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   02.12.2005 - Rubrik: Games  
  Xbox 360-Test: Eindruck, Verarbeitung, Technik
 
 

Nun hat die Warterei endlich ein Ende. Am 2. Dezember 2005 ist die neueste Konsole auf dem Markt erschienen, die Xbox 360 von Monopolist Microsoft. Mit einem extrem früheren Start der neuen Konsolen-Generation will sich die Firma aus Redmond dieses Mal eine bessere Ausgangsposition schaffen, doch ob das alleine ausreicht und ob die neue Xbox gelungen ist, erfahrt Ihr in unserem ausführlichen Test. Dabei wollen wir nur kurz auf die bereits vielfach abgehandelte Technik eingehen und uns näher die Multimediafunktionen, aber natürlich auch – und dafür ist diese Konsole ja hauptsächlich gedacht – auf die Spieleigenschaften eingehen. In diesem Test werden wir nur allgemeine Eindrücke wiedergeben, denn reine Spieletests wird es zukünftig auch bei uns geben, wobei wir uns erst einmal auf eine feine Auswahl beschränken wollen.
Um für alle Gegebenheiten gerüstet zu sein, nehmen wir natürlich die Premium-Version unter die Lupe, denn nur sie bietet ein einigermaßen gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, auch wenn 399 Euro kein Pappenstiel sind.


- Was bekomme ich für meine 399 Euro?

In der weißen Verpackung befindet sich allerlei Zubehör, das neben der Konsole selbst, eigentlich die perfekte Ausrüstung für das Spielen darstellt. Da wäre also zunächst eine 20 Gigabyte-Festplatte, die zum Spielen alter Xbox 1-Spiele benötigt wird, aber auch für das Speichern der Spielstände und für den Xbox-Live!-Service von Nöten ist. Nach uns vorliegenden Informationen reicht auch eine Memory Card, um den Live!-Modus nutzen zu können. Wer nämlich die günstigere Core-Version kauft, muss sich auch um eine Memory-Card bemühen, da es sonst unmöglich ist zu speichern.

Des weiteren befindet sich ein Wireless-Controller im Karton, der ebenfalls zu den vielen Neuerungen der neuen Generation gehört. Mittels Akku kann so von jedem Platz aus bequem gezockt werden oder auch die Xbox 360 ausgeschaltet werden. Allerdings sei gesagt, dass sich nur zwei herkömmliche AA-Baterien im Lieferumfang befinden. Wer also nicht ständig Batterien wechseln möchte, der sollte über den Kauf des „Play & Charge-Kits“ nachdenken, einem passenden Akku samt Ladekabel. Kostenpunkt rund 20 EUR.

Um die neuen Spiele in „HD“, also hochauflösenden Bildern, wiedergeben zu können, dient das HD-AV-Kabel, mit dem man die Konsole an einen YUV-Eingang anschließen kann, der sich an einem HD-fähigen Gerät befindet. Erst dann kommt ein richtiger „Aha“-Effekt auf, denn HD hält nun auch bei Konsolen Einzug. Aber daran denken: Unbedingt den Schalter am Kabel auf „HDTV“ stellen!

Außerdem ist die teurere Variante ideal für den Online-Service „Live!“ gerüstet, der Microsoft zumindest in Sachen „Online Videospielen“ zur Nummer Eins gemacht hat. Um in das „Gold“-Abo (dazu später mehr) schnuppern zu können, liegt der „Premium“ ein 1-Monats-Testabo bei, das ein ausführliches Austesten ermöglicht. Um sich mit seinen Kontrahenten verständigen zu können, legt Microsoft zudem ein Headset bei, auf das wir im folgenden Punkt „Verarbeitung“ näher eingehen werden. In den ersten Monaten wird sich außerdem noch die eine Fernbedienung im Lieferumfang befinden, die vor allem für die Nutzung der Multimediaeigenschaften gedacht ist. Diese entspricht aber leider nicht der separat erhältlichen Fernbedienung, sondern fällt einen Tick kleiner aus und hat zum Beispiel keine beleuchteten Tasten zu bieten. Wer also wirklich sämtliche Funktionen, darunter vor allem die des Windows Media Centers nutzen möchte, sollte hier eventuell über ein Upgrade nachdenken. Wie lange diese Fernbedienung noch im Lieferumfang dabei sein wird konnte man uns leider nicht mitteilen, allerdings erkennt man das an einem kleinen grünen Aufkleber an einer der Kanten der Verpackung.

Ach ja, einen kleinen optischen Unterschied gibt es auch noch. Während die Core-Version mit einer weißen Laufwerksschublade daher kommt, präsentiert sich die Blende der Premium-Variante in edlem Chrom. Ein kleiner, aber feiner Unterschied.

Am 02.12. zeichnete sich auch das ab, was wir vorab schon erwartet hatten, denn während die Premium-Ausgabe größtenteils schnell vergriffen war, konnte man die eher unattraktive Core-Edition immer noch kaufen.

- Verarbeitung und erste Eindrücke:

Bei der ersten Xbox gehörten die, zum Vergleich zu den Mitstreitern, heftigen Ausmaße zu den Hauptkritikpunkten der Konsole. Die zweite Generation kommt nun etwas schlanker und edler daher. Klein oder gar winzig ist sie zwar immer noch nicht, aber immerhin ist sie etwas schicker geformt und optisch auch etwas moderner. Neu ist auch, dass man die „360“ nun sowohl vertikal, als auch horizontal betreiben kann, was durchaus positiv ist, da man so mehr Aufstellmöglichkeiten hat und einen Nachteil zum Hauptkonkurrenten Sony wettmacht.

Während die Konsole selbst also einen guten Eindruck macht, auch was die Verarbeitung angeht, mussten wir beim Anblick des Netzteils doch etwas schmunzeln. Dieses ist nämlich fast so lang wie die gesamte Konsole und sehr ausladend. So konnte Microsoft die Größe der eigentlichen Hardware zwar reduzieren, musste dafür im Gegenzug die das Gerät für die Stromzufuhr aber deutlich erhöhen. Da eine gute Luftzirkulation sehr wichtig ist, sollte man das Netzteil auch nicht unter einem Berg anderer Kabel vergraben, da dies zu ungewollten Abstürzen führen könnte, was bei uns aber nicht der Fall war.

Was das neue Headset anbelangt, sind wir leider nicht so zufrieden. Während man das „alte“ Headset hinter den Ohren befestigte und es eine sehr hochwertige Qualität hatte, handelt es sich bei der neuen Variante nun um eine herkömmliche Bügelkonstruktion. Die Qualität an sich ist zwar in Ordnung, doch von der Tragart hat uns das alte Set besser gefallen, das aber nicht mit den neuen Controllern kompatibel ist.
Die externe Festplatte hätte von der Verarbeitung auch etwas hochwertiger sein können. Beim Entfernen der Schutzfolie blieben erst einmal Rückstände des Klebers auf der Chromleiste kleben und die Spaltmaße sind auch nicht ideal. Da die Festplatte aber sowieso fest auf der Xbox sitzt, ist das nicht weiter bewegend.

Die Verarbeitung und die Optik des Controllers und der Fernbedienung sind ebenfalls 1A. Die Tasten der FB sind leicht gummiert und sehr sauber beschriftet und die Materialanmutung übersteigt nahezu jeden Billig-DVD-Player. Der kabellose Controller liegt gut in der Hand und wirkt vor allem in der Mitte, da, wo der „Ring of Light“ verbaut ist sehr edel. Kleine Lichtringe zeigen an, welchen Controllerplatz man belegt und dank des grünen „X“, lässt sie die Konsole sogar bequem ausschalten.




- Die neue Technik in der Xbox 360:

Zur ersten Xbox hat sich in Sachen Hardware einiges getan, sodass die Ausstattung der neuen Konsolen, auch der Playstation 3, im Vergleich zu den Vorgängern deutlich an Power zugenommen hat. Dabei muss man außerdem berücksichtigen, dass für Konsolen programmierte Spiele im Vergleich sowieso deutlich besser laufen als vergleichbare PC-Pendants, da diese explizit für ein System entwickelt werden, sodass die verbaute Hardware ideal genutzt werden kann, auch wenn sie rein nominell teilweise unterlegen scheint.

In Microsofts zweiter Konsolengeneration kommt eine spezielle PowerPC-CPU mit 3,2 Ghz von IBM zum Einsatz, die aus drei Prozessorkernen besteht. So hält die aktuelle Technik (Dual-Core) also nicht nur bei Spiele-PCs Einzug, sondern kommt in erweiterter Form auch bei der Xbox 360 zum Einsatz. Interessant ist übrigens, dass diese mehreren Kerne natürlich auch anders angesprochen werden müssen, als es bisher üblich war. Diese Entwicklung ist aber noch im Gange, sodass aktuelle 360-Spiele noch gar nicht vollen Gebrauch der CPU machen, was zeigt, wieviel Potential in der Hardware steckt. So nutzte die erste Demo von „Gears of War“, einem optisch genialen 3D-Shooter, der 2006 erscheinen soll, gerade mal eine der drei Cores.

Im Gegensatz zur Xbox 1, hat die 360 nun 512 MB GDDR3-Speicher zu bieten. Das klingt im Vergleich zu gut ausgestatteten PCs etwas dünn, aber die angesprochene gezielte Abstimmung der Spiele gleicht das locker wieder aus. Der schnelle GDDR3-Speicher wird dabei auch vom neu entwickelten Grafikchipsatz von ATI genutzt. Der auf den Codenamen „Xenon“ lautende Grafikchip ist dabei eine spezielle Entwicklung für die 360 und nicht wirklich mit aktuellen PC-Grafikchips vergleichbar. Zwar ist eine gewisse Ähnlichkeit mit ATIs X1800-Chip vorhanden, doch insgesamt soll die Leistung x-fach besser sein.

Die restlichen Neuerungen sind im Vergleich dann nicht mehr ganz so spektakulär. Es gibt nun eine 20Gb-Festplatte, die anders als bei der ersten Xbox, in einem speziell entwickelten externen Gehäuse untergebracht ist. Hier wird wohl auch die Tatsache, dass die Xbox 1 per Modchip und größerer Festplatte eine Oase für Raubkopierer war und immer noch ist, mitgespielt haben, denn diese Konstruktion dürfte den einfachen Einbau einer größeren Festplatte zunächst erschweren.

In der 360 befindet sich leider nur ein normales DVD-Laufwerk, sodass die Konsole in Sachen neuer HD-Medien wie der HD-DVD oder Blu-ray leider nicht sehr gut dasteht. Da wird die Playstation 3 mehr zu bieten haben, was sicherlich ein Nachteil der Xbox 360 ist.
Ansonsten hat die neue Konsole noch drei USB-Anschlüsse und einen Netzwerkanschluß zu bieten. So lassen sich an die Front der 360 USB-Geräte wie zum Beispiel MP3-Player, Kameras oder USB-Sticks anschließen.


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Quelle: Digital-Movie.de (fk)
   
  Links zum Artikel:
  Xbox 360-Test: Menüs, Multimedia und alte Spiele
  Xbox 360-Test: neue Spiele, Live! und heisse Luft
  Xbox 360-Test: Unser Fazit
 

    
 

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