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   13.03.2006 - Rubrik: Games  
  Hysterie um Xbox 360-Gerüchte - MS antwortet
 
 

Momentan brodelt wieder die Gerüchteküche um Microsofts neue Konsole, die Xbox 360. Nun hat sich Boris Schneider-Johne, Produkt-Manager der Xbox bei Microsoft, auf seiner privaten Blog-Seite zu diversen Gerüchten verschiedener Websites, die er teilweise scharf kritisiert, geäußert. Zunächst einmal hat er sich darüber ausgelassen, wie manche Websiten arbeiten und zwar im Sinne des Journalismus. Völlig zu Recht kritisiert er, dass Gerüchte gestreut werden, ohne diese zuvor auch nur annähernd auf ihre Richtigkeit überprüft zu. Diese Vorgehensweise dürfte einiges über die Qualität und Arbeitsmoral, der zum Teil selbst ernannten Journalisten, aussagen.

Nun aber zu den Vorfällen, die wir nun nach Stellungnahme seitens Schneider-Johne natürlich auch unseren Lesern nicht vorenthalten wollen. Vor einigen Tagen tauchte auf der Website eines Modding-Shops eine "Dokumentation" auf, die einen möglichen Grund für eine gewisse Anzahl an Hitzetod verendeten Xbox 360-Konsolen aufzeigen soll. So haben sich zwei Modding-Shops zusammengetan und eine solche Konsole auseinander gebaut und sich auf die Suche nach dem Problem gemacht, nachdem sie selbst fehlerhafte Konsolen in ihrem Besitz hatten.

So wollen die Shops den Grund für die an Hitzetod verendeten Xbox 360-Konsolen gefunden haben, der sich laut ihrer Aussage an dem Kühlkörper des Grafikchips vorfinden lässt. So fanden die Shopinhaber eine "silberne metallisch wirkende Folie" vor, die sie für eine nicht-entfernte Schutzfolie des verwendeten Wärmeleitpads halten. Wäre dies der Fall, würde die Kühlleistung drastisch gesenkt werden, da diese nur als Transportschutz dienen soll. Was auf den ersten Blick durchaus plausibel erscheint, hätte aber bereits beim genauen Blick auf diese Folie schon relativiert werden können. Normalerweise bestehen diese Schutzfolien aus ganz einfachem Material und sind meist auch noch mit einer kleinen Abziehlasche versehen. Doch bereits die Optik der vorgefundenen Folie hätte die Shopinhaber stutzig machen sollen. Wir haben zumindest noch nie eine derart hochwertige angebliche Schutzfolie gesehen, die aus silbernem Material besteht und sich von der Konsistenz einer einfachen Schutzvorrichtung deutlich unterscheidet.

Was uns auch etwas stutzig macht, ist die offensichtlich dennoch verwendete Wärmeleitpaste, denn normalerweise wird entweder eine Paste (wie auch bei der CPU der Xbox 360) ODER eine Folie benutzt, nicht aber beides. Auf Anfrage teile uns Herr Schneider-Johne aber mit, dass die Kollegen in den USA, die die Xbox 360 gebaut haben, dies ausgiebig überprüft hätten und dieses Gerücht nicht bestätigen könnten – alles sei so, wie es gedacht sei. Dazu lieferten diese sogar einen Link zum verwendeten Wärmeleitpad mit, das auf den Namen Thermflow 558 lautet und von der Firma Chomeriks stammt. Außerdem teile Herr Schneider-Johne auf seiner Website mit, dass es keinen "Überhitzungs-Konstruktionsfehler" gibt und dass "die Ausfallquote bei Xbox 360 im völlig üblichen Rahmen" liege.

Ein weiteres Gerücht bezieht sich auf die verbauten DVD-Rom-Laufwerke in Microsofts Konsole. Einige Shops behaupten nämlich, sie würden eine "zweite Serie" der Xbox 360 verkaufen, aber auch dies soll Humbug sein. So unterscheiden sich neu ausgelieferte Xbox 360-Konsolen nicht von den ersten Auslieferungen im Dezember. Auch in Sachen DVD-Laufwerk gibt es teilweise Entwarnung für Leute, die die Xbox 360 bereits gekauft haben. Laut Boris Schneider-Johne gibt es keine leiseren Laufwerke, da die schnelle Umdrehungszahl der DVDs eine gewisse Lautstärke fabriziert. Da die Xbox 360 während des Spielens aber eine enorme Lautstärke entwickelt, sollten die Entwickler ggf. über eine Drosselung der Geschwindigkeit während des Spielens nachdenken, solange dies speiltechnisch möglich ist.

Wie so oft bestätigt sich also wieder das Sprichwort, "Nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird". Sicherlich ist Mircosoft generell anfälliger für Gerüchte, doch was wir teilweise im Internet lesen, ist immer wieder Haarsträubend.

   
Quelle: Boris Schneider-Johne / Digital-Movie.de (fk)
   
  Links zum Artikel:
  Boris Schneider-Johnes Blog
    
 

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