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13.11.2006 - Rubrik: Kino & Film 
Film in der Kritik: "Casino Royale"
   

Inhalt:
James Bonds Mission führt ihn zu Le Chiffre, dem Bankier weltweit operierender Terroristen. Um ihn zu stoppen und das Terror-Netzwerk zu zerschlagen, muss Bond Le Chiffre bei einem Pokerspiel im Casino Royale besiegen. Ein Spiel, bei dem es um hohe Einsätze geht. Bond ist anfangs verärgert, dass eine schöne Beamtin des britischen Schatzamtes, Vesper Lynd, damit beauftragt wird, ihm seinen Einsatz für das Spiel auszuhändigen und das Geld der Regierung zu bewachen. Doch nachdem Bond und Vesper gemeinsam eine Serie tödlicher Anschläge von Le Chiffre und seinen Handlangern überlebt haben, entwickelt sich zwischen den beiden eine gegenseitige Anziehungskraft, die sie in noch größere Gefahr bringt und Bonds Leben für immer prägen wird...

Kritik:
Was wurde nicht alles im Vorfeld über diesen Film diskutiert? Daniel Craig wurde von den meisten bereits als totale Fehlbesetzung abgestempelt und auch sonst ließen die Fans kein gutes Haar an "Casino Royale". Wir können schon an dieser Stelle sagen, dass es mal wieder ganz anders gekommen ist, als viele im Vorfeld zu wissen glaubten.

Für das neueste Bond-Abenteuer haben die Produzenten auf Regisseur Martin Campell zurückgegriffen, der bereits Pierce Brosnans ersten Bond Film in Szene setzte - mit Erfolg. Die Handschrift Campells ist während des gesamten Films deutlich zu erkennen. So ist "Casino Royale" wieder ein Thriller mit fullminanten Actionszenen und kein Non-Stop Action Streifen á la "Die Another Day" oder "Tomorrow Never Dies", die sich von Filmen wie "xXx" kaum abzugrenzen vermochten. Des weiteren wurde wieder deutlich mehr Mühe in das Character Developement investiert, wodurch der Film mehr Tiefgang besitzt. Auf technische Präsentationen durch John Cleese Charakter "R" hat man verzichtet - einige wird dies freuen, andere hingegen werden sie schmerzlich vermissen. Actionszenen gibt es nicht in Hülle und Fülle. Die vorhandenen sind aber allererste Sahne. Der Fan bekommt teilweise atemberaubende und vor allem handwerklich super gemachte Stunts und Actioneinlagen. Auf Computereffekte wurde nur wenn unbedingt notwendig zurückgeriffen, sodass auch hier von einer Rückkher zu alten Tugenden gesprochen werden kann.

Kommen wir zu den Darstellern und damit in erster Linie zu Daniel Craig. Craig ist definitv ein würdiger Nachfolger und ein guter Bond. Er verleiht der Figur des Agenten einen dunkleren und undurchdringlicheren Touch. Auch wenn er kein Schönling ist, verleiht er der Serie durch seine enorme Leindwandpräsenz einen erfrischend neuen Esprit. Er stellt den innerlich zerissenen Geheimagenten ebenso gut dar, wie den Gentelman und den Zyniker. Der restliche Cast spielt die Rollen souverän, ohne jedoch sonderlich zu glänzen. Eva Green ist ein gutes Bond Girl. Groß in Erinnerung bleiben wird sie durch diese Rolle allerdings nicht. Gleiches gilt für Mads Mikkelsen als Bösewicht "Le Chiffre". Er überzeugt ohne zu überragen.

Mit "Casino Royale" sind die Produzenten wieder auf dem richtigen Weg. Campell hat einen spannenden Film geschaffen, der durch Stunts besticht und durch eine gute Story fesselt. Dazu bekommen wir einen neuen Bond zu sehen, der die Rolle mehr als nur ausfüllt und keinesfalls nur ein "Ersatz" darstellt. Wenn dieser Weg weiter beibehalten wird, können wir uns noch auf viele gute Bond-Abenteuer freuen. "Casino Royale" ist ab dem 17. November in den Kinos zu sehen.

   
Quelle: Sony Pictures Releasing GmbH / Digital-Movie.de (ls)
     
 
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