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   25.02.2008 - Rubrik: Kino & Film  
  Filmkritik: Step Up to The Streets
 
 
 

Step Up to the Streets

 

Gesehen von Kay Puppa

Email: kp@digital-movie.de

        


Weitere Informationen zum Film:



Gesamtwertung:

Spielinfos:

Review Datum: 25.02.2008
Im Kino ab: 06.03.2008
   
Deutscher Titel: Step Up to the Streets
Originaltitel: Step Up 2 the Streets
Land/Jahr: USA 2008
Genre: Tanz/Romance
       
Regie: Jon Chu
Darsteller: Briana Evigan, Robert Hoffman, Channing Tatum, Adam G. Sevani
   
Laufzeit: 95 min
FSK: FSK ab 6 Jahre
Verleih: Constantin Film
   
Inhalt:

Die rebellische Andie verschlägt es an die elitäre Kunstschule Maryland. Nach anfänglichen Anpassungsproblemen trifft sie Chase, den besten Tänzer der Schule, der ihr Talent erkennt und ihre Andersartigkeit schätzt. Gemeinsam beschließen sie eine Tanztruppe aus Mitstudenten zusammenzustellen, die ihren Style genauso schätzen und beherrschen. Ihr Plan: Am Undergroundbattle „The Streets“ teilzunehmen. Bei den Vorbereitungen wird Andie klar, dass sie damit die Brücke zwischen der elitären Kunstschule und ihrem bisherigen Leben als Street-Tänzerin schlägt und der Glaube an ihre Kunst Berge versetzen kann. Beim finalen Battle zeigt Andie allen, was wirklich in ihr steckt. Dies beeindruckt nicht nur den Schuldirektor Mr. Collins, sondern auch Chase...

    
Unsere Meinung:
   
Kritik:

Am Anfang war die Pflicht...

Der erste Film „Step Up“ war mehr ein Überraschungshit, wenn man ihn so nennen will. Immerhin waren im Kino 700.000 Besucher zu Gast, um das Genre Tanzfilm endgültig wieder auferstehen zu sehen. Mit versuchen wie „Dirty Dancing 2 – Heiße Nächte auf Kuba“ war die erste Annäherung getan, jedoch passte das Ambiente von Kuba im Jahre1958 nicht zur aktuellen Musik von Aguilera und Co und wirkte eher befremdlich. Bei „Step Up“ verlagerte man die Geschichte in die aktuelle Zeit und wählte statt Pop Hip Hop und katapultierte so das Genre endlich endgültig in das 21. Jahrhundert. Dabei waren weder Story noch Prinzip neu. Beides konnten Fans des Genre schnell ausmachen, jedoch verhält es sich hier wie bei den ebenfalls immergleichen Romanzen: Etwas Magie zwischen den Darstellern und das Prinzip läuft.

Also wählte man junge Gesichter, wählte einen knalligen Soundtrack und ließ den jungen Tyler Gage als Rowdy zu Sozialstunden verdonnern, die er natürlich in der Tanzschule als Hausmeister abarbeiten darf. Welch grandioser Zufall, dass er heißblütiger Straßentänzer und Held jeder Party ist. Während seiner Strafarbeiten trifft er auf die junge und schöne Nora, welche natürlich schnell Traumfrau-Charakter annimmt. Jetzt mischen wir das ganze noch mit ein paar sozialen Problemen, welche eine Kluft zwischen unsere Helden schlagen und geben noch ein paar heiße Choreografien hinzu und schon haben wir das, was „Step Up“ zu einem kleinen Videotheken-Dauerbrenner gemacht hatten. Ein Film den Mann auch mal als Mann mit ansehen konnte ohne von Kitsch übermannt eine Art Brechreiz entwickeln zu müssen. Kein Wunder, dass da eine Fortsetzung nicht lange auf sich warten ließ.

Wieder wird auf frischeGesichter gesetzt...

Auch beim zweiten Teil gilt das altbewährte Prinzip, jedenfalls wenn man es über das Genre betrachtet. Der Soundtrack basiert zu weiten Strecken auf den Stücken bekannter R ´n´ B und Hip-Hop-Stars, aber beispielsweise auch ein Enrique Iglesias durfte seinen Teil dazu beitragen. Der Sound der Straßen ist eben breit gefächert. Ähnlich auffällig gestaltet wie der Soundtrack sind Cast & Crew. Regisseur Chu debütiert mit diesem Film auf der großen Leinwand. Als ehemaliger Tänzer ist er für diesen Film prädestiniert, mit prämierten Kurzfilmen auch darauf vorbereitet. Interessant an seiner Biografie ist, dass er bisher noch für kein Musik-Video auf den Regiestuhl Platz nahm. Fletcher, die Regisseurin des ersten Teils, ist auch dieses Mal wieder mit dabei. Allerdings nur als ausführende Produzentin, was ihr aber genug Einfluss gesichert haben dürfte. Und auch bei der Choreografie taucht ein bekannter Name wieder auf: Jamal Sims arbeitete bereits am ersten Teil faszinierende Choreografien aus. Diese Namen sollten dafür sorgen, dass sich die Fortsetzung nicht zu weit von seinem Vorgänger entfernt.

Jedoch auch der Cast selbst weckt Interesse, wieder wird auf frische Gesichter gesetzt. Andie-Darstellerin Briana Evigan spielte erst in zwei Indipendent-Filmen und einigen Musikvideos mit. Ihr Filmpartner Robert Hoffmann gab erst 2006 sein Debüt an der Seite von „Tyler Gage“-Darsteller Channing Tatum. Tatum, der im ersten Teil interessant und charismatisch den jungen Wilden gab, ist auch dieses Mal wieder an Bord. Allerdings wirkt er in seinem Gastauftritt hauptsächlich als Katalysator.

Insgesamt legt der Film mit 95 Minuten Laufzeit ein hohes Tempo vor...

Denn er ist es, der die Hauptfigur Andie dazu bewegt sich bei der MSA anzumelden um so, ähnlich wie er, alle ihre, Probleme zu lösen. Er hilft ihr auch dabei ihren „Vormund“ Sarah zu überreden, der jungen Andie noch eine Chance zu geben. Doch „Step Up“ wäre nicht „Step up“, wenn Tyler Andie nicht zunächst durch ein spektakuläres Battle überzeugen müsste. Nach diesen Sequenzen ist Tyler Gage verschollen und taucht auch in der Schule nicht wieder auf. Dies dürfte für die weiblichen Zuschauer allerdings zu verkraften sein, denn an seine Stelle tritt Chase, Schwarm der Schule und Bruder des Direktors. Chase ist Tyler in vielen Fällen, abgesehen von der Herkunft, sehr ähnlich. Optisch konnte man sie teilweise nur an den Gesichtszügen unterscheiden. Sieht man allerdings von diesem Fauxpas ab, bemerkt man das diesem Film viele typischen „Fortsetzungs-Fehler“ erspart bleiben.

So wird die Story des ersten Teil zwar lapidar einfach umgedreht, statt in die Schule geht es nun raus aus der Schule. Es wurden jedoch einige Elemente angefügt, die das Geschehen interessanter machen. So geht es viel um Crews, Freunde und die sogenannten Battles. Doch auch das zentrale Thema der Hip-Hop, ursprüngliche Hip-Hop-Kultur, das Gemeinsame, der gegenseitige Respekt und der Gruppenzusammenhalt bilden in diesem Film zentrale Rollen. Doch darf auch nicht der Konflikt der Tanz-Stile Klassik gegen Moderne vergessen werden, welcher bereits im ersten Teil vorhanden war, aber durch die Figur des Direktors stärker ausgeprägt wird und stellvertretend für ähnliche Konflikte wie reich und arm oder alt gegen jung steht.

Insgesamt legt der Film mit 95 Minuten Laufzeit ein hohes Tempo vor, welches zwar durchgängig gehalten wird und so eine gute Dynamik schafft, jedoch verkommen einige interessante Randfiguren zu eher flachen Gestalten. Trotzdem schafft es „Step up to the Streets“ eine geballte Ladung Spaß und andere Emotionen im Kino zu versprühen. Wer „Step Up“ mochte bekommt hier ordentlich Nachschlag. Das grandiose, fast Gänsehaut auslösende Finale sorgt letztendlich dafür, dass wir die Fehler vergessen möchten und uns einfach nur gut unterhalten fühlen. Und ein bisschen Faszination ist natürlich auch immer mit dabei. Vor allem wenn man weiß, dass solche Bewegungen in Echtzeit möglich sind und der Film auch den Eindruck macht, dass diese wirklich in Echtzeit gezeigt werden.

Eine gelungene Fortsetzung...

Wenn wir ein Fazit ziehen, sehen wir also eine gelungene Fortsetzung, welche voll Humor, Schnulz und Style für jeden etwas bietet. Die trotz des Fluches der Fortsetzungen gute Unterhaltung bietet und sofort die Frage nach Teil drei aufwirft. Doch wirkt die Story jetzt zu abgeschlossen, ein weiteres „Beginner Jahr“ an der MSA zu abgedroschen. Trotzdem hegt man wohl doch innerlich den Wunsch, dass die Produzenten es noch einmal wagen und das Genre nicht wieder untergeht. Die opulenten und aufwendigen Choreografien wirken neben dem ganzen Herzschmerz auf der großen Leinwand einfach zu schön.

   
 
Film:  (gut)
 
Kinoerlebnis:  (gut - sehr gut)
   
       
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