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21.12.2007 - Rubrik: Allgemein 
Bundeskabinett beschließt Verschärfung des Jugendschutzes
   

Der Jugenschutz in Deutschland soll verbessert werden. Dazu hat das Bundeskabinett vorgestern einen ersten Entwurf beschlossen. Sieht man davon ab, dass in Zukunft durch die Präzisierung der Indizierungskriterien noch mehr Titel auf dem Index landen können (in Zukunft reichen beispielsweise "besonders realistische, grausame und reißerische Darstellungen selbstzweckhafter Gewalt" oder "Selbstjustiz als einzig bewährtes Mittel zur Durchsetzung der vermeintlichen Gerechtigkeit"), so trifft dieses Gesetz auch alle, die mit Gewaltdarstellung gar nichts am Hut haben. Gemeint ist die Kennzeichnung der Produkte im Hinblick auf die Altersfreigabe - diese wurde nämlich ebenfalls präzisiert und erweitert.

"Das Zeichen ist auf der Frontseite der Hülle links unten auf einer Fläche von mindestens 1200 Quadratmillimetern und dem Bildträger auf einer Fläche von mindestens 250 Quadratmillimetern anzubringen", heißt der vom Gesetzgeber geplante Freibrief zur Entstellung der kommenden Veröffentlichungen.

Für alle, die mit diesem Amtsdeutsch wenig anfangen können, hat der Coverdesigner von Turbine Medien, Sebastian Bräuer, einfach ein Anschauungsobjekt erstellt. Unsere Meinung: Jungendschutz ist eine sinnvolle Sache, aber deswegen generell jegliche Unterhaltungsprodukte per Gesetz so verschandeln zu lassen, enttäuscht uns als Sammler und Filmliebhaber. Danke, liebes Kabinett, dass eine solch wichtige und dringliche Entscheidung noch kurz vor dem Fest übers Knie gebrochen wurde!

   
     
 
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