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   11.11.2005 - Rubrik: Allgemein  
  Preview: "Krieg der Welten"
 
 

"Krieg der Welten" steht vor der Tür - am 15. November 2005 erscheint das jüngste Werk von Filmemacher Steven Spielberg nun auf DVD. Wir waren nicht nur auf der Europapremiere, sondern haben auch die DVD für Euch vorab unter die Lupe genommen. Der vollständige Test mit allen Facts erscheint in den kommenden Tagen von Redakteur Florian Kriegel.

Film: "Krieg der Welten" ist erstaunlich wenig nach konventionellem Muster gestrickt. Der Held ist eigentlich keiner, und sein eigener Sohn hat mehr Mumm in den Knochen, als der liebe Herr Papa. Dieser arbeitet im Hafen als Arbeiter und soll die Kinder über das Wochenende beaufsichtigen, während seine Exfrau nach Boston fährt und Außerirdische überraschend, quasi in einer Art Überfall, die Erde in Schutt und Asche legen. Alle rennen, der Held auch, und so flüchtet der Zuschauer zusammen mit ihnen, immer das fiese Geräusch der Tripoden im Nacken, bis es kein Entrinnen mehr gibt. Die Erde ist besiegt, die Menscheit am Ende. Was für eine Achterbahnfahrt. Da schmerzt es herzlich wenig, das der Plot simpel ist und Dakota Fanning mit ihrer Darstellung der putzigen Tochter Star-Mime Tom Cruise locker den Rang abläuft. Steven Spielberg setzte souverän in Szene, was Autoren Josh Friedmann und David Koepp (Mission Impossible, Panic Room) ihm vorgaben. Richtig solides Popcorn-Kino eben. Leider nicht mehr.

Bild: "Edgy ist cool" - kann man sagen. Darf man auch, ohne Frage, denn Kunst ist Kunst und wenn Herr Boys eine Badewanne beschmutzt und dann die Putzfrau verklagt, die diese reinigte, dann soll das wohl so sein. Auch beim Film greift der Trend, nicht nur inhaltlich düstere Bilder zu zeigen, sondern dies auch beim Aufnahmeprozess gebührend zu feiern. Entweder durch spezielles Filmmaterial oder aber auch durch alternative Entwicklungsprozesse. Bei "Krieg der Welten" verwendete Kameramann Janusz Kaminski, offenbar und wieder einmal, diverse Filter und Bleach Bypass um das Bild möglichst nicht "schön" aussehen zu lassen.

Diese Intention glückt, wenngleich die Bildqualität dadurch auch technische gesehen abfällt. Die Vorlage der DVD brachte offenbar jede Menge Rauschen mit, kein Wunder, sorgt doch Bleach Bypass für eine saftige Körnung und einen wesentlich stärkeren Kontrast. Dieser Look ist ein Stilmittel, ohne Frage. Doch MPEG2, seinerzeit für DVD als Kompressor verabschiedet, sieht das anders. Durch die vielen Bewegungsinformationen kommt der Codec hier und da aus dem Tritt und neigt zu sichtbarer Blockbildung, wenn dann auch noch grelle Lichtblitze das Bild von einer Sekunde auf die andere hell und wieder dunkel werden lassen. Da hilft die nicht optimale Datenrate auch nicht gerade, doch hier forden zwei deutsche Spuren, das englische Original und eine türkische Synchronfassung ihren Tribut.

Um dem Problem beizukommen filterte man offenbar die Vorlage, anders ist es uns nicht erklärlich, warum die Schärfe noch nicht einmal gutes Niveau erreicht, sondern nur im befriedigenden Bereich vor sich hindümpelt. Redakteur Christian Bartsch gelang es nur langsam, sich auf das Bild einzustellen und sich nicht alle fünf Minuten erneut zu ärgern. Wie gesagt, künstlerische Freiheit in Ehren, diese geht uns hier ein wenig zu weit. Da darf man nur hoffen, dass nicht demnächst z.B. Jerry Bruckheimer dem Wahn verfällt, seine Filme mit Hammerschlag zu verschönern, oder, wie momentan in der Mode üblich, das Negativ zunächst mit einer Stahlbürste kräftig striegeln zu lassen.

Ton: Donnerwetter, meine Herren, das kracht! Stolze Besitzer bassgewaltiger Heimkinos müssen die Zuschauer wohl bei diesem Film anschnallen, denn es rummst und knallt so heftig, dass man schon fast Angst ums Equipment bekommt. Laut, brachial und überraschend bricht der Film über den Zuschauer herein, dass es eine wahre Wonne ist. Ohne Frage - dies ist eine der besten Mischungen, die wir je gehört haben. Mehr dazu im finalen Test in den kommenden Tagen.

Extras: Paramount spendiert eine satte Bonus-DVD, die allerdings geschaut werden will. Einen Kommentar zum Film vom Regisseur gibt es leider nicht. Mehr dazu ebenfalls in der kommenden Review.

   
Quelle: Digital-Movie.de (cb)
 

    
 

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