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   05.10.2005 - Rubrik: Kino & Film  
  Film in der Kritik: "Brothers Grimm"
 
 

Inhalt:
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts, Deutschland ächzt unter der Besatzung Frankreichs. Die Brüder Will und Jake Grimm sind als Geisteraustreiber unterwegs und stets zur Stelle, wenn einsame Gemeinden von vermeintlichen Dämonen und Hexen heimgesucht werden. Zuverlässig befreien sie die Dorfbewohner von den unheimlichen Erscheinungen. Kein Wunder: Bei dem Spuk handelt es sich um faulen Zauber, von den findigen Brüdern selbst inszeniert, um sich Geld und Unterbringung zu ergaunern. Als die Besatzungsmächte den Grimms auf die Schliche kommen, wird ihnen nur eine Alternative zur Todesstrafe wegen Hochstapelei gegeben: In einem verwunschenen Wald sollen Will und Jake das Geheimnis von zehn spurlos verschwundenen Mädchen aufdecken – und stoßen dabei auf einen schrecklichen Fluch, der nur durch entschlossenes Handeln gebrochen werden kann. Dumm nur, dass die Brüder ausgemachte Hasenfüße sind und von Exorzismus in Wahrheit keinen blassen Schimmer haben...

Kritik:
Wenn man Terry Gilliam (12 Monkeys) kennt, denn weiß man dass man alles erwarten kann außer einem normalen Film. Da macht auch sein neuestes Werk "Brothers Grimm" keine Ausnahme. Die gesamte Optik weist einen sehr individuellen Stil auf. Alle Bilder wurden märchenhaft verfremdet, was für eine unglaubliche Atmosphäre sorgt. Die Bilder, die uns Gilliam liefert, versetzen einen für 118 Minuten in eine andere Welt. Einige Einstellungen erinnern sogar etwas an "Herr der Ringe". Trotzdem ist der Film alles andere als Mainstream Ware und somit dürfte sich der Erfolg an der Kinokasse auch in Grenzen halten. Die Clerasil Fraktion wird ihn wohl als dümmlich abtun. Dies taten übrigens auch unsere amerikanischen Kollegen, die sich in Hohn und Spott über den Film ergossen. Schade, dass zur Zeit im Land der unbegrenzten Möglichkeiten solche Filme derart undifferenziert betrachtet werden.

Sicherlich ist der Film keine Revolution oder gar ein Meisterwerk. Trotzdem ist er eine willkommene Auskopplung aus der Massenware. Und dass, obwohl mit Heath Ledger und Matt Damon zwei bekannte Darsteller mit an Bord sind. Beide zeigen in diesem Film eindrucksvoll, dass sie mehr können als nur rumalbern und Frauenherzen höher schlagen lassen. Monica Bellucci rundet den Cast mit ihrer Leistung würdevoll ab. Somit bekommen wir 118 Minuten lang einen skurrilen, eigenwilligen und guten Film geboten, der definitiv eine Bereicherung für das Filmjahr 2005 darstellt. Terry Gilliam sei Dank!

Ab dem 6. Oktober ist der Streifen von Concorde Film bei uns in den Kinos zu sehen.

   
Quelle: Concorde Film / Digital-Movie.de (lh)
    
 

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