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   02.12.2005 - Rubrik: Games  
  Xbox 360-Test: Menüs, Multimedia und alte Spiele
 
 

- “Das erste Mal“ und der Menüaufbau:

Nachdem man die Konsole das erste Mal einschaltet, bekommt man als erstes das neue Intro zu sehen, das sehr edel daherkommt. Danach muss man zunächst gewisse Grundeinstellungen vornehmen, was innerhalb weniger Minuten erledigt ist und bereits ein gutes Bediengefühl vermittelt.
Gleichzeitig wird man auch das erste Mal mit dem neuen Menü konfrontiert, dass Microsoft „Guide“ getauft hat. Zwar kommt es eigentlich sehr schlicht daher, doch dafür ist es sehr einfach in der Bedienung und sehr edel im Erscheinungsbild. Für jede Kategorie gibt ein eigenes Menü, das ganz einfach mit den Richtungstasten bewegt werden kann. Hier kann man eigentlich nichts falsch machen.

Wer die 360 an ein HD-fähiges Gerät, wie zum Beispiel einen Beamer, anschließt sollte unbedingt darauf achten, dass am HD-AV-Kabel der kleine Schalter auf „HDTV“ gestellt ist, denn ansonsten kommt nur 480p am Gerät an. Außerdem muss man das HD-Format in den Einstellungen ändern, damit die Konsole überhaupt das entsprechende Signal ausgibt.

- Die Multimedia-Funktionen im Test:

Während die Xbox 1 im Urzustand kaum mehr Möglichkeiten bot, als die Konkurrenz, abgesehen von z.B. eigenen Soundtracks in Spielen, konnte man die Funktionen bei einer mit Mod-Chip bestückten Variante enorm erweitern. Das Xbox Media Center kurz „XBMC“ ist eine Art Multimedia-Player, der das abspielen fast aller bekannten Formate ermöglicht, sodass man die Xbox als wahres Abspielwunder ansehen kann. Leider hat Microsoft diese Möglichkeiten nicht überzeugend in die neue Xbox 360 implementiert, denn die Abspielfunktionen halten sich in Grenzen, vor allem, wenn man keinen Windowx XP-PC mit der „Media Center Edition“ sein eigen nennt. Besitzt man allerdings dieses Betriebssystem und verbindet den Rechner mit der 360, so kann die Konsole jegliche Media-Inhalte über das Netzwerk streamen, was auch überzeugend klappt. So hat man z.B. auch die Möglichkeit WMVHDs (HDTV-Filme auf DVD-Roms) zu streamen. Nun hat aber nicht jeder 360-Käufer auch einen solchen PC zuhause, sodass neben diesem Streaming nur eingeschränkte Funktionen zur Verfügung stehen.

Wie auch beim Vorgänger, lassen sich Audio-CDs wieder auf die Festplatte rippen. Dabei werden diese aber nicht in MP3 umgewandelt. Die Audio-Funktionen sind zwar lobenswert, allerdings lassen sich MP3-Dateien nur von extern angeschlossenen Geräten (etwa einem MP3-Player, USB-Stick oder Sonys PSP) wiedergeben. Dafür hat die Xbox 360 drei USB-Anschlüsse zu bieten. Das Kopieren auf die eigene Festplatte ist nicht möglich. Wer also seinen eigenen Soundtrack kreieren möchte, muss seine Audio-CD rippen und kann z.B,. bei iTunes erworbene Stücke nicht so einfach integrieren. Die Soundtrack-Funktion hat allerdings einen bedeutenden Schritt nach vorn gemacht. Während man bei der Xbox 1 nur bei einigen Spielen dieses Feature, also eigene Musik statt der Spielmusik, aktivieren konnte, bietet nun jedes (!) Spiel diese Möglichkeit. Mittels Menü lassen sich während des Spielens Soundtracks aktivieren und komfortabel in ihrer Lautstärke anpassen – ein wirklich gelungenes Feature.

Die Xbox 360 kann natürlich auch wieder als DVD-Player genutzt werden, allerdings empfehlen wir lieber einen separaten Standalone-Player – warum? Ganz einfach, jeder DVD-Player ist fast lautlos. Die allerdings fast überall zu lesende Meldung, dass Laufwerk sei extrem laut, können wir nach ersten Tests nicht bestätigen. Wir testeten die DVD-Player-Funktion mit der „Monster AG“ und nach dem Einlegen war das Laufwerk fast genau so leider wie ohne eingelegtes Medium. Zumindest übertönten die beiden Lüfter ein eventuelles Laufgeräusch. Dass das Laufwerk also beim DVD-Schauen extrem laut wird, können wir nicht bestätigen.

Natürlich kann die Konsole auch Bilder wiedergeben, die zum Beispiel direkt von einer über USB angeschlossenen Kamera abgerufen werden können.
Damit viele der Funktionen sofort ausprobiert werden können, hat Microsoft bereits einige Lieder und Videos auf der Festplatte abgespeichert, sodass man gleich erst einmal etwas herumspielen kann.

Eine wirkliche Multimedia-Maschine ist die Xbox 360 also nicht wirklich, auch wenn wir hoffen, dass Microsoft per Updates noch neue Funktionen einbauen wird. Am Meisten sind wir über die Tatsache enttäuscht, dass nicht einmal WMVHD-DVD-Roms abgespielt werden können, also HDTV-Material, das mit Microsofts eigenem Codec erstellt wurden. Diese lassen sich nur über einen Media-PC streamen. Und da nur ein herkömmliches DVD-Laufwerk und kein, wie ab und zu spekuliert wurde, neues HD-DVD-Laufwerk verbaut wird, hat die zumindest die im Frühjahr 2006 in Japan erscheinende Playstation 3 in dieser Hinsicht schon jetzt einen Vorteil.

Es wäre interessant zu erfahren, wieso man letztlich kein HD-DVD verbaut hat, zumindest unterstützt der Software-Gigant dieses Format. Wir vermuten, dass die schlechte Verfügbarkeit und der hohe Preis solcher Laufwerke zu diesem Zeitpunkt noch nicht diskutabel waren.




- Alte Spiele im neuen Glanz:

Bevor wir zu einem Überblick des neuen Spielegfefühls kommen, wollen wir kurz die Abwärtskompatibilität ansprechen. Während man zum Beispiel mit einer Playstation 2-Konsole auch Spiele des Vorgängers spielen kann, gestaltet sich dieses Unterfangen bei der Xbox etwas anders. Das Problem ist, dass die 360 eine ganz andere Technik hat als die Xbox 1 und so keine problemlose Wiedergabe alter Spiele möglich ist. Um diese dennoch wichtige Funktion aber zumindest nicht gänzlich außer Acht zu lassen, hat Microsoft einen Emulator geschrieben, der es ermöglicht, bestimmte Xbox 1-Spiele zu spielen. Dabei befindet sich der Hauptteil dieses kleinen Programms im System integriert. Für jedes Spiel wird aber eine andere Definition benötigt, sodass man sich automatisch Updates für den „Emu“ herunterladen kann. Dies passiert direkt über die ins Internet angeschlossene 360 oder per Download über einen PC aus dem Internet. Momentan werden bereits über 130 Xbox 1-Spiele unterstützt und ein erstes Update ist auch schon erschienen. Microsoft hat zugesagt, die Liste noch zu erweitern, sodass man hoffen kann, dass in einigen Monaten alle wichtigen Xbox 1-Spiele kompatibel sein werden. Nun kommt aber der Clou der ganzen Sache, denn die alten Spiele werden auch optisch etwas aufpoliert. So werden sämtliche Games in 720p wiedergegeben und mit zweifacher Kantenglättung versehen, was einige Spiele zu neuem Glanz verhelfen dürfte. Wir haben Halo 2 diesem Test unterzogen und finden das Ergebnis ganz ansehnlich. Sicherlich sind die meisten Spiele dennoch nicht vergleichbar mit den neuen 360-Games, dennoch ist ein gewisser Vorteil unverkennbar. Der Nachteil ist nur, dass auch in 4:3 programmierte Spiele ins Widescreen-Format gebracht werden, was ein nicht ganz korrektes Seitenverhältnis zur Folge hat, sodass die Abwärtskompatbilität nicht gänzlich gelungen ist, aber unserer Meinung einen sinnvollen Kompromiß darstellt.

Hier gibt es eine immer aktuelle Liste aller kompatibler Spiele für die europäische Xbox 360.


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Quelle: Digital-Movie.de (fk)
   
  Links zum Artikel:
  Xbox 360-Test: Eindruck, Verarbeitung, Technik
  Xbox 360-Test: neue Spiele, Live! und heisse Luft
  Xbox 360-Test: Unser Fazit
 

    
 

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