Newsletter   RSS-Newsfeed   Wap, I-Mode & PDA   Gewinnspiel  Impressum  Werbung  Online Hilfe  90 Leser online

 
   19.12.2005 - Rubrik: Games  
  Review: "King Kong" (Xbox 360)
 
 

Peter Jackson's King Kong

The Official Game of the Movie

Xbox 360

Getestet von Florian Kriegel

Email: fk@digital-movie.de


Weitere Informationen zum Spiel:



Gesamtwertung:

Spielinfos:

Review Datum: 19.12.2005
Im Handel ab: 02.12.2005
Preis: ca. 60 EUR
Deutscher Titel: Peter Jackon's King Kong - The Official Game of the Movie
Originaltitel: Peter Jackon's King Kong - The Official Game of the Movie
Genre: Ego-Shooter/ Abenteuer
Bildformat: HDTV 480p/720p/1080i
Sprachausgabe: Deutsch, Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch, Holländisch, Englisch und weitere...
Spieler: 1 Spieler
Multiplayer: Nein
Live!: Nein
Live! Downloads: Nein
TV Norm: PAL
USK-Freigabe: freigegeben ab 12 Jahren
Regional Code: EU
Disk Typ: DVD 9 / Dual Layer
Publisher: Ubisoft
Entwickler: Ubisoft
Testequipment:

AV-Receiver: Yamaha RX-V1400 (THX Select, Dolby Digital, dts)
Lautsprecher: Canton Movie XL-Set in 6.1-Konfiguration

Beamer: Sanyo PLV-Z3 (kalibriert, via HD-AV-Kabel (YUV))
Konsole: Xbox 360 Premium (Retail, gekauft 02.12.2005)

Inhalt:

Vor der Küste Kaliforniens soll eine neue Bohrinsel in Betrieb genommen werden. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren - und das an Heiligabend. Alles könnte gut laufen, wäre da nicht eine Gruppe von Umweltaktivisten, die das Unternehmen ständig zu stören versucht. Nachdem das Schiff der Umweltschützer Feuer fängt, werden sie von der Bohrinsel-Crew gerettet. Allerdings stellt sich schnell heraus, dass die vermeintlichen Ökokrieger alles andere als umweltfreundlich sind und völlig andere Ziele verfolgen. So entbrennt ein heißer Kampf zwischen Gut und Böse, bei dem schnell die ersten Opfer zu beklagen sind. Und zu allem Überfluss scheinen die Terroristen immer einen Schritt weiter zu sein als ihre Gegner...


Spiele-Review:
Allgemeines:

Peter Jackson war nach seinem Megaerfolg von „Herr der Ringe“ nicht untätig und hat bereits sein Folgeprojekt „King Kong“ fertiggestellt. Ubisoft sicherte sich die Rechte an der Lizenz und hat ein Spiel auf die Beine gestellt, das sich deutlich von vergleichbaren Filmlizenzen absetzen kann. Peter Jackson legte großen Wert darauf, die Umsetzung des Spiels, das für sämtliche Systeme erschienen ist, zu unterstützen, um sicherzustellen, dass das Spiel auch nach seinen Vorstellungen gestaltet wird.
Wir haben uns nun die Xbox 360-Version, die pünktlich zum Launch am 2. Dezember 2005 erschienen ist, etwas näher angeschaut. Wir präsentieren Euch somit den ersten richtigen Spieletest auf Digital-Movie.de und betreten somit Neuland.

Game+play:

Worum geht’s in „King Kong“?

In „Peter Jackon’s King Kong“ begebt ihr euch in die Rolle von Drehbuchautor Jack Driscoll, der sich zusammen mit dem etwas verrückten Filmproduzenten Carl Denham und der Schauspielerin Ann Darrow auf den Weg nach Skull Island macht, um dort einen neuen Abenteuerfilm zu drehen. Auf dem Weg dorthin gerät ihr Schiff in einen schweren Sturm und muss direkt vor der Insel stranden. Bis zu dieser Szene bekommt der Spieler eine kleine Zusammenfassung der Story geboten, die mittels Filmszenen aus dem Kinofilm (englischer Ton mit optionalen Untertiteln) dargeboten wird. Das ganze Spiel orientiert sich an dem Kinofilm, sodass einem viele Plätze bekannt vorkommen werden, je nachdem ob man zuerst den Film sieht oder das Spiel spielt.

Und so wird gespielt...

Kurz nachdem das Schiff gestrandet ist, findet man sich in der Ego-Perspektive von Jack wieder und muss ihn nun über die düstere und angsteinflößende Insel steuern. Später im Spiel bekommt man aber auch die Gelegenheit, King Kong höchstpersönlich zu steuern, was spielerische, als auch bedientechnische Abwechslung bringt. Das Spiel selbst gestaltet sich relativ linear, sodass man sich praktisch nicht verlaufen kann. Man hat es größtenteils mit diversen Insekten zu tun, die aber natürlich nur darauf warten uns anzugreifen, um dann fressen zu können. Im Verlauf der Handlung kommen aber immer wieder andere Gegner zum Vorschein, wie zum Beispiel fliegende, als auch am Boden lebende Dinosaurier.

Als Waffen hat man ein relativ eingeschränktes Arsensal zur Verfügung. Zu Beginn ist das eine Pistole und sehr bald eine Shotgun. Um zu überprüfen, wieviel Munition man noch hat – ein HUD (Head-Up-Display) gibt es nämlich nicht, was eine Neuerung zu anderen Spielen darstellt – genügt ein Druck auf die Taste „B“ und schon ertönt Jacks Stimme mit entsprechenden Infos. Da die Munition aber sehr begrenzt ist, hat man fast immer die Möglichkeit, Knochen oder Speere, die auf der Insel herumliegen, aufzugreifen und als Waffe zu benutzen. Das kann aber teilweise in Hektik ausarten, wenn zum Beispiel zig Gegner auf einen zukommen und man diese mittels Speerwurf erledigen muss. Nicht alle Kreaturen müssen allerdings getötet werden. Gelegentlich ist auch ein Weglocken von Käferscharen erforderlich und viele der verschiedenen Spezien neigen auch dazu, sich gegensetig die Hölle heiß zu machen. Oft wird einem der Weg aber sowieso von riesigen Holztoren oder anderen Hindernissen versperrt, die immer wieder die Interaktion mit Speeren voraussetzen, um so zum Beispiel einen Brand auszulösen. Während unseres ersten Probespielens passierte es uns immer wieder, dass wir auf Speere zurückgreifen mussten, während beispielsweise einige Dinos auf uns zugerannt kamen oder uns fliegende Kreaturen angegriffen haben. So kann es schon hin und wieder passieren, dass man solche Kämpfe einige Male wiederholen muss, bis man endlich geschickt genug war, alle Gegner zu erledigen.

Man selbst wird aber fast ständig von mehreren oder zumindest einem Gefährten begleitet. Während man zu Beginn noch zu viert unterwegs ist, wird man zwischendurch immer wieder voneinander getrennt, sodass man des Öfteren auch alleine weiterkämpfen muss. Sobald die Gruppe aber wieder vereint ist, helfen die Begleiter beim Erlegen der Gegner, geben Tipps oder werfen einem (auf Anfrage) Waffen zu. Dadurch entsteht eine gelungene Abwechslung, die allerdings nicht über fehlende Multiplayer-Funktionen hinwegtrösten kann. Dennoch hat man dadurch oft das Gefühl, man würde nicht gänzlich alleine spielen.

Neben den eigentlichen Kämpfen mit den Gegnern, muss man hin und wieder auch kleinere Rätsel lösen, die aber oft nur daraus bestehen Schalter umzulegen, Dinge zu suchen oder auch einmal Gebüsche mittels geschickten Würfen in Brand zu setzen. Trotz der Momente, in denen man auch endlich einmal King Kong selbst steuern darf, ist „King Kong“ größtenteils ein Ego-Shooter, der aber dank einer tollen Präsentation und Umsetzung einen deutlichen Abenteuercharakter hat. Oft wird das Spiel von kleineren Sequenzen unterbrochen, die die Atmosphäre und Spannung steigern und den Storyverlauf voranbringen. Im Verlauf des Spiels werden außerdem diverse Extras freigeschaltet, wie zum Beispiel ein "Alter Film"-Modus, der die Grafik in Sepia hüllt oder ein Trailer zum Kinofilm.

Gameplay: (gut)
Umfang: (ausreichend - befriedigend)
Technik:

Die technische Umsetzung...

„King Kong“ muss wie alle Xbox 360-Spiele gewisse Standards erfüllen, wie zum Beispiel die HD-Auflösung 720p oder den kompletten Dolby Digital 5.1-Ton. Dadurch sieht das Spiel nicht nur gut aus, sondern hört sich auch überzeugend an. Grafisch macht das Spiel im Vergleich zu anderen Konsolenversionen logischerweise eine gute Figur, da mehr Details und höhere Texturauflösungen möglich sind. Dennoch ist dieses Spiel kein Vorzeigeobjekt erster Wahl für die neue Xbox, auch wenn wir von der Grafik angetan sind. Die vielen Details, die netten Texturen und die überzeugend, aber nicht perfekt agierenden Akteure und Kreaturen schaffen eine ungeheuere Atmosphäre. Einige Texturen, wie zum Beispiel die des Bodens, hätten aber auch etwas detaillierter sein können. Da „King Kong“ überwiegend auf der verregneten Skull Island spielt, fällt die Umgebung entsprechend düster aus. Beim Spielen auf einem Beamer könnte das Bild dadurch etwas zu dunkel sein und gewisse Passagen etwas Geduld benötigen. Sobald man von einem Gegner getroffen wurde, macht sich das durch eine Art „Schockzustand“ bemerkbar, in dem man dann noch weniger sieht und benommen ist. Diese Momente werden durch tolle Musik und passende Effekte unterstützt und wirken sehr beklemmend. Inzwischen hat Ubisoft-Chef Yves Guillemont vom Kauf der Xbox 360-Version abgeraten, da man Probleme mit der neuen Technik hätte, die auf der neuen Konsole für extrem dunkle Bilder sorgen könnte. So könnte es passieren, dass man teilweise nicht sehen würde, wohin man geht. Wir können diese Beobachtung zum Teil leider bestätigen. Wir wissen allerdings nicht, ob es sich dabei tatsächlich um den angesprochenen Fehler handelt. Mittelklasse-LCD-Beamer haben oft ein Problem mit dem Schwarzwert und zeigen generell nicht so leuchtstarke Bilder, wie zum Beispiel ein herkömmlicher TV. Wenn allerdings Ubisoft selbst vom Kauf abrät und sie es selbst für eine "Schande" halten, dass sie das nicht bei der Entwicklung bemerkt haben, wird schon etwas an dem Problem dran sein.

Soundtechnisch wird das gesamte Geschehen auch überzeugend umgesetzt. Die 5.1-Kulisse schafft eine realistische Atmosphäre und das Aktivieren des rückwärtigen EX-Kanals (wenn vorhanden) bringt weitere Tiefe in die Soundwiedergabe. Während die angesprochenen Filmszenen nur in Englisch vorliegen, bekommt der Spieler eine deutsche Sprachausgabe geboten, die die Originalstimmen aus dem Kinofilm enthält. Wer aber lieber in Englisch spielen möchte, braucht seine Xbox 360 dazu nur entsprechend umstellen.

Die Bedienung ist ebenfalls gelungen und orientiert sich an klassischen Elementen. So steuert man mittels linkem Stick und nutzt den rechten dazu, sich umzusehen oder zu zielen. Die linke untere Schultertaste dient zum Zielen und die rechte zum Schießen, Werfen oder Schlagen. Die King Kong-Bewegungen hätten eine Spur rasanter ausfallen können, dennoch bringen diese Stellen eine gelungene Abwechslung.

Grafik: (gut)
Sound: (gut - sehr gut)
Mutiplayer:

-

Multiplayer: keine Wertung
Fazit:

"King Kong" ist ein Multiplattform-Spiel und kann auf der Xbox 360 die ersten Stärken der neuen Konsole bereits ausnutzen. Die deutlich schickeren Texturen, die höhere Auflösung und der tolle Sound heben die Xbox 360-Version deutlich von älteren Kollegen ab. Die Atmosphäre wird überzeugend aufgebaut und man hat tatsächlich das Gefühl mitten im Film zu sein. Spielerisch bedient sich der Abenteuer-Shooter überwiegend an klassischen Elementen. Die Steuerung ist - zumindest beim Spielen von Jack - typisch und bekannt, verliert bei der Steuerung von King Kong allerdings deutlich an Qualität. Ein bisher unbekanntes Feature ist die völlige Abstinenz eines Head-Up-Displays, was wir zwar ganz interessant finden, auf der anderen Seite aber wiederum etwas bemängeln. Denn man weiß nur aus gemachter Erfahrung, dass man nach einem zweiten großen Angriff sterben wird und vermisst stellenweise eine dezente Lebensanzeige.

Der aber größte und eigentlich wirklich einzige schmerzhafte Kritikpunkt ist der Umfang des Spiels. Gekonnte Spieler werden "King Kong" in rund acht Stunden durchgespielt haben, was den Kaufpreis recht hoch erscheinen lässt. Immerhin gibt es Bonus-Items freizuspielen, doch einen wirklich motivierenden Wiederspielwert hat das Game nicht. Dennoch sind wir der Meinung, dass man lieber acht Stunden Spannung und Spielspaß haben sollte, als 20 oder mehr Stunden in einem Spiel durch mehr oder weniger langweilige Passagen zu rennen.


Gameplay:

(gut)
Umfang:
(ausreichend - befriedigend)
Grafik:
(gut)
Sound:
(gut - sehr gut)
Multiplayer:
keine Wertung
Gesamtwertung:
(gut)

Positives Negatives
+ tolle Grafik - Recht kurz
+ starker Sound - insgesamt etwas dunkel
+ Film-flair

"King Kong "
   
    
 

Jetzt den Newsletter abonnieren !

  






© 2015
Digital-Movie.de