Geld als Belohnung gibt, bekommt man von den Anhaltern und den hübschen Frauen Coupons geschenkt, die man zum Einkauf in verschienen Boutiquen nutzen kann, um seinen Charakter einzukleiden. Dadurch wird abermals der Rollenspiel-Part gestärkt, wobei die menschlichen Gegner einen ohnehin nicht wirklich oft zu sehen bekommen.

Da „Test Drive Unlimited“ die beiden Spielwelten aber so gut miteinander verschmelzt, ist der Mehrspielermodus natürlich umso interessanter. Endlich muss man nicht mehr zwischen Single- und Multiplayer hin und her laden, sondern kann sofort in spannende Rennen einsteigen. Direkte 1:1-Spielerherausforderungen kann man durch eine interessante Methode starten. Sieht man einen Spieler, gegen den man gerne fahren möchte, so macht man sich einfach in Form der Lichthupe bemerkbar und schon wird eine Herausforderung an Spieler X gesendet. Wer lieber bei größeren Rennen teilnehmen möchte, kann die bereits angesprochenen orangen Multiplayer-Rennen, die man auf der ganzen Insel während des Fahrens durch auffällige neon-Schilder sieht, anwählen. Ab dem Spielerstatus „Profi“ kann jeder Spieler außerdem individuelle Challenges starten, die man zumeist am Diner, von denen es ebenfalls mehrere auf O’ahu gibt, anfährt. Doch wie zum Henker soll ich mich auf einer Insel zurechtfinden? Dafür haben sich die Entwickler etwas tolles einfallen lassen und damit meinen wir nicht die durchdachte Faltkarte, die dem Spiel beiliegt, sondern eine Technik, die auch im echten Leben gerade seinen Boom erlebt – GPS. Jedes Fahrzeug ist mit einem Navigationsgerät ausgerüstet, das einen sowohl mit Sprache als auch mit optischer Hilfe an das gewünschte Zielt leitet. Wem das noch nicht reicht, der kann zu jeder Zeit die sehr detaillierte Karte im Spiel nutzen, die obendrein auch noch durch erstklassige Zoom-Optik direkt vom Spielgeschehenen herauszoomt und so noch besser verdeutlicht wo man sich gerade befindet. Viele Herausforderungen kann der Fahrer aber auch direkt auswählen und sich dorthin teleportieren lassen. Es gibt aber auch Orte, die manuell angefahren werden müssen. Das ist zum Teil etwas müßig, denn jedes Mal startet das Spiel wieder im eigenen Haus und wenn man dann erst 50 Kilometer zu einem bestimmten Rennen fahren muss, ist das zeitaufwendig und gelegentlich auch frustrierend.

Wer aber keine Rennen oder andere Herausforderungen fahren möchte, kann auch einfach die idyllische Insel genießen oder sich neue Autos kaufen oder Autos probefahren. Neue Autos werden generell bei den entsprechenden Autohändlern gekauft, können beim Kauf oft in Grundzügen angepasst werden, aber der Käufer kann auch im Nachhinein zu entsprechenden Geschäften fahren und sich sein Auto individuell anpassen. Probefahrten sollte man generell machen, denn die Steuerung von „TDU“ ist nicht unbedingt erstklassig. Logischerweise fahren sich nicht alle Autos gleich, doch die allgemeine Steuerung ist etwas gewöhnungsbedürftig. Wir finden, dass sie etwas verzögert reagiert. Um die Steuerung seinen persönlichen Vorlieben anzupassen, kann der Spieler aber diverse Einstellungen vornehmen und so zum Beispiel verschiedene Fahrhilfen an- oder ausschalten. Mit etwas Geduld und Übung ist die Steuerung dann aber mehr als zufrieden stellend, wenngleich die Qualität eines „Project Gotham Racing“ nicht ganz erreicht wird. Ein weiterer „Mangel“ ist unserer Meinung nach auch die oft unebenen Straßen, die das Auto bei jeder kleinen Erhöhung oder Delle abheben lassen und den ungeübten Arcade-Fahrer schnell verunglücken lassen. Das ist zwar vor allem zu Beginn nervig, aber nicht weiter tragisch, da man sein eigenes Auto ohnehin nicht zu Schrott fahren kann, da es kein Schadensmodell für die eigene Karosserie gibt, was aber auch nicht wirklich sinnvoll wäre, da man sonst ständig schrottreife Autos fahren würde. Etwas unschön und unverständlichen finden wir aber die Tatsache, dass kleine Büsche die Konsistenz von Betonmauern haben und man nicht etwa durch einen kleinen Vorgarten rasen kann ohne an einem kniehohen Strauch zum Stillstand zu kommen.

Der Umfang des Spiels ist ebenfalls gelungen, wobei man dieses Spiel nicht direkt mit reinrassigen Rennspielen wie „PGR 3“ vergleichen kann, wo ein Rennen dem anderen folgt. Auf der gesamten Insel sind diverse Typen von Rennen verteilt und um sein Konto aufzufüllen kann man diese auch mehrfach fahren, was wir etwas ungünstig finden. Bei mehrmaligem Fahren einfachrer Rennen sollte das Preisgeld reduziert werden, denn so können ausdauernde Spieler theoretisch immer und immer wieder kleine und einfache Rennen fahren und so binnen weniger Minuten den Kontostand merklich erhöhen – Spaß macht das aber nicht wirklich. Wer Xbox Live! besitzt sollte sowieso die Multiplayer-Aufgaben nutzen. Die erwähnten eigens erstellten Herausforderungen, bei dem jeder Teilnehmer ein Teilnahmeentgelt zahlen muss, dass zum Preisgeld addiert wird, funktionieren momentan noch nicht reibungslos, ebenso wie die Club-Funktion. Jeder Spieler kann nämlich für eine recht hohe Summe von 320.000 Dollar einen Club eröffnen, dem andere Spieler beitreten können. So kann Club X Rennen gegen Club Y fahren usw. Diese Anfragen auf Clubteilnahmen findet der Clubbesitzer übrigens in seinen News.

Weniger gelungen und etwas anstregend finden wir die Missionen, in denen der Fahrer nicht einmal wenige Zentimeter über die Straße hinaus abkürzen darf, ohne das extrem viel Gelder verloren gehen oder Strafsekunden hinzukommen. Gerade durch die erwähnte, "hoppelnde" Straßenlage, kann das zu enormen Frustmomenten führen.

   
 
Gameplay:  (befriedigend - gut)
 
Umfang:  (gut - sehr gut)
   
Mutiplayer:

Da der Multiplayer-Part so sehr mit dem Singleplayermodus verschmilzt, haben wir viele Aspekte bereits erwähnt. Sobald eine Verbindung zum Xbox Live!-Service besteht, wird der Spieler automatisch zu einem TDU-Server verbunden. Man kriegt aber kaum mit, dass dies geschieht, was zeigt, wie gut die Implementierung gelungen ist. Etwas schade finden wir aber die Tatsache, dass man seine Freunde, die das Spiel ebenfalls spielen, kaum auf dem gleichen Server antrifft und so nur die Möglichkeit bleibt, Rennen gegeneinander zu fahren. Hier sollten die Entwickler versuchen, Freunde auf ein und denselben Server zu schicken – wie auch immer das zu realisieren ist. Ohnehin hält sich das Gefühl in Grenzen, man würde sich auf einer sehr belebten Insel befinden, denn zur unseren Testzeitpunkten waren die Straßen nicht allzu stark von anderen Mitspielern befahren. Hier hoffen wir noch auf Besserung.
Mitspieler müssen aber nicht nur gegeneinander antreten, sondern können sich auch im „Freie Fahrt“-Modus zusammentun. Dabei kann man mittels Interface maximal sieben weitere Mitspieler festlegen und mit diesen über das Headset kommunizieren und einfach auf der Insel umherfahren, was ebenfalls Spaß machen kann.

Zusammen mit den Rennen und den eigens erstellbaren Herausforderungen mit Preisgeld, ist „TDU“ so ein gelungener Multiplayer-Spaß, der endlich auch mal eine Welt miteinander verschmelzen lässt. Dennoch bedarf es hier noch einigen Justierungen seitens der Entwickler.

   
 
Multiplayer:  (gut)
   
Technik:

Die technische Umsetzung...

Aus technischer Sicht ist „TDU“ überwiegend gelungen, wobei unser Eindruck auch hier zum Teil zwiegespalten ist. Auf den ersten Blick macht die Grafikengine einen hervorragenden Eindruck, der sich aber bei genauerem Hinsehen etwas relativiert. Kommen wir aber erst einmal zu den positiven Eigenschaften. Sämtliche Autos sind sehr detailliert, was vor allem bei der Cockpitansicht überzeugt. Die Landschaftsgrafik wirkt sehr weitreichen, wenngleich immer wieder Elemente wie Flora und Häuser (z.B. in Stadtbereichen) aufpoppen. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn man mit hohen Geschwindigkeiten unterwegs ist. Gerade dann machen sich auch störende Ruckler bemerkbar, die darauf hinweisen, dass es eben nicht sehr einfach ist, eine gesamte Insel ohne eigentlich sichtbares Nachladen darzustellen.

Das Straßendesign ist eigentlich gut, doch wirken die Oberflächen nicht sehr rund und natürlich. Wie bereits erwähnt hebt man so schnell einmal ab und das bei jeder kleinen Erhebung. Dass dies nicht der Sinn der Sache sein kann, zeigen auch die Autos der KI. So kann man immer wieder beobachten, dass Autos, die mit normaler Geschwindigkeit fahren über die Straßen „hoppeln“ und Funken sprühen. Das Spiel hat die inzwischen zum Standard gewordenen HDR-Effekte zu bieten, eine Technik, die natürliche Lichteffekte schaffen soll. Während diese in wichtigen Rennen auch einmal stören können, machen sie dennoch einen sehr guten Eindruck und wirken vergleichsweise natürlich. Bedauerlich ist, dass es bei „TDU“ keinerlei heftige Wettereffekte gibt. Zwar wechselt der Himmel teils in bedrohlich aussehende, dunkelgraue Wolkenschichten, doch Regen, Blitz oder andere Ereignisse gibt es nicht zu erleben. Zweiter Kritikpunkt ist der fehlende Nachtmodus. So springt die Uhr am Abend plötzlich wieder zum Morgen, so dass man höchstens eine leichte Dämmerung erlebt. Hier wäre ein natürlicher Tag- und Nachtwechsel für potentielle Nachfolger wünschenswert.

Im Großen und Ganzen ist die Grafik dennoch gut, sicherlich nicht perfekt, aber auch deutlich schicker als die meisten anderen Spiele, wobei die Klasse von „PGR3“ nur zum Teil erreicht wird.

Lass es krachen!

Weniger überzeugend fällt der Sound aus, bei dem es an diversen Stellen hakt. So klingen manche Motorensounds wirklich klasse, doch viele hören sich auch wieder sehr beliebig und nicht naturgetreu an. Ähnlich verhält es sich mit der Hupe, die praktisch bei allen Fahrzeugen identisch klingt. Die für längere Spielsessions und größere Fahrten aber wichtigste Eigenschaft ist das Radio und dies fällt in „TDU“ leider sehr schwach aus. So gibt es nur wenige fiktive Radiosender, die inhaltlich schwach und nicht sehr umfangreich ausfallen. Zum Glück kann der Spieler aber das Soundtrack-Feature nutzen und so seine eigene Musik zum Spielen nutzen.

Auch in Sachen Raumklang gibt es wenig zu berichten. Zwar ist der Ton wie jedes andere Spiel auch in 5.1 codiert, doch heißt dies ja noch lange nicht, dass 5.1 auch überzeugend genutzt wird. Die Effektlautsprecher kommen nur dezent zum Einsatz, hier hätten wir uns eine deutlich aggressivere Nutzung der gesamten Kulisse gewünscht. Raumklang bei Spielen ist aber auch noch nicht allzu lang in Entwicklung, so dass hier noch mit deutlicher Steigerung zu rechnen ist.

Auch die Stimmenwahl der deutschen Sprecher ist etwas unglücklich ausgefallen. So klingt die Stimme der GPS-Hilfe wie eine alte Märchenerzählerin, die wiederum auch Frauen spricht, die man in bestimmten Missionen umhercouchieren muss.

   
 
Grafik:  (gut)
 
Sound:  (befriedigend - gut)
   
Fazit:

„Test Drive Unlimited“ ist nicht der erhoffte Segen, den wir uns gewünscht haben. Während große Teile, Ideen und Umsetzungen des Spiels durchaus gefallen können, hapert es schließlich dennoch an vielen kleinen Mängeln. So ist die Steuerung nicht das Optimum, wie man es zum Beispiel von „Project Gotham Racing 3“ kennt. Als störend empfinden wir das „Hoppeln“ auf den Straßen und die schnell zu verlierende Kontrolle, die daraus resultiert. Der Umfang des Spiels und das Design sind hingegen hochwertig, wenngleich es hier auch kleinere Mängel gibt. Beim Sound wäre hingegen deutlich mehr Feintuning nötig gewesen und der eigentlich gut durchdachte Mutliplayer-Part schwächelt vor sich hin, da momentan (?) noch zu viele Ungereimtheiten den Onlinespaß etwas dämpfen.

Wer einen sehr soliden Rennspaß mit toller Grafik und wundervoller Location, die unserer Meinung nach ohne Nachteile umgesetzt wurde, genießen möchte kann auf jeden Fall zugreifen. Das Erkunden der Insel macht Spaß und dank der enormen Größe ist hier auch genügend für den Spieler zu entdecken. Wer einen seriösen Ersatz für Rennspiele wie „PGR3“ sucht, sollte vorab die Demo versuchen, die über den Xbox Live! Marketplace zu beziehen ist.

       
 

 Gameplay:

 (befriedigend - gut)
 Umfang:
 (gut - sehr gut)
 Grafik:
 (gut)
 Sound:
 (befriedigend - gut)
 Multiplayer:
 (gut)
   
 Gesamtwertung:
 (gut)

 Positives  Negatives
   
+ geniale Location - wirkt z.T. synthetisch
+ toller Fuhrpark - frustige Straßenverhältnisse
+ große Freiheiten im Spiel - Multiplayer (noch) nicht ideal
+ gute Grafik - Sound enttäuschend
 
"TDU"
 
 
   
    
 

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