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   24.12.2006 - Rubrik: Allgemein  
  Toshibas HD-DVD-Player HD-E1 im Test
 
 

HINWEIS: Der folgende Text wurde weder gegengelesen, noch "schön" formatiert. Dennoch wollten wir unseren Lesern, die am Heiligen Abend vorbeischauen, eine kleine Überraschung bereiten. Die Redaktion wünscht ein frohes Fest!

Mit einer saftigen Verspätung ist unser Testgerät von Toshibas HD-E1 endlich in der Redaktion eingetroffen. Eigentlich hatte Toshiba bereits eine Veröffentlichung Ende November angestrebt, dann stellte sich jedoch heraus, dass es sich bei einem vermeintlichen Softwarefehler um einen Fehler in einem Decoder-Chip eines Zulieferers handelte und die bis dato produzierten Player eingestampft werden mussten. Nun, einen Monat später, kommt der HD-E1 endlich in die Läden, für viele aber zu spät für eine rechtzeitige Bescherung unter dem Weihnachtsbaum.

Wir haben uns fast eine Woche intensiv mit dem Gerät beschäftigt und möchten mit diesem Test einen Ausblick geben, was der Player kann und ob sich die Anschaffung lohnt. Wir bitten um Verständnis, wenn wir an einigen Stellen nicht in die Tiefe gehen. Wir bitten ebenfalls um Verständnis dafür, dass wir einige Tage zum Test gebraucht haben, aber eine pure Auflistung der Features samt Fotos wollten wir dann doch nicht "Test" nennen.


Lieferumfang:

Der HD-E1 kommt in einem schicken Karton daher. Darin befinden sich, neben dem Gerät, Anleitungen in verschiedenen Sprachen, die Fernbedienung samt Batterien, zwei Stromkabel (eines für England), ein HDMI-Kabel, diverse analoge Bild- und Tonstrippen Marke Klingeldraht sowie die HD DVD "Elephant´s Dream", die wir bereits vorgestellt haben.

Die analogen Verbindungskabel darf man getrost entsorgen, da sie qualitativ in einer "seriösen" Anlage nicht zu gebrauchen sind. Positiv fällt die Beigabe eines HDMI-Kabels auf, das sonst erst für teures Geld dazugekauft werden müsste.


Ausstattung, Anschlüsse & Verarbeitung:

Der HD-E1 versprüht den preiswerten Charme eines Billgheimers im Stil derer zu Yamakawa oder von und zu Cyberhome. Nichts gegen die preiswertesten der Preiswerten, aber Toshiba tritt nunmal mit einem empfohlenen Verkaufspreis von 649,- Euro vor. Dafür darf man, ganz ehrlich, etwas mehr als vier Kilo Blech und Plaste erwarten. Speziell die Klappe vorne am Gerät wirkt billig und man hat Angst, sie könnte während eines Schwächeanfalls aus den Angeln fallen. Da hilft auch das Versprechen "Made in China" nichts. Obgleich China an sich ja nichts schlimmes ist, immerhin lassen auch andere große Firmen wie z.B. Apple hier produzieren. Bei Toshiba jedoch wirken Pressblech und Spritzguss eben nicht so edel wie die Nobelrechner aus Cupertino.

Ein Blick unter die Haube verrät dann den Rest der Geschichte. Im Inneren des Geräts werkelt PC-Technik im Auftrag des Zuschauers, und, wie die Anleitung durch einige GNU Lizenzen verrät, offenbar auf Basis eines Linux-Kernels. So ist der Aufbau recht übersichtlich ausgefallen. Die linke Geräteseite wird vom HD-DVD Laufwerk eingenommen, das, wäre es nicht hier verbaut worden, mit nur einem anderen Kabel wohl auch durchaus am PC genutzt werden könnte - ganz so, wie der große Rest der weiteren Komponenten in diesem Gehäuse. Recht fimschig wirkt das Netzteil, das jedoch auch nur wenige Watt bemühen muss, um den Rechner bei Laune zu halten.

Die aufgeklebte Huckepack-Platine (in unserem Foto weiß umrandet) deutet nicht auf einen integrierten MOD-Chip hin, sondern auf einen Fehler im Platinen-Design, den die Ingenieure auf diesem Weg umgehen. Ob Toshiba hier gar den Decoder-Fehler behoben hat und so das teure Verschrotten der bereits gebauten Player verhindern konnte? Auf jeden Fall wirken die farbigen Kabel, die an winzige SMD-Kontakte angelötet werden mussten auf keinen Fall geplant (sonst hätte man wohl gleich einen Pfostenstecker integriert), sondern wie ein durchdachter Fix.

Interessant: Der Aufdruck auf dem PCB sagt eindeutig "A2". Wer also wissen möchte, wo der Unterschied zwischen dem amerikanischen HD-A2 und dem europäischen HD-E1 ist: es gibt, abgesehen vom Gehäuse (und evtl. dem Netzteil), keinen.

Die Fernbedienung ist zweckdienlich. Mehr möchten wir fast gar nicht sagen, sonst wird auf den ersten beiden Bildschirmseiten nur geschimpft. Trotzdem möchten wir darauf hinweisen, dass dieser Geber eindeutig der billigste ist, der hier auf unserem Test-Tisch liegt und sich leider auch eher in Richtung Aldi-Player orientiert. Viel zu viele Tasten erforden immense Sucharbeit, wenn eine spezielle Funktion gesucht wird. Immerhin, die Tasten sind griffig, aber dummerweise nicht beleuchtet. Die Nachleuchtfunktion ist von so kurzer Dauer, dass man bereits nach einer Minute wieder suchen muss. Zum Anregen der nachleuchtenden Schicht muss man entweder einen kleinen Sky-Beamer zur Hand haben, oder aber den Geber entnervt in den Strahl des Projektors halten, was wenig professionell wirkt.

Die Anschlüsse sind nicht besonders vielfältig: 1 x HMDI, 1 x YPrPb (vergleichbar mit YUV), 1 x S-Video (Y/C), 1 x FBAS (Composite), 1 x TOSLINK, 1 x stereo Cinch sowie 1 x Ethernet (RJ-45). Ungewöhnlich ist das Fehlen einer SCART-Buchse, handelt es sich doch um den in Europa bekanntesten Stecker.

Das Front-Display ist gut verarbeitet und lässt sich sogar dimmen. Leider hat Toshiba hier so viele Infos auf kleinstem Raum untergebracht, dass man schnell den Überblick verliert. Während Zeitindex usw. gut ablesbar sind, ist es schwer zu sagen, welches Logo an ist, und ob z.B. HDMI fehlerfrei erkannt wurde. Eventuell möchte Toshiba dem Nachfolger hier zumindest eine zusätzliche Farbe spendieren.

Etwas mickrig und verloren wirken die Gerätefüße, die für wenig Abstand zum unteren Gerät sorgen und somit eine sinnvolle Luftzirkulation nicht gerade unterstützen.

Der HD-E1 unterstützt die von der DVD bekannten Tonformate Dolby Digital und DTS (bis hin zu 96/24), sowie die neuen Formate Dolby Digital Plus, Dolby True HD und DTS-HD Master Audio. An HDMI und Komponente bietet der E1 die Auflösungen 1080i/720p/576p/576i/480p/480i. Progressives 1080p bietet erst der kommende HD-XE1.

An der Rückseite bläst im übrigen ein mittelgroßer Lüfter vor sich hin, der nicht flüsterleise, wohl aber sehr angenehm im Klang ist. So fällt er beim Filmgenuss, je nach Aufstellungsort, kaum auf. Unmerklich arbeitet der Player aber leider nicht - Qualitäten wie die eines Sony DVP-S 7700 sucht man heutzutage leider vergebens.


Bedienung:

Der HD-E1 kommt mit einem farbenfroh gestalteten Setup daher, dass bei der ersten Inbetriebnahme bedient werden möchte. Die notwendigen Schritte erledigt man mit der beigelegten Fernbedienung. Dabei zeigt sicht, dass der HD-E1 sich erst einmal fast eine "gefühlte" (ja, fast wie beim Wetterbericht) Minute gönnt, bevor überhaupt etwas passiert. Über 30 Sekunden - solange dauert es, bis das eingebaute Linux gebootet hat, sehen tut man davon leider nichts, immerhin erklärt das Display mit "Starting up", was passiert. Danach reagiert das Gerät recht fix, doch kommt es immer wieder zu deutlichen Verzögerungen, was am internen Aufbau liegen dürfte. Denn dank der Integration eines Betriebssystems gönnen sich bestimmte Tasks bisweilen ein paar Taktzyklen mehr, was dazu führt, dass der Anwender wartet oder noch einmal drückt - und dann entweder zwei Aktionen nacheinander ausgeführt werden oder eine verschluckt wird, je nachdem, wie schnell man war. Um diesem Umstand vorzubeugen gibt es die Option, einen Signalton im Gerät auslösen zu lassen, sobald man eine Taste drückt. Dabei handelt es sich um einen internen Beeper, ähnlich dem, der früher in PCs für besonders wohlige Musikuntermalung in Form von reinen Sinustönen sorgte. Schöner ist der Klang seitdem nicht geworden. Wir haben uns jedenfalls zur Geduld entschlossen und den furchtbar nervenden Pieper gleich wieder ausgeschaltet.

Das Setup verlangt grundlegende Einstellungen zum Bildformat, den Tonformaten sowie Netzwerk. Letzteres wird für Firmwareupdates und zusätzlichen Content genutzt, der später von speziell programmierten HD DVDs unterstützt wird. Dabei kann der Player entweder über DHCP betrieben werden, oder aber auch "zu Fuß" konfiguriert werden. Dies ist aber nur nötig, wenn der Player über DHCP keine Adresse beziehen kann oder im lokalen Netzwerk eben kein DHCP-Server läuft.

Läuft die Disc erst einmal, geht die Bedienung schnell und kinderleicht. Selbst "Elephant´s Dream", die Disc, mit der Imagion jede Xbox 360 in die Knie zwingt, läuft angenehm rund. Allerdings hatten wir mit dem Start nicht immer Glück. Speziell wenn bereits eine Disc bei Systemstart eingelegt war (in unserem Fall war dies Warners "Constantine") kam es leider öfter zu Abstürzen, wobei der Player jeweils bis zur Erkennung kam, dann aber nicht mehr "Play" zeigte. In wie weit dies möglicherweise am zwischengeschalteten DVDO IScan VP50 lag, der das Bild eigentlich nur durchschleifen sollte, können wir nicht sagen. Wir konnten die Abstürze auch leider nicht immer nachvollziehen, so dass die Praxis zeigen muss, wie sich das Gerät schlägt. So ganz bugfrei scheint die Software aber noch nicht zu sein, denn auch das Auswerfen einer Disc bei laufendem Setup-Menü führte dazu, dass sich der Player nicht mehr entscheiden konnte, ob er den schwarzen HD-DVD-Bildschirm zeigen wollte, oder doch lieber das Setup. So wechselte der Screen regelmäßig hin und her, Eingaben wollte der HD-E1 in dieser Zeit nicht mehr akzeptieren.

Aber: vergessen wir nicht, dass der HD-E1 zu einer neuen Gerätegeneration gehört, und dass die Discs dank der integrierten Programmiersprache HDi viel mehr vom Gerät verlangen, als die bekannte DVD. Durch die Möglichkeit, Updates aus dem Internet einzuspielen, sollten sich die bekannten Fehler ("Bugs") beheben lassen. Immerhin decodiert der E1 Video soweit fehlerfrei, so dass, ist der Film erst einmal gestartet, dem Vergnügen nichts mehr im Weg steht.


Ton & High Fidelity:

Highender sind, liebevoll gesagt, teilweise merkwürdige Menschen. Grenzen der Physik werden eingerissen, wenn CDs entmagentisiert werden oder spezielle Glasfaserkabel bei digitaler Übertragung luftiger klingen. Wir haben wenig dagegen einzuwenden, schließlich soll jeder Freude am Hobby haben und wenn´s am Ende, auch durch angewandte Suggestion, noch besser kling - geschenkt! Der E1 macht vor, wie man´s nicht machen sollte. Oder darf. Schaut man in moderne und teure Highender, so gibt es Spezial-Laufwerke mit Spezial-Wandlern und spezielle Kammer-Designs, die nur so gut klingen können, weil Spezial-Netzteile mit Spezial-Kondensatoren (sprich: groß) den Strom so wohlklingend gemacht haben. Auch wenn wir unsere Skepsis gegenüber HiFi-Esotherik weiter oben bereits kundgetan haben, so sind wir durchaus der Meinung, dass vernünftige Qualität, speziell bei analogen Baugruppen gegeben sein muss, damit das Egebnis stimmt. Der E1 hat all das nicht, sondern Bauteile, wie man sie in preiswerteren DVD-Playern oder PCs findet. Somit macht Toshiba mit dem kleinen Modell klar, in welche Richtung man mit diesem Gerät gehen möchte. Es geht nicht um Highend, es geht auch nicht um den Anwender mit den gehobenen Ansprüchen. Darauf deutet auch der fehlende 5.1 Ausgang hin, der erst mit dem größeren Bruder, dem HD-XE1, nachgereicht wird. Hoffentlich hat dann auch das Innenleben mehr zu bieten, denn wer möchte schon eine preiswerte Onboard-Soundkarte an seine Anlage anschließen? Richt, kein HD-XE1 Käufer. Somit ist die Ausrichtung des HD-E1 auf digitale Ausgänge zu vertreten, wenngleich in diesem Punkt der fehlende HDMI1.3-Port auffällt. Der HD-E1 unterstützt nur HDMI1.2a, so dass er bis hin zu DVD Audio und SACD alles übertragen könnte, die neuen Tonformate wie Dolby Digital Plus oder DTS-HD Master Audio bleiben aber außen vor.


Mehrkanalton & Klang:

Der E1 soll eben nur die kleine Variante sein, denn digitalen Mehrkanalton liefert der E1 nur gewandelt auf PCM via HDMI oder als DTS fullrate über den optischen TOSLINK-Anschluss aus. Letzterer ist eine erneute Kompression, so dass speziell Klangfetischisten angewidert das Gesicht verziehen dürfen. Doch ganz ehrlich - während dies bei Musik ins Gewicht fällt, so sind die Unterschiede, speziell bei Dolby Digital Plus, marginal. Selbst bei Dolby True HD macht der DTS-Encoder so gute Arbeit, dass man damit sicherlich für eine lange Zeit zufrieden sein kann. Denn HDMI1.3-fähige Receiver darf man momentan noch suchen, so dass höchstens der PCM Downmix interessant ist. Dabei gehen aber, zumindest unseren Informationen nach, die z.B. 7.1 Kanäle von DTS-HD Master Audio verloren und werden zu 5.1 gewandelt. Außerdem wird bei DTS-HD Master Audio nur der Core-Stream decodiert. Mangels Testmaterial in diesem Format müssen wir abwarten, ob dem so ist und wie sich dieser Umstand klanglich äußert.

Fakt ist: gute Tonspuren, wie z.B. Warners "Constantine" oder "Troja" meistert der Player vorzüglich und mit feinerer Auflösung, als dies bei der gleichen DVD der Fall war. Somit klingt bekanntes gleich gut, und die neuen Discs einfach richtig druckvoll. Anders lässt es sich nicht beschreiben, die bekannten Soundtracks nun mit zwar noch vorhandener, aber deutlich reduzierter, Kompression zu hören.

Den Stereoausgang haben wir nicht getestet, gehen aber davon aus, dass niemand mit gehobenen Ansprüchen hier eine Alternative zu einem hochpreisigen CD-Spieler sieht. Und guten Digitalton bekommt man problemlos über den optischen TOSLINK-Anschluss geliefert. DVD-Audio und SACD kann der Player sowieso nicht wiedergeben, so dass man dafür also noch auf den vorhandenen Zuspieler angewiesen ist.


Die Pflicht:

Normale DVDs frisst der HD-E1 genau so wie CDs, gebrannt oder nicht gebrannt. Allerdings mag er keine SACDs oder DVD-Audios. Wer eine normale DVD-Video schaut, der möchte nicht unbedingt umstecken. Daher bietet der E1 an, das Bild huchzurechnen. Wir haben auf diese Tests nicht sehr viel Zeit verwenden können, dennoch gibt es ein paar interessante Ergebnisse:

1. Der HD-E1 hat keinen Overscan. D.h. normale SD-DVDs gibt er über HDMI komplett ohne Beschneidung aus. Da er einen 480i/576i Modus besitzt, kann man ihn also problemlos verwenden, um das Bild z.B. einem externen Scaler zuzufüttern.

2. Der HD-E1 skaliert SD-Material hoch, allerdings nur via HDMI. Über den Komponentenausgang bleibt er beim Ausgangsformat.

3. Der interne Deinterlacer scheint ein Flag-Leser zu sein. Falsch beflaggte DVDs werden daher nicht korrekt hochskaliert. Auch in diesem Fall sollte man den Ausgang auf 480i/576i stellen, und die Skalierung einem Scaler oder dem Display überlassen.

4. Lässt man den Player in SD arbeiten und SD DVDs wiedergeben, so gibt dieser leider unter bestimmten Umständen bei progressiven Quellen die Farben nicht korrekt wieder, was zum sogenannten Chroma Upsampling Error bzw. Bug (CUE / CUB) führt. Allerdings ist dieses Phänomen sehr milde ausgeprägt.

5. HD-DVDs gibt der E1 auch in SD wieder, skaliert hier allerdings wesentlich schlechter, was aber kein großes Problem darstellt. Immerhin dürfte sich wohl niemand einen HD-DVD Player samt HD-DVDs kaufen, um dann das Ergebnis auf einem SD-Display zu begutachten.

6. HD-DVDs gibt der Player, wie schon berichtet, nur in 60 Hz aus. Somit werden Filme mit dem 3:2 Pulldown von 24p auf 60 Hz umgerechnet. HD-DVDs mit 50 Hz kann der Player noch nicht wiedergeben. Hierfür wird Toshiba Anfang 2007 ein Software-Update zur Verfügung stellen.


Die Kür - großes Bild:

Vom HD-E1 darf man erwarten, dass er ein kristallklares Bild liefert. Immerhin ist der Masterzustand ein ganz anderer, als 1997, als man für DVD die ausgelutschten Bänder beiseite legen und neu abtasten musste. Nur wenige Independents hatten dafür genug Geld, sondern recycelten lieber 1 Zoll C, was, gelinde gesagt, bescheiden aussieht. Doch wie wir bereits mit der Xbox 360 herausfinden durften, ist die Lage im Jahr 2006 eine andere. Und dachten wir bereits, dass die Xbox ein sehr gutes Bild machen würde, so schafft es der HD-E1 spielend, noch stärker aufzuspielen. Speziell die Wiedergabe über HDMI ist ohne Zweifel das Beste, was wir bis jetzt gesehen haben. Speziell VC-1 als Codec sorgt für eine Bildruhe, wie man sie bei anderen Formten noc suchen muss. Auch der "nur" analoge Komponentenausgang bringt eine richtig saubere Wiedergabe mit, die sich sehen lassen kann. So werden hohe Frequenzen fast genau so sauber wiedergeben, wie über HDMI. Zwar blieb uns nicht die Zeit, mit dem Oszilloskop genauer hinzuschauen, aber eine reine Sichtprüfung sprach ausdrücklich für den analogen Ausgang, was wir so nicht vermutet hätte. Speziell störendes Rauschen, dass sich gerne in eine hochfrequente Übertragung einschleicht, war nicht übermäßig auszumachen. Somit stellt der Ausgang eine echte Alternative für alle dar, die noch Displays ohne digitalen Eingang haben.

Und - jetzt kommt´s dicke: Der analoge Ausgang bietet das unbeschränkte Signal in voller Auflösung. Hatte die Industrie noch vor wenige Monaten laut getönt, dass man nur über HDMI die volle Auflösung anbieten wolle, so sind diese Restriktionen auf 2011 verschoben worden. Bis dahin befindet man sich in einer Übergangszeit, in der auch analog in voller Bandbreite ausgegeben werden kann. Den Anwender dürfte es freuen - und wer daran glaubt, dass man 2011 dem Anwender diese Rechte wieder entzieht... Außerdem stellt sich die Frage, ob der Player so lange im heimischen Wohnzimmer stehen wird.


Fazit:

Toshibas Kiste hat es, trotz diskussionswürdigem Äußeren, faustick hinter den Ohren. Den Early Adopter erwarten ein fantastisches Bild und mitreißender Ton, die, sobald das Gerät die Disc "geschluckt" hat, meisterlich präsentiert werden. Wer mehr Wert auf den Ton legt, sollte bis zum HD-XE1 warten, oder dieses Gerät mit ein wenig Verlust im Januar wieder abstoßen. Nachbessern sollte Toshiba bei der Software und der völlig überladenen Fernbedienung. Beide trüben den Filmspaß aber nur gering. Für 649,- Euro macht Toshiba eine klare Ansage, die den viel zu teuren Blu-ray-Geräten zeigt, dass man richtig gute technische Qualität auch fairer anbieten kann.

Wir bedanken uns bei "GROBI - die Großbildspezialisten" für die Bereitstellung des Testgeräts.

   
Quelle: Digital-Movie.de (cb)
   
  Links zum Artikel:
  highdefinitiondvd.eu
  grobi.tv
    
 

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