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   28.03.2006 - Rubrik: Games  
  Review: "Ghost Recon Advanced Warfighter" (Xbox 360)
 
 
 

Ghost Recon Advanced Warfighter

GRAW

 

Xbox 360

Getestet von Florian Kriegel

Email: fk@digital-movie.de

        


Weitere Informationen zum Spiel:



Gesamtwertung:

Spielinfos:

Review Datum: 28.03.2006
Im Handel ab: 07.03.2005
Preis: ca. 60 EUR
   
Deutscher Titel: Ghost Recon Advanced Warfighter
Originaltitel: Ghost Recon Advanced Warfighter
Genre: Taktik-Shooter
   
Bildformat: HDTV 480p/720p/1080i
Sprachausgabe: Detsch, Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch
       
Spieler: 1-16 Spieler, Coop-Modus (16)
Multiplayer: lokal (bis zu 4 Spieler)
Live!: Ja (bis zu 16 Spieler)
Live! Downloads: Ja
   
TV Norm: PAL
USK-Freigabe: ab 16
Regional Code: EU
Disk Typ: DVD 9 / Dual Layer
Publisher: Ubisoft
Entwickler: Ubisoft
     
Testequipment:

AV-Receiver: Yamaha RX-V1400 (THX Select, Dolby Digital, dts)
Lautsprecher: Canton Movie XL-Set in 6.1-Konfiguration

Beamer: Sanyo PLV-Z3 (kalibriert, via HD-AV-Kabel (YUV))
Konsole: Xbox 360 Premium (Retail, 02.12.2005)

          
Inhalt:

Das Gesicht des Krieges hat sich verändert. Die feindlichen Linien verwischen und ein eindeutiger Gegner ist nur schwer erkennbar. Neue Feinde und Bedrohungen erfordern einen neuen Typus der Kriegsführung – einen neuen Soldaten-Typus. Die Ghosts .

2013, die U.S.-Armee führt das Integrated Warfighter System (IWS) ein, den modernen Soldaten. IWS kombiniert fortschrittliche Waffensysteme, Satellitenkommunikation und verbesserte Überl­ebensfähigkeit in einem vollständig integrierten Kampfsystem. Das IWS-Programm wurde entwickelt, um den neuen militärischen Herausforderungen die Stirn zu bieten. Nun wird es auf dem Schachtfeld getestet.

Nach einem Aufstand im Herzen von Mexiko City werden die Elite Special Forces der U.S. Army in das Zentrum des Konfliktes entsandt, um die Kontrolle über die Stadt zurück zu gewinnen. Zahlenmäßig hoffnungslos unterlegen, aber mit dem IWS ausgestattet, ist die Elitetruppe gleichfalls erste und letzte Verteidigungslinie. Sie sind die leisen Profis. Sie sind die Ghosts.

    
Game-Review:
   
Allgemeines:

Die erfolgreiche "Ghost Recon"-Reihe erreicht mit dem neuesten Vertreter "Advanced Wafighter" inzwischen den dritten Titel der Serie und begibt sich gleichzeitig auf die Next Generation-Ebene mit der Xbox 360. Bereits im Vorfeld konnte das Spiel aufgrund der unglaublich realistisch anmutenden Grafiken begeistern und dürfte der bis dato am meist erwartete Titel für die neue Microsoft-Konsole sein. Nun ist der Taktik-Shooter erschienen und ihr könnt in unserem Test erfahren, ob Ubisofts neuester Titel die hohen Erwartungen erfüllen kann.

   
Game+play:

Konflikte im Jahre 2013...

"Advanced Warfighter" spielt in Mexiko im Jahr 2013 und die Hauptstadt muss wieder zurück erobert werden, nachdem Rebellen die meisten Teile der Stadt in ihre Gewalt genommen haben. Ihr spielt dabei den Anführer der "Ghosts" namens Scott Mitchell, einer hochspezialisierten Einheit der US-Armee, die mit den neuesten Technologien ausgestattet ist. Als Teamleiter habt ihr also die Kommandogewalt über euere Kameraden, die euch tatkräftig zur Seite stehen, um die Missionen erfolgreich und ohne große Verluste zu überstehen. Der Clou sind aber nicht nur die zu kommandierenden Streitkräfte, sondern auch die hochmodernen Technologien, die einem darüber hinaus zur Verfügung stehen. Dazu gehört hauptsächlich das sogenannte Cross-Com, zwei kleine Bildschirme, über die ihr nicht nur aus der Sicht eurer Kameraden gucken könnt, sondern auch Anweisungen von "oben" bekommt.

Und los geht's...

Bevor es aber losgehen kann, müsst ihr zunächst eine Trainingsmission absolvieren, die euch aber nur sehr zaghaft an die folgenden elf Missionen heranführt. Dort werden zwar Grundmanöver, wie z.B. in Deckung gehen, Zielen, über Objekte springen usw. erprobt, doch wirklich umfangreich ist dieses Training nicht. Dennoch hilft es, um sich mit der zunächst recht komplex wirkenden Steuerung vertraut zu machen. Alle Knöpfe des Controllers sind belegt, zum Teil sogar zweifach, sodass es einige Minuten dauert, bis man die volle Kontrolle über seine Spielfigur erlangt hat. Doch dann ermöglicht die feine und umfangreiche Steuerung die gezielte Manövrierung von Scott Mitchell. Gelungen sind auch die schnellen Manöver, wodurch man z.B. während des Rennens durch ein- oder mehrmaligen Druck auf den linken Analogstick in die Hocke rutschen kann oder sich ganz zu Boden werfen kann.

Bereits in der ersten Mission geht es dann zur Sache, wobei am Anfang noch relativ wenig Gegner den Weg versperren. Generell sollte man aber vorsichtig und nicht allzu voreilig handeln, da im schlimmsten Fall nach einem gezielten Schuss der Tod lauern kann. Im günstigsten Szenario hält Mitchell drei bis vier Treffer aus, bis er dann zu Boden sinkt. Der Kniff bei der Sache: Auf den Maps sind nicht etwa an jeder Ecke Medipacks verteilt, meist gibt es ein bis zwei Munitionskisten, an denen man nicht nur neue Munition erhält, sondern auch seine Lebensenergie und die der Kameraden um eine Stufe verbessern kann. Sollte es aber vorkommen, dass das Team und man selbst bereits zu Beginn schwer verwundet ist, so sollte eventuell gleich die Mission neu gestartet werden, da der weitere Verlauf sonst umso schwerer werden könnte. Aufgrund der nicht immer auf's Wort hörenden Teammitglieder, fällt es häufig schwer, das Überleben jener zu sichern. Mal befolgen sie nicht das erteilte Kommando, ein anderes Mal rennen sie direkt zu den Gegnern und sehr häufig denken sie gar nicht daran, sich bei einem Feuergewecht in Deckung zu bringen.

Wird ein Kamerad schwer verwundet, so kann man diesen wieder heilen, sodass er weiter kämpfen kann. Darauf wird man mittels eines auffälligen Piep-Tons aufmerksam gemacht, der nach und nach immer schneller ertönt und somit die Zeit bis zum Tod des Kameraden andeutet. In den Missionen ist man nur wenige Male auf sich alleine gestellt. Leider sind die elf Missionen nicht besonders umfangreich. Zwar werden sie im Verlauf immer etwas größer, doch gekonnte Spieler werden das Game in ca. 12 Stunden durchgespielt haben, was nicht sehr viel ist. Es gibt aber natürlich diverse Stellen im Spiel, wo man sich mehrmals versuchen muss, bis die gestellten Missionsziele erfüllt sind. Während des Spielens kann nicht gespeichert werden, sodass an einigen Stellen, meist nach erfüllten Aufgaben, automatisch zwischengespeichert wird. Hin und wieder sind die Distanzen bzw. das Gegneraufkommen zwischen solchen Checkpoints aber sehr knifflig, sodass ein manuelles Speichern hilfreich gewesen wäre, was den hohen Schwierigkeitsgrad aber herabgesetzt hätte.

Da es sich bei Ghost Recon seit jeher um einen Taktik-Shooter handelt, sollte man sich vorab auf einige, zum Teil frustierende Momente gefasst machen, doch mit etwas Feingefühl, Vorsicht und einer prise Glück, sollte jede Mission zu packen sein. Diese spielen allesamt in und um Mexiko City, wobei spannende Kämpfe inmitten der Stadt am meisten Spaß machen. Um sich in den Ballungsgebieten nicht allzu offen bewegen zu müssen, hat der Spieler die Möglichkeit, sich beispielsweise an Wände zu lehnen, vorsichtig um Ecken zu schauen und zu schiessen oder der diversen Hilfsmittel, die über das Digital-Pad und Cross-Com gesteuert werden können, zu bemächtigen. Dazu gehören natürlich die Teamkameraden, aber auch Hubschrauber, Panzer, Gruppenfahrzeuge und Drohnen können gesteuert werden, um in sehr brenzlichen Gebieten voranzukommen. Um diese Unterstützung nicht allzu komplex werden zu lassen, beschränken sich die Befehle bei Bodenfahrzeugen auf "Vorwärts", "Halt", "Zurück" und "Schiessen". Man muss also nicht etwa einen Panzer komplett steuern, denn dann wäre man in vielen Situationen überfordert.

Sehr nützlich ist vor allem die UAV-Drohne, mit der sich Gebiete ausspionieren lassen und wodurch Gegner sichtbar werden, wenn diese vom UAV geortet werden. Potentielle Gefahren werden, wenn sichtbar, durch rote Kästchen markiert und bei Sichtkontakt durch rote Linien umrandet, was meist eine gute Sichtbarkeit ermöglicht.

Hauptaugenmerk sollten aber die eigenen Waffen sein, die sehr zahlreich sind und spätestens bei einem Sammelpunkt, wo auch das Team ausgewählt wird, gewechselt werden können. Diverse Pistolen, zahlreiche Gewehre und Granaten stehen zur Auswahl. Sehr imposant sind die Rauchgranaten, die das entsprechende Gebiet mir sehr dichten und optisch ansehnlichen Rauchschwanen umnebelt. Wer das Geschehen dabei dennoch nicht aus den Augen verlieren will, der kann mittels Druck auf die "X"-Taste ein Nachtsichtgerät aktivieren, das ebenfalls sehr schick aussieht.

Während die KI der Teamkameraden immer wieder zu wünschen übrig lässt, sind die Reaktionen der Gegner durchaus gelungen. Wer glaubt, dass diese bei Beschuss oder dergleichen stehen bleiben oder in ihre Verderben rennen, der irrt, denn diese eilen davon, bringen sich in Deckung oder rufen Verstärkung und auch die Treffergenauigkeit ist meist enorm. Etwas "unfair" finden wir die Gegner in manchen Situationen, denn es kommt während des Spiels immer wieder vor, dass man bereits beschossen wird, obwohl die Gegner einen wahrlich nicht sehen oder gar erahnen dürften. Wieso uns ein Soldat aus ca. 50-70 m Entfernung durch einen dichten Busch sehen kann und das auch noch nachts, ist uns ein Mysterium. Solche ärgerlichen Momente halten sich aber stark in Grenzen.

Insgesamt ist der Singleplayer-Modus trotz der relativ kurzen Spielzeit mehr als gelungen und kann die Erwartungen locker erfüllen. Die Atmosphäre, die während des Spielens aufgebaut wird ist spitze und wird durch diverse Geschehnisse in den Missionen noch einmal unterstützt.

   
 
Gameplay:  (gut - sehr gut)
 
Umfang:  (gut)
   
Mutiplayer:

Natürlich waren wir auch auf die Multiplayer-Fähigkeiten von "Advanced Warfighter" gespannt, doch gleich zu Beginn müssen wir etwas Unmut verbreiten. Während die Taktik-Manöver im Singleplayer Spaß machen und von Nöten sind, hat man im Multiplayer z.B. nicht einmal die Möglichkeit, sich an eine Mauer zu lehnen und um Wände zu gucken. Der Taktik-Anteil ist im Multiplayer nicht so ausgeprägt, dennoch macht das Spielen viel Spaß. Insgesamt werden einem zehn Modi geboten, wobei effektiv aber nur vier verschiedene davon aufzuzählen sind, da diese sowohl als Team- und Solo-Versionen und auch als Koop-Varianten vorhanden sind.

Bei "Missionsziele" müssen verschiedene Ziele eingenommen und erreicht werden, wohingegen beim "Gebiet"-Modus die Kontrolle verschiedener Zonen im Mittelpunkt steht. Wer allerdings nur normales Deathmatch spielen möchte, sollte sich für "Vernichtung" entscheiden. Diese Varianten können sowohl im Alleingang gegen alle, zusammen in zwei Teams oder im Koop-Modus, also gegen den Computer, gespielt werden. Wer allerdings einen "richtigen" Koop-Modus spielen möchte, muss "Kampagne" auswählen, denn dort stehen - leider nur - vier Missionen zur Wahl, die zusammen mit Freunden oder anderen Spielern erledigt werden können. Wir hoffen, dass Ubisoft noch weitere Missionen nachliefern wird, denn die vier Maps sind relativ schnell durchgespielt und gerade dieser Modus macht sehr viel Spaß.

Für die anderen Multiplayer-Modi stehen insgesamt zehn Maps zur Auwahl, darunter ein Dock, eine Wüstenlandschaft, Stadtkarten oder eine Tempellandschaft. Zahlreiche Einstellungsmöglichkeiten ermöglichen darüberhinaus Feinjustierungen verschiedener Eigenschaften.

Die Performance ist im Allgemeinen recht gut, vorrausgesetzt, der Hoster verfügt über eine ausreichend schnelle Internetanbindung. Da bis zu 16 Spieler zusammenspielen können, sollte bei solch einem Match am Besten schon DSL6000 vorhanden sein, um ein möglichst ruckel- und lagfreies Spiel sicherzustellen. Der Multiplayer-Modus ist im Großen und Ganzen gelungen, hätte für unseren Geschmack aber auch noch etwas taktischer sein können. Der Koop-Modus ist ebenfalls gelungen, wobei wir unter Koop eigentlich traditionell verstehen, dass man das eigentliche Spiel zusammen durchspielen kann. Leider stehen nur vier separate Missionen zur Auswahl, sodass der Kooperationsmodus auf kurze, aber dynamische Gefechte beschränkt ist.

Natürlich kann nicht nur über Live, sondern auch lokal oder über System-Link gespielt werden, was ebenfalls einen Riesenspaß macht.

   
 
Multiplayer:  (gut)
   
Technik:

Die technische Umsetzung...

Kommen wir nun zum Highlight von "Ghost Recon Advanced Warfighter", der kompletten technischen Umsetzung. Diese gehört bis dato zum Besten, was wir je im Videospielmarkt gesehen haben und ist ohne Frage State of the Art. Sicherlich gibt es hier und da kleinere Details, die nicht perfekt sind, doch das Gesamtergebnis ist phänomenal.

Wer befürchtet hat, GRAW würde in der finalen Version nicht so spektakulär aussehen, wie bei den vielen Trailern, der kann sich beruhigt zurücklehnen. Das Spiel erfüllt alle Erwartungen und wartet mit einer Grafik auf, die einen zum Staunen veranlasst. Während bereits die Trainingsmission einen ersten Einblick in die detaillierte und sehr realistische Optik bietet, wird bereits in der ersten Mission die Qualität der Grafik präsentiert. Während eines kurzen Fluges mit dem Helikopter, kann man einen Blick über weite Teile der in Echtzeit gerenderten Stadt werfen, der in der Ferne durch realistische Wärmeeffekte verschleiert wird. Dank realistischer Lichteffekte, die durch HDR geschaffen werden, sieht GRAW einfach fantastisch aus. Meist sieht man sehr saubere Texturen und nur selten wirken manche Objekte etwas verwaschen. Die Menschen agieren sehr natürlich und sehen ebenfalls spitze aus.

Neben den inzwischen verbreiteten HDR-Effekten, die in "Advanced Warfighter" meist sinnvoll und realistisch eingesetzt werden, sorgt aber auch die Unschärfe für einen tollen Look. So verschwimmen die Grafiken z.B. beim Zoomen, in weiter Ferne oder bei gewissen Geschehnissen. Die Weitsicht ist ebenfalls enorm, fällt meist aber nur bei Flügen auf, da man sich ansonsten oft inmitten von Häusern oder anderen Szenarien befindet. Nur sehr selten fielen uns aber Objekte, z.B. Wände, auf, die plötzlich vor uns auftauchten. Sehr imposant sind auch die Explosionen, z.B. von Fahrzeugen, die nicht nur das jeweilige Auto in die Luft fliegen lassen, sondern dies mit schicken Effekten begleiten.

Ab und zu konnten wir außerdem flackernde Texturen oder Schatten entdecken, wobei manche davon schon recht heftig waren, wie z.B. bei einer Wand in der ersten Mission, die komplett flackerte. Diese Auffälligkeiten halten sich aber wirklich in überschaubaren Grenzen, sodass wir keinen Punktabzug in Betracht ziehen. Erfreulicherweise läuft das Spiel die meiste Zeit sehr flüssig, sodass nur selten kleinere Slow-Downs auszumachen sind. Im Multiplayer-Spiel kann das Geschehen hin und wieder schon leicht ruckeln, das aber nur, wenn sehr viele Spieler dies begünstigen.

Lass es krachen!

Nicht nur die Grafik weiß zu begeistern, auch der Sound ist einmalig, fast schon Kino-verdächtig. Bereits im Hauptmenü wird man von imposanter Musik à la "The Rock" empfangen. Im Spiel wird dann auch nicht mit Effekten gegeizt. Die Synchronsprecher sind allesamt überzeugend und der gespielte Charakter Scott Mitchell wird sogar von einer recht bekannten Person, der deutschen Stimme von Jason Statham, gesprochen. Der 5.1-Mehrkanalton kann in jeder Hinsicht überzeugen. In Gefechten ist die Wiedergabe sehr räumlich, bei Explosionen gibt der Subwoofer sehr tiefe und kräftige Bässe wieder und auch in Multiplayermatches ist das Gebotene erstklassig. Besonders genial finden wir dabei die Map "Tempel", die eine extrem räumliche Wiedergabe bietet. Die ganze Zeit hört man verschiedene Tiergeräusche um sich herum, was sehr beeindruckend klingt. Der Gesamtmix von Musik, Stimmen und Effekten gehört zum Besten, was wir bis dato in einem Spiel gehört haben.

   
 
Grafik:  (sehr gut)
 
Sound:  (sehr gut)
   
Fazit:

...von Florian Kriegel

Endlich ist der erste Megakracher für die Xbox 360 auf dem Markt. Während es bislang zwar schon mehr oder wenige gute Spiele für die neue Konsole gab, gibt es nun endlich einen definitiven Kaufgrund für die 360. Sowohl spielerisch als auch technisch hat das Spiel einiges zu bieten, wobei vor allem die extrem schicke Grafik und der imposante Sound zu gefallen wissen. Laut den Entwicklern wird auch 85% der Leistungsfähigkeit der neuen Xbox genutzt, wobei diese Zahl mit Vorsicht zu genießen ist und nicht etwa in der Hinsicht interpretiert werden sollte, dass das Maximum der Konsole bald erreicht ist. Hier spielen nämlich andere Faktoren, wie zum Beispiel Kompressionsverfahren oder die Effizienz der Programmierung eine Rolle.

Zwar hätte der Singleplayer-Modus etwas umfangreicher sein können, doch aufgrund des fordernden Schwierigkeitsgrad wird der Durschnittsspieler seine Zeit brauchen, bis er die letzte Mission erfolgreich absolviert hat. Nicht zuletzt das tolle Gesamtpaket, wobei die Präsentation wirklich einmalig ist, sorgen für einen sehr guten Eindruck. Der Multiplayer-Modus verspricht ebenfalls spaßige Momente und wenn Ubisoft neue Koop-Missionen liefern sollte, ist auch in dieser Hinsicht genug Futter vorhanden.

Anmerkung zu Bugs:

Laut diversen Meldungen kann es unter gewissen Umständen dazu kommen, dass sich Missionen nicht zu Ende spielen lassen, wir konnten solche Bugs allerdings während unseres Tests nicht beobachten. Der einzige, aber wohl eher der Xbox anzulastende "Fehler" ist folgender. Angenommen man hat sein Profil geladen, ist aber nicht zum Live-Service verbunden und versucht während des Spiels die Verbindung herzustellen und drückt - bei nicht erfolgreicher Verbindung - den Xbox-Knopf auf dem Controller, so ist man plötzlich auch nicht mehr mit dem Profil angemeldet, was unweigerlich zum Abbruch der Mission führt und man landet im Hauptmenü. Das sollte unbedingt gefixt werden.

   
 

... von Jan Strohhecker

Ein spielbarer Action-Thriller, so kann man G.R.A.W. am besten umschreiben. In keinem anderen Spiel kommt solches Kinofeeling auf wie hier. Die grafische Präsentation ist nahezu perfekt, sei es nun die tollen Charaktere oder die hochklassigen Explosionseffekte. Man fühlt sich wie in einem Blockbuster aus dem Kino. Natürlich ist auch für ein Spiel wie Graw ebenso wie für einen Actionkracher der Sound eine der wichtigsten Komponenten. Wären wir hier beim DVD Review könnte man locker einen Best-Sound-Award verleihen, denn durch den diskreten Mehrkanalton wird man richtig ins Spiel hineinversetzt. In Feuergefechten fliegen einem die Kugeln nur so um die Ohren und das Grollen einer Explosion lässt die Magengegend vibrieren. Für Shooter und Taktikfans ist Graw definitiv ein Muss, Gelegenheitsspieler werden aufgrund des doch fordernden Schwierigkeitsgrad so einige Frustmomente durchleben.

       
 

 Gameplay:

 (sehr gut)
 Umfang:
 (gut)
 Grafik:
 (sehr gut)
 Sound:
 (sehr gut)
 Multiplayer:
 (gut)
   
 Gesamtwertung:
 (sehr gut)

 Positives  Negatives
   
+ geniale Präsentation - etwas kurzer Singeplayer
+ gelungene Steuerung - KI nicht immer überzeugend
+ 1A in Grafik und Sound - zu wenig Koop-Missionen
+ Gesamtpaket einfach toll  
+ gute Multiplayer-Modi  
 
"G.R.A.W."
 
 
   
    
 

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